Neueste Kommentare


  • Generell besticht das Projekt durch elegante Präsenz und von der „Stadt“ betrachtet durch eine schlanke Silhouette. - ja, stimmt, nur leider am "falschen" Platz - wer diesen Ort in Urfahr kennt, kennt auch die Skyline, die von der Sparkasse dominiert wird, in einer Hoehe, die alles Umgebene ueberragt. Der Wettbewerbssieger, das Siegerprojekt ueberragt selbst die Sparkasse und steht als Solitaer in einer momentan noch kleinteiligen urbanen Situtation.

    Wie das Sprichwort "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer" beschreibt - so ist eine Landmark eine Landmark und noch kein Garant fuer die Begegnung des - ich zitiere - "Wachstumsdruck und verfolgt eine nachhaltige Entwicklung mit stringentem Flächenmanagement und Verdichtung in bereits bebauten und infrastrukturell gut erschlossenen Stadtquartieren."

    Es ist schade, dass bei der Entscheidung nicht auf die Umgebung und das Stadtbild eingegangen wurde und einer rein vertikalen Loesung der Vorzug gegeben wurde.....

    Autor: Anonymous

  • Zart und liebevoll. Dein Privatissimum macht süchtig. Wieder einmal: Danke!

    Autor: Sigrid Binder

  • Vor kurzem war ich wieder einmal in Graz und bin entsetzt, wie diese einst schöne Stadt an allen Ecken und Enden verschandelt wird.
    Vielen Dank für diesen einfühlsamen Kommentar.

    Autor: Dr.Hafner

  • Leider wird Graz derzeit zugebaut mit diesem nichtssagenden weißen Wohnbauten (siehe auch Eggenberg, Geidorf Nord, St. Peter etc.). Wie im Artikel sehr schön beschrieben, weichen die Schaubilder meist sehr strak von der gebauten Realität ab. Es ist zu befürchten, dass sich dieser Trend aufgrund der gewünschten Verdichtung und der damit erzielbaren Gewinne auch in Geidorf und eben St. Peter weiter fortsetzen wird. Das Grün der alten Villenviertel, aber auch der Gründerzeitgebiete wird somit leider sukzessive Verschwinden.

    Autor: KG

  • Liebe Karin! Du hättest doch ins Bauamts-Gebäude gehen sollen. Denn dort finden sich sicher die Studien oder Konzepte oder gar Entwürfe für die Gestaltung der Achse Stadtpark - Karmeliterplatz (den Begriff "Pfauengarten" verwende ich nicht mehr, weil er nur mehr historisch ist). Hier geht es ja um eine Neugestaltung des ehemaligen Stadtgraben-Bereiches, um einen vom Bauherrn des dortigen Neubaus mitfinanzierten Kinderspielplatz an der Stelle des ehemaligen Verkehrskindergartens - und um den Übergang in Richtung Stadt. Erste Vorschläge zur Sichtbarmachung der damals freigelegten Stadtmauer samt Kanonenscharten stammen von mir, als ich noch in der ASVK tätig war (2203). Das Entgegenkommen des Bauherrn gegenüber meinen Vorschlägen hat es ermöglicht, die Fehlplanung der Stadt zu korrigieren und diese Sehenswürdigkeit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Aber der Zugang zum "Loch" in der Stadtmauer ist eine für die Stadt wohl zu komplexe Aufgaben und bedarf gründlicher Vorbereitung (man faselte auch schon von "Kriegsrelikten" unter der Böschung, was ich als Zeitzeuge zurückweise). Das alles kann nicht in ein paar Jahren bewältigt werden´und benötigt jedenfalls zunächst einmal gründliches Abliegen - in einer Schreibtischlade. Und, wer weiß, ob überhaupt schon feststeht, wer zuständig ist? Ich hörte von einem Namen, aber ob es die Dame/den Herrn wirklich gibt? Vielleicht handelt es sich um einen Decknamen für Projekte, die nie fertig werden.

    Autor: Laukhardt

  • Sie haben mit Ihren beiden Beiträgen so recht. Statt Städteplanung gibt es Eierspeise,( alles ist überall) und eine Kanalgitterachitektur auf Stelzen. Alles hergerichtet für Immobilienentwickler, sprich Abzocker. Sollte Moritz Ritter von Franck, Joseph Wastler und Martin Ritter von Kink, die Gründerväter der Gartenstadt Graz,noch einmal durch Graz wandern können, würden sie sich mit Grauen von hier abwenden.

    Autor: 5 nach 12

  • die allgegenwärtige, prototypisch-einfallslose Wohnsiedlung mit ihrem Laubengang, EG-Klofensterfassade direkt neben dem Gehsteig und großzügigen Parkplätzen, die in Graz an jeder inzwischen verstopften Einfallstraße aus dem Boden sprießt. Diese Siedlungsbauten, die sich schon in den zersiedelten Grazer Umlandgemeinden nicht in die Dörfer, Äcker und Flure einfügen können - sondern oft zwischen Logistikhallen, Einfamilienhausteppiche und kreisverkehrserschlossene Fachmarktzentren zwängen - sind erst recht in einer dichteren Umgebung fehl am Platz. Städtisches Wohnen bedeutet halt auch schon auf programmatischer Ebene eine Funktionsdurchmischung, Moderation und Einbindung vieler Interessen bei Wohnungsgrößen und Verkehrsanbindung, ein Einpassen und Aufwerten des Umfelds, gestaffelte Übergänge vom privaten zum öffentlichen Außenbereich, nutzungsoffene Zonen, gemeinschaftliche Grünräume etc, alles Dinge, die sich vermeintlich nicht verwerten lassen, aber den Gesamtwert erhöhen.
    Und meine Theorie is es auch net, dass es eine Gesättigtheit is, eher ein „Gefallen-Wollen“ oder Ängste, um im Durchsetzungskampf in der Masse von Planern möglichst gefällig den Geldgebern die Dienstleistungen zu geben. In der Masse von Planern, in der es zu wenig Solidarität gibt, wird die Haltung nicht überraschend schon vor der Auftragserteilung aufgegeben.

    Autor: Wolfgang Timmer

  • Danke für den Artikel, für mich ein herausragender Aufruf in der guten Reihe der „Aber Hallos“.
    Selbst für LiebhaberInnen von schrägen Darbietungen war die Unverfrorenheit bei der Vorstellung des Regierungsprogramms für Graz 2020 erstaunlich.
    Anfangs ist das Bemühen noch groß, über den schrittweisen Verlust von kultureller „Eleganz“ hinwegzusehen, aber es fällt net leicht, des deplatzierte Verunglimpfen vorheriger Regierungspartner zu ignorieren, das wohl mehr über die Fähigkeit der Zusammenarbeit aussagt, als über die Leistung der vorherigen Partner.
    Oder den Worten zu glauben, dass ein Rotationsprinzip oder „Change Management“ der Ressortumverteilung zugrunde liegt, wenn danach zB. beim Ressort der Stadtentwicklung über eine Kompetenzumschichtung offensichtlich nicht nachgedacht wurde. Bei den Grazer Wachstumsraten und der Attraktivität des Ressorts spart man sich einfach eine Evaluierung über die Performance des Ressorts.
    Vielleicht hat der Bürgermeister aber den Widerspruch selbst gespürt, als er im darauf folgenden Satz die unter seiner Ägide gebaute Vielzahl von Wohnungen lobt. Nur bedeutet die Menge leider nicht, dass eine Qualität vorhanden wäre und die Misere eines Großteils der in Graz tatsächlich gebauten Wohnungsbauten bestreitet ja hoffentlich niemand. Die Chance aus dem Wachstum einer Stadt mit großem architektonischem Erbe, behutsam eine zeitgemäße, nachhaltige städtebauliche Entwicklung und Qualität auszubilden, scheint in Graz seit den letzten zwei Jahrzehnten längerfristig vertan. Masse ist hier nicht Qualität, halt nur Geschäft. Dann verwunderts net, dass Graz zwar die Stadt mit der höchsten Architektendichte Europas ist, aber sogar diese Zahl von der Anzahl der Bauträgern übertroffen wird.
    Neben der politischen Kultur, hat auch die Planungskultur momentan keinen guten Stand. Und die schwierigste Disziplin, das Städtebauhandwerk - welches gemeinschaftliche Interessen vertritt, die eben über die Belange des Einzelnen in unserer so individualisierten Gesellschaft hinausgehen – ist bei den meisten Projekten nicht erkennbar.

    Autor: Wolfgang Timmer

  • Ihr Artikel, Frau Tschavgova, trifft den Nagel auf den Kopf. Man hätte das nicht besser formulieren können, scharfsinnig und 100ig zutreffend. Ich kann Ihnen gratulieren. Den Verantwortlichen für das Grazer Desaster gehört die rote Karte, denn es ist untragbar, dass man in einem Teil von Österreich, derartige Baugesetze hat und dass man sich über RLB , 4.0 STEK etc hinwegsetzt. Ein einmaliger Vorgang, der seitens der Volksanwaltschaft einmal geprüft gehört. Wo sind wir gelandet im alten Rumänien oder der UdSSR? Nachbarrechte, Demokratie, Einhaltung der Gesetze und Verordnungen, alles willkürlich. Nein Danke zu diesen Zuständen. Der Tag wird kommen, wo man den gierigen Leuten sagen wird können, "Reich ist nicht der, der viel hat, sonder wenig braucht -ich ergänze noch - und verbraucht", frei nach Peter Rosegger. Mit lieben Grüssen "5 nach 12"

    Autor: 5 nach 12

  • In einem Gespräch mit einem kompetenten Beobachter des Grazer Baugeschehens mussten wir feststellen, dass derzeit so gut wie alles schief läuft. Es beginnt bei untauglichen Gesetzen wie der Stmk. Bauordnung, die als einzige in Österreich Laubengänge und offene Parkplätze nicht in die Baudichte rechnet. Und in der der §§ 43 (Bedeutung des Straßen-, Orts- und Landschaftsbilds) zu "totem Recht" geworden ist. Dann folgen: fehlendes oder mangels Verordnungscharakter wirkungsloses Räumliches Leitbild, investorenorientierte Flächenwidmungspläne und Bebauungspläne. Fehlende Vorschriften zur Einschränkung der Bodenversiegelung führen regelmäßig zu großflächiger Grünraum-Vernichtung, der die Stadt nur Alibi-Handlungen (Vorbehaltsflächen) entgegenstellt. Nicht zu vergessen: fehlende Evaluierung der Altstadt-Schutzzonen, Schwächung des Denkmalschutzes, keine Beachtung der Welterbe-Bestimmungen (ein Beispiel: Girardihaus). Bei den Bauverfahren selbst werden städtebauliche Gutachten der Stadtplanung vorgelegt, bei denen einem die Haare zu Berge stehen. Sogar besondere Schutzpläne für Villenviertel (Schubertstraße) finden keine Beachtung. Schließlich ist die Baubehörde nicht in der Lage - oder nicht willens, ihrer Verpflichtung zur Beurteilung der Sachlage nachzukommen; wie auch, wenn hier in erster Linie juristisch gewertet wird? Wenn dann Nachbarn mit Einwendungen kommen, wird das in der Regel als nicht zulässig zurückgewiesen. Berufungen gehen letztlich überwiegend auch ins Leere. All das zeichnet nicht das Bild einer demokratischen Baugesinnung!

    Autor: Laukhardt

  • Mir haben Sie aus der Seele gesprochen, liebe Frau DI Tschavgova. Es gibt nichts mehr zu ergänzen. Ich hoffe nur, dass die vernünftigen Grazer nicht den Mut verlieren und selbst kreativ bleiben.
    Alles Gute wünscht Gertraud Prügger

    Autor: Gertraud Prügger

  • es freut mich, daß ihr mit einem so mutigen projekt gewonnen habt.
    ich hätte niemals gewagt, bei einem umbauprojekt einen neubau abzugeben.
    dieser mut verdient belohnung und die habt ihr offensichtlich bekommen.
    bei der "überarbeitung unter jurybegleitung" werdet ihr das projekt sicher noch kostenmäßig optimieren können. ich freue mich schon auf den baubeginn.

    alles gute
    gerald hirsch

    Autor: gerald hirsch - architekt

  • sehr geehrte Frau Knees,
    Es ist ein wichtiges Problem, wenn im Investorenwohnbau keine Freiraumqualitäten geschaffen werden. Diese Sandkiste der Golden skin ist einfach widerlich.
    Und muss jeder Filmkritiker, jede Filmkritikerin, jeder Literaturkritiker, jede Literaturkritikerin ihrer Meinung nach auch gleich einen besseren Film machen, ein besseres Buch schreiben, damit Kritik erlaubt ist?

    Autor: Elisabeth Lechner

  • Sehr geehrte Frau Lechner,

    In gewisser Weise kann ich "Herrn" (Kann auch eine Frau geschrieben haben) Anonymus schon verstehen.
    Ich meine dies nicht in Bezug auf Ihre Architektur, sondern bezüglich der Kritik, dass Architekten, Ihre Kollegen (bzw. Bauträger), öffentlich im GAT Forum als mangelhaft bewerten.
    Meiner Meinung nach ist es nicht der richtige Weg über Kollegen zu urteilen, sondern Konzepte, Visionen und neue Ideen aufzuzeigen.
    Architekten sollen nicht zu permanenten Nörglern mutieren sondern sich mit wirklich wichtigen Problemen auseinandersetzen.

    LG Marieke

    Autor: marieke knees

  • wie ich diese feige Art anonym zu kommentieren nicht mag.
    Aber sehr geehrter Herr Anonymus, da Sie offensichtlich meine Werke reflektierenswert finden und mir unterstellen, dass ich dies nicht ausreichend mache und mir somit absprechen, Kritik an anderen Bauten zu üben, lade ich Sie herzlich ein doch ein reflektiertes Minus über eines meiner von mir nicht ausreichend reflektierten Werke zu schreiben. Ich freue mich über echte Kritik.

    Autor: Elisabeth Lechner

  • Diejenigen, die anderer Architektur so kritisieren....
    ..sollten vorher einmal ihre eigenen Werke reflektieren!

    Autor: Anonymous

  • dann wirds wohl zeit hier den sogenannten schulterschluss mit allen betroffenen zu suchen und auf die strasse zu gehen.
    würde mir wünschen, im dienste der transparenz, zu erfahren wer im ministerium lässt sich diese art von gestztesnovellierung einfallen - welche politischen kräfte arbeiten hier ?

    Autor: feyferlik

  • s.g. Damen und Herren,
    ich bin durch Zufall auf ihre wunderbare Rubrik gestossen...
    und würde mir wünschen,
    dass es selbige breiter gefächert in ganz Österreich geben könnte,
    dass positive/negative Beispiele Platz für Diskussionen und Verbesserungen bieten;
    (ähnlich der goldenen Himbeere ;)
    weiter so.. !
    und beste grüsse aus innsbruck

    t

    Autor: thomas thaler

  • In der Gegend von Graz nimmt die Stadtplanung schon lange keine planerische Funktion mehr wahr. Wo war hier der Gestaltungsbeirat, ach ja, wahrscheinlich war das Projekt gerade zu klein.

    Autor: feyferlik
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