Neueste Kommentare


  • Liebe Karin Tschavgova,

    ich komme hier wohl viel zu selten vorbei. Heute war ich jedenfalls da und habe mit stiller Aufmerksamkeit gelesen, was du da so schreibst. Abgesehen von deiner Schilderung der Ruhe, die durch den frisch gefallenen Schnee in einer Stadt entsteht und leider viel zu schnell wieder verschmilzt, danke ich dir für deine ganz normalen Feststellungen. Es braucht so wenig, um viel zu haben.

    Na gut, eigentlich ist damit schon genug gesagt. Die schon getippten Zeilen sind gelöscht. Ich denke, es reicht auch das ;-)

    Mit herzlichen Grüßen,
    Fritz Schöffauer

    Autor: Fritz Schöffauer

  • Der Artikel ebenso wie der - jetzt hoffentlich wirklich letzte und schon gestern ernsthaft angekündigte - Schnee im Süden: das sind doch wir, oder? Schade nur, dass man uns und der Natur das so übertrieben versalzt.

    Autor: Laukhardt

  • Einige ArchitektInnen scheinen in einer Echokammer gefangen zu sein... 2-stufiger oder einstufiger Wettbewerb, darum geht es derzeit bei den Kommentaren auf Gat. Währenddessen wird gerade an den Grundfesten der Demoratie gesägt, wer weiß, wie lange es überhaupt noch freie Wettbewerbe geben wird. Es empfiehlt sich das politische Geschehen, allen voran das Agitieren der FPÖ und der Rechten, genauer zu beobachten. z.B. die Rede des Herrn Eustacchio auf dem Kongress der Verteidiger Europas
    http://info-direkt.eu/2018/03/03/kongress-verteidiger-europas-2018/

    Autor: anonym

  • Gott schütze die Architektur vor der Okkupation durch Spaß und uns vor einem solchen Bericht, Qualität Schulaufsatz.

    Autor: ernsthafter Leser

  • In diesem Fall ist die 2. Stufe sehr wohl problematisch bzw. kritisch zu hinterfragen:
    1. Stufe = Entwurf Modell
    2. Stufe Mappe (B.6.2.1 Seite 25) mit Bauphysiknachweis,Kostennachweis mit Massenermittlung und Kostenansatz, sowie Brandschutzkonzept

    Daher in der 2. Stufe ist keine Überarbeitung des Entwurfs lt. Auslobungstext vorgesehen. Was entscheidet dann den ersten Preis? Die "Wirtschaftlichkeit"!
    Ob die ausgewählten Büros eine Juryempfehlung erhalten zur Umgestaltung damit ihr Entwurf der "Wirtschaftlichkeit" entspricht, geht nicht hervor. Ob die Jury aus ihren Empfindungen heraus Projekte, die nicht "wirtschaftlich" erscheinen gleich ausscheiden, liegt durchaus nahe. Vor allem nach dem beim Hearing heraus zu hören war, dass ein Alternativkonzept nicht gewünscht ist ...
    Das Kostenkorsett mit 5,5 Mio. € bei 2700 m² NF Neubau, wie immer sehr sehr knapp bemessen ... (= 1850 €/m²)

    Damit ist Innovation oder die beste Idee wohl nicht gewünscht und zielführend?!

    Autor: Petra K.

  • Nach Studium der Auslobung vom Verfahren Neuhart muss ich die Kritik zurücknehmen. Das Verfahren Neuhart ist im Vergleich zu z.B. Kaindorf/Sulm durchaus vertretbar. In dieser Art macht das Verfahren durchaus Sinn und ist zu unterstützen.

    Autor: Anonymous

  • Die Auslobung genau durchzulesen ist bei einem Wettbewerb enorm wichtig, wenn Sie schon 60.000 € für diesen ausgeben wollen.
    Also:

    Punkt B 5.3 (Seite 23) Bauwerkskosten: 5,5 Mio € !

    Abzugebende Unterlagen 2 Stufe:

    Punkt B 6.2.1 (Seite 25) : eine A4 Mappe

    Viel Glück !!!

    PS.: Ich habe sicherheitshalber auch die Seitenzahlen angegeben.

    Autor: Armin Haghirian

  • Sie machen offensichtlich keine oder kaum Wettbewerbe?

    1.)
    Meine Erfahrung ist, dass bereits in der 1. Stufe so viel Hirnarbeit notwendig ist, dass man in Wahrheit den Entwurf schon durcharbeiten muss, damit es auch funktioniert. Vor allem, wenn man Raumprogramme raumscharf in Grundrissen etc. darstellen muss. Nur weil kein Rendering in kein Modell gefordert ist in der 1. Stufe bedeutet das nicht, dass da für die Architekten "kaum" oder "viel weniger" Kosten entstehen. Meine Erfahrung nach ist im Schnitt eine 1.Phase mit ca. 10.000,- EUR an Kosten zu bewerten (und das ist schon sehr sportlich!) So.
    Das zur Ersten Stufe.

    Bei der 2. Stufe werden dann jedoch ca. 10 Architekturbüros zur neuerlichen und viel intensiveren Bearbeitung geholt, und weil jetzt alle schon "so weit" sind, wird verhältnismäßig hoch gepokert und viel hineingesteckt... sehr genau geplant, etc.etc. weil auch sehr viel gefordert wird. (oft inkl Kostenschätzungen etc. etc.)
    2. Stufen kosten nach Auswertungen uns selbst meiner letzten Erfahrungen mehr als 30.000,- EUR.

    In Summe kommt man so zu einer Summe, die Architekturbüros, die in die 2. Stufe kommen um die 40.000 - 60.000,- EUR.
    Ich hoffe das ist allen klar, die bei solchen Verfahren mitmachen,.

    Das gesamte Architekturhonorar, also das Ziel, der Planungsauftrag (VE, E, EINR, AUSF, KE, TOL,GOL, KOL) z.B. bei der Volksschule Neuhart beträgt sage und schreibe in Summe ca.: NUR 190.000,- EUR

    Die Vorleistung, in die Architekten durch diese 2.-stufigen Verfahren bei so kleinen Bauaufgaben getrieben werden, steht in keinen Verhältnis zum erreichbaren Auftrag mehr!!!

    2.)
    Zudem kommt, dass das Entscheidungsverhalten der Jury bei 2.Stufigen Wettbewerben erfahrungsgemäß nicht die, für eine Bauaufgabe besten Projekte, und/oder befähigsten Architekten herausfindet! Das ist der jedoch der Pseudo-Unschärfe der 1.Phase und dem Verfahren an sich geschuldet, nicht der Kompetenz der Jury, wohlgemerkt!

    3.)
    Ist es unerklärlich, warum für ein Projekt mit 2 Mio. Baukosten ein 2.stufiger Wettbewerb veranstaltet werden soll! Das ist so klein, dass es keinen Sinn macht. Für > 50 Mio. lasse ich mir das einreden.

    Autor: Anonymous

  • Die 2-Stufigkeit hat volkswirtschaftliche (und auch für die Architektengemeinschaft allgemein) Vorteile weil in Summe aller Einreichungen wohl weniger Stunden in einen Wettbewerb einfließen und nur die Projekte genauer ausgearbeitet werden, welche einen (für die Jury) verfolgenswerten Ansatz vorweisen können.
    Das ist doch gut so, oder?

    Autor: Georg Dornhofer

  • Im Sinne einer Entschärfung des Nadelöhrs Herrengasse ist die zusätzlich geplante Innenstadtstrecke sicher sehr gut. Allerdings liegt die geplante Station in der Belgiergasse 200 m von der vorhandenen Haltestelle am Südtirolerplatz entfernt. Diese neu geplante Linie läuft also unmittelbar parallel zu einer bestehenden Strecke (Herrengasse, Murgasse). Da stellt sich doch massiv die Frage warum man nicht die im STEK beschlossene Strecke über den Griesplatz baut, welche ja in weiterer Folge Richtung Reinighaus und Straßgang führen würde. Man wird das Gefühl einfach nicht los das das rechte Murufer rund um den Griesplatz stadtplanerisch bewusst vernachlässigt wird (Gries = einziger Bezirk in Graz ohne ÖVP Mehrheit bzw. ÖVP Bezirksrat)

    Autor: Burkhard Schelischansky

  • Unglaublich, vielleicht sollten die bei einem Poesiepreis mitmachen anstelle des Bauherrnpreises. Ob man so etwas in Wochenendworkshops lernen kann?
    Die Fragen sind aber ernstere: was hinterlassen wir den Generationen nach uns als Baukultur einer neuen neoliberalen Gründerzeit des beginnenden 21.Jahrhunderts? Reichen ein paar wenige gute öffentliche Bauten aus, um das Bild einer Stadt mit Innovation, Weitblick und Haltung zu formen?

    Autor: Karin Tschavgova

  • Sehr schön!
    Endlich tut sich was beim öffentlichen Verkehr. Das kann wirklich nur gut geheissen werden. Die Straßenbahnerweiterungen und die Anbindungen von Smart City und Reininghaus sind dringend notwendig.

    Einen Beigeschmack hat das Paket allerdings: Die nun geplante Innenstadtentflechtung über die Vorbeckgasse/Belgiergasse, die zwar die Herrengasse entlasten wird, aber sonst nichts leisten kann. Die eigentlich geplante, und im STEK auch beschlossene Lininenführung war über die Radezkystraße/Radezkybrücke über den Griesplatz, Postgarage und Lazerettgasse, Kärtnerstraße bis zum Südende von Reininghaus geplant. Das wäre die richtige Lösung, weil damit gleich der unterversorgte Gries bis zum Knoten Kärtnerstraße/Lazerettgürtel (Citypark, etc.) und Anbindung Don-Bosco (S-Bahn-bahnhof) eine dringend notwendige und sinnvolle Straßenbahnanbindung bekommen hätte! Und nicht zuletzt war es genau diese Linie, die im STEK geplant und vom Gemeinderat beschlossen wurde. Die nun angekündigte "Mini-Entflechtung" ist zwar weit billiger, aber am Ende ist es dennoch falsch investiertes Geld und war im STEK auch nicht vorgesehen.
    So bleibt jetzt der ganze zentrale Bezirk Gries, der zur Zeit extrem verdichtet und bebaut wird, ein großes Loch im Netz.

    Autor: Anonymous

  • Karin, du hast ja so recht.
    Bei manchen Firmen aber geht das soweit, dass bereits Geschichten in Kitschart erzählt werden.
    siehe Projekte Anna Sofia und Anna Maria in der Traungauergasse bzw.Niesenbergergasse, die eine immensen Verdichtungsschub ohne Qualität für das Stadtviertel darstellen.

    Auszug aus der Projekthomepage

    ANNA Maria
    Hi, ich bin ANNA Maria.

    Ich freue mich, Sie kennenzulernen und Ihnen etwas über mich und meine Geschichte zu erzählen.
    Ich bin die Jüngste im Familienbunde und erweitere meine Schwestern ANNA Luisa und ANNA Sophia von einem Duo zu einem Trio.

    Mein Name hat zweierlei Wuzeln: zum einen unser aller gemeinsamer erster Name ANNA, welcher von unserem Ursprung, unserem Geburtsort abstammt, denn nur unweit der Annenstraße haben unsere Erzeuger uns erschaffen. Die Annenstraße verbindet die Grazer Innenstadt mit dem Westen. Bildhaft gesehen, können Sie auf ihr in den Sonnenuntergang reiten.

    Meine Namenspatronin ist ANNA Maria, Erzherzogin von Österreich, eine echte Steirerin und engagierte Person in wohltätigen Belangen. Anna Maria erbaute 1842 das erste Kinderspital in Graz in der Klosterwiesgasse, welches später in einen Neubau in der Mozartgasse siedelte. Dem Krankenhaus wurde der Status der Kinder Universitätsklinik verliehen. Heute sind die Gemäuer ein Teil der Universität Graz.

    Ebenso wie meine Vorfahrin will ich Gutes tun und den Menschen Wohnräume bieten in denen Sie sich wohlfühlen. Mein Haus, in das ich Sie zum Wohnen einlade, erstrahlt ganz neu. Architekten und Handwerker formen mich tagtäglich zu einem Wohnhaus mit außergewöhnlichen Mietwohnungen. Diese Fachleute haben mit ihren Händen schon viele großartige Wohnungen gebaut, darum habe ich vollstes Vertrauen in sie.

    Autor: Elisabeth Kabelis-Lechner

  • Schon wieder ein 2-stufiger Wettbewerb für 8 Klassenräume?

    Autor: Anonymous

  • Die Vorgehensweise der Architektenkammer insb. des Wettbewerbsausschusses in der Steiermark, sich neuerdings bei jedem - auch noch so kleinen öffentlichen Bauvorhaben - für einen 2.Stufigen (!) Wettbewerb einzusetzen führt am Ziel eindeutig vorbei!

    Der offene Zugang grundsätzlich ist zu unterstützen, auch wenngleich jedem Architekten klar sein muss, dass es Nachweise zu erbringen gilt!

    Aber ein offener Zugang bedingt nicht automatisch, dass jeder Wettbewerb 2-stufig sein muss! Für die Teilnehmer, die in die 2.Stufe kommen (und ich erinnere, der Gewinn ist immer das Ziel!) verdoppeln oder vervielfachen sich die Kosten eines Wettbewerbsverfahren für die Teilnehmer! Gleichzeitig heißt das aber nicht, dass die 1.Stufe weniger aufwendig ist, nur weil weniger Plakate oder kein Modell abzugeben ist! Die Gedankenleistung und der Entwurfsprozess, die Funktions- und Raumordnung bleibt die gleiche und macht einen Großteil der Zeit aus, die in einen Wettbewerb investiert werden muss!

    Autor: Anonymous

  • Manche fragen sich, warum die Kolumne von Karin Tschavgova so selten kommentiert wird. Die Antwort ist einfach: Was soll man dazu denn noch sagen?

    Autor: Laukhardt

  • Auch mich erinnern die Rendering-Realitäts-Vergleiche oft an die berühmten Suchbildrätsel nach dem Motto "Das hier abgebildete Versprechen unterscheidet sich von der nebenan gebauten Realität in einigen Punkten".
    Meine Lieblingsbeispiele der letzten Zeit sind zufällig beide im Verantwortungsbereich meines Lieblingsbauträgers: Dass "Argos" Augen gerade in anderer Anordnung montiert werden, als am Foto angekündigt, mag noch als Geschmacksfrage abgetan werden.
    Dass sich die Maurer in der Leechgasse um ein ganzes Stockwerk verzählt haben (nachdem angeblich auch die Baugrube schon um ein Tiefgaragengeschoß tiefer geworden sein soll, als vorher vereinbart), hat aber sogar die Baubehörde auf den Plan gerufen, weshalb - so scheint es zumindest für den vorbei radelnden Laien - die Benützungsbewilligung noch auf sich warten und den Turm seither mit einem charmanten Schaltafeldach auf-warten lässt.
    Meine Anfrage beim nebenan residierenden Bauträger wurde mir bereits im Frühling 2015 freundlichst beantwortet. Es sei "...richtig, dass das Projekt eine funktionale Verbesserung erfährt,...", worauf ich mich beschämt zurückzog, hatte ich doch banale Gewinnmaximierung als Motiv für etwas vermutet, was sich als edles Streben nach funktionaler Verbesserung entpuppte.

    Autor: Hermann Candussi

  • warum kann in Wien ein Neubau einer Volksschule mit 21 Klassen in einem 1-stufigen realisierungswettbewerb abgehandelt werden. .. aber in Graz muss für einen 8 Klassen zubau ein 2-stufiger Wettbewerb veranstaltet werden?
    Was ist der grund dafür?

    Autor: Anonymous

  • Grundsätzlich bin ich für einen freien (oder zumindest jedem möglichem) Zugang zu Architekturwettbewerben. Aber dass ein offener Wettbewerb seit Neuestem in der Stmk. automatisch ein 2-stufiges Verfahren sein soll ist mehr als bedenklich!
    Ich bin der Meinung, dass dieses Verfahren "kein" Best-Practice-Beispiel für Architekturwettbewerbe darstellt, sondern genau das Gegenteil. 2-Stufige Verfahren für kleine und Kleinst-Bauaufgaben zu veranstalten, noch dazu über Feiertage und mit zu kurzen Bearbeitungszeiten, kann nicht gut geheißen werden!
    Ich bitte die Kammer und insb. den Wettbewerbsausschuss zukünftig noch einmal in sich zu gehen und das zukünftig massiv zu verbessern! So wie Kaindorf/Sulm ist das Ganze grenzwertig!

    Autor: Anonymous

  • Wie hat der Verfasser doch recht. Graz, die Stadt der international herausragenden Architekten, doch wo ist ihre Präsenz wenn es um die Frage der Stadtentwicklung, Stadterweiterung geht? Danke für diesen Offenen Brief.

    Autor: Roland Hartmann
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