Neueste Kommentare


  • ...mit meinem Kommentar befürworte ich den Kraftwerksbau keineswegs, die Argumente dagegen hab ich schon verstanden. Ich fahre ja recht oft über die Murbrücke in Kalsdorf (mit dem guten alten Drahtesel) und da erahnt man, wie lange es dauern wird, bis wieder Grün nachkommt. Außerdem ist alles deshalb so trostlos dort, weil das Flussbett begradigt wurde und die Mur kein Leben mehr hat. So mache ich mir keine Hoffnungen, dass es in Graz anders sein wird und ob ich dort in meinem Leben noch jemals einen Auwald sehen werde, bezweifle ich....In meinem Heimatdorf wird gerade mein Badeplatz seit Kindheitstagen durch ein hässliches Kraftwerk zerstört, ich bin zerstört. Trotzdem: Ist es legitim sich dagegen aufzulehnen, wenn man selbst für allen möglichen Komfort viel zu viel Strom verbraucht? Und welche sauberen Lösungen gibt es wirklich, außer zu einzusparen und sich zu bescheiden? Nenn mir ein Beispiel, mir fällt nämlich keines ein....

    Autor: Michaela Wambacher

  • Dass jeder und jede einzelne auch etwas dafür tun muss, um Strom zu sparen, ist den Murkraftwerksgegnern und -gegenerinnen bewusst, liebe Michi. Da bin ich mir sicher. Ganz abgesehen davon gibt es in der Zeit außer im Winter genügend Strom, nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa wird der hin- und hergeschoben. In lange extrem kalten Wintern haben wir in Europa ein Problem mit der flächendeckenden Versorgung, sagt uns die Energieagentur am beispiel des heurigen Jänner. Nur da, in so einer Situation, würde das Murkraftwerk auch nicht beitragen gegen die Stromknappheit, weil im Winter wenig Wasser und daher nur Strom für geschätzte 6000 Haushalte, sagen Experten. Dafür aber so viel Grün in einer Stadt zu opfern, die jeden Baum dringend bräuchte, um das Feinstaubproblem ein wenig zu reduzieren, das ist nicht nur Barbarei, sondern auch total unvernünftig und unverantwortlich. Mein letztes Argument: schau dir die Sauerei an den Murufern ab Höhe Seifenfabrik nach Süden einmal an, und wenn Du da nicht zum Heulen kommst, dann ruf mich an. Ich kann dir noch viele weitere Argumente gegen den Kraftwerksbau innerhalb der Stadt liefern, auch solche, die mit einem Demokratieverständnis und mit der Einhaltung von Beschlüssen zu tun haben, zu denen sich die Stadt im Gemeinderat mit Mehrheitsbeschluss einst verpflichtet hat - zum Beispiel der zum Grünraum, bei dem das grüne Band an den Murufern als schützenswertes hohes Gut eingestuft und festgelegt wurde.

    Autor: Karin Tschavgova

  • Bei allem Respekt für den Einsatz der Murkraftwerksgegner, möchte ich folgendes zu bedenken geben, was nie (auch nicht von den Grünen) thematisiert wird: unser Energiehunger (auch der der Grünen und Kraftwerksgegner) steigt beständig an, durch e-Bikes, Mobiltelefone, Computer(-netzwerke), und Elektroautos, die mehr werden (und die ich aufgrund der Produktion und wegen der Batterien gar nicht nachhaltig finde, ebenso wie Photovoltaikanlagen!), uvm... Woher kommt der Strom dafür, ach ja, aus der Steckdose. Keiner möchte zurückstecken (interessantes Wortspiel), obwohl die Reduktion jedes Einzelnen auf das Wesentliche wohl die effektivste Energiesparvariante wäre. Ich bin eine hoffnungslose Sozial-Romatikerin? Ja, eh!

    Autor: Michaela Wambacher

  • RCR Arquitectes plant derzeit in Klosterneuburg eine Fußgängerbrücke über die Bundesstraße 14. Diese Brücke wird den Campus von IST Austria mit dem neuen Technopark in Maria Gugging verbinden. 2016 hat das Architekturbüro nach einer einstimmigen Juryentscheidung den vom Land Niederösterreich dafür ausgeschriebenen Architekturwettbewerb gewonnen.

    Autor: Petra Kickenweitz

  • Guten Tag

    Was ist dem Baum passiert. Er ist weg !
    Zuerst war er nur gestutzt. (Ziemlich grausam sogar)

    Wäre für eine Info dankbar
    LG Dr Wolfgang Gspandl

    Autor: Anonymous

  • aus 101 eingelangten Interessentenmeldungen wurden folgende TeilnehmerInnen gelost:

    Architektin Dipl.-Ing. Ulrike Wallnöfer, Graz
    RÖTHL Architektur ZT GmbH, Leoben
    Architekt Dipl.-Ing. Ulf Leitner, Graz
    Architekten URH ZT GmbH, Sittersdorf
    Architekt Dipl.-Ing. Edgar Hammerl, Graz
    Architekt Dott. Antonio Rizzo, Velden
    Architekt Dipl.-Ing. Hermann Buhrandt, Wolfsberg
    Architekt Dipl.-Ing. Hubert Wolfschwenger, Graz

    Autor: Anonymous

  • Offensichtlich gibt es auch Angst vor Diskurs zum Thema Murkraftwerk bei den Gat- LeserInnen. Schade, das diesesThema planenden, gestaltenden Menschen so wurscht ist.
    Aber dafür dürfen wir über die Architektur des Abschieds - Sterbehilfe und Freitod lesen. Was hat dieser Beitrag in einem Architekturforum verloren?

    Autor: Elisabeth Kabelis-Lechner

  • offiziell ist es doch verdächtig ruhig, offensichtlich will man es einfach aussitzen. warum werden die fakten nicht einfach klar auf den tisch gelegt, warum wird eine negative umweltverträglichkeitsprüfung solange gebogen bis es passt. An sich sollte ich mich als bürger dieses staates auf ein bundesgesetz und ihr vollzugsorgan verlassen können. Ätsch, geht nicht, die politik kann hier offensichtlich an der schraube drehen. Sicherst sich hier ein scheidender politiker einen aufsichtsposten. Wovor hat man angst einen ehrlichen inhaltlichen diskurs zu führen. Ruderer an der mur kann doch nicht ernsthaft ein pro argument sein. Wirtschaftlich scheint es keiner diskussion ernsthaft stand zu halten. Dieser jänner hat doch eindeutig gezeigt, dass es in diesem monat keinen strom aus diesem kraftwerk zur staubreduzierung gegeben hätte. Wer hat hier seinen säckel ganz weit aufmachen dürfen ?

    Autor: feyferlik

  • Wer trägt die politische Verantwortung für die Vernichtung von hochwertiger Au- ähnlicher Fläche im Ausmaß von mehr als 8 Ha die unter Wasser kommen sollen, die rechtlich äußerst umstrittene Verweigerung einer Volksbefragung wo es doch um massive Beeinträchtigung der Grazer geht (finanziell und hinsichtlich Feinstaubbelastung) , die andauernde Nichteinhaltung von bescheideten Auflagen im Zusammenhang mit geschützten Tierarten? Dies alles und noch mehr zeigt für mich das Fehlverhalten der Entscheidungsträger, Bauwerber und Bauausführenden. Genauso wie die in Summe € 100 Mio (samt Revision der Kläranlage, Ufer- und Freiraumgestaltung, Speicherkanal....) die sich Graz nicht wirklich leisten kann. Sind doch bereits 2019 für den Zinsendienst bereits bestehender Darlehen neue Kredite aufzunehmen (wohlgemerkt nicht zur Rückzahlung der endfälligen Darlehen , sondern nur der Zinsen). Und die angeblich so miese Mischkanalisation (die Mur ist ausgewiesenerweise keine Sanierungsfall - solange sie fließt) wäre und ist immerhin durch die Baureferenten sukzessive abstellbar (gewesen), wenn diese ihren baurechtlichen Auftrag bei jeder "Großen Sanierung" ernster nehmen würden und den Stand der Technik von den Investoren einfordern würden. Dezentrale Rückhaltung von Regenwässern allein wäre kein allzu großer Auftrag innerhalb der Stadtgrenzen und ohne Speicherkanal möglich, zukünftig im Sinne der Klimawandelanpassung einer Stadt auch ungemein wichtig- auch wenn solche dezentrale Rückhaltungen in Summe noch teurer sind, aber eben nicht von der öffentlichen Hand, sondern den Investoren zu tragen wären. Internationale Beispiele zeigen auch Möglichkeiten Entwässerung von Straßen nicht über Kanäle zu führen. Und dann gebe es noch Möglichkeiten der dezentralen Vorklärung einiger Mischwasserentlastungen. Bemerkung am Rande- vom antiquierten System der Mischwasserentlastungen sind in großem Maße auch die Grazer Bäche betroffen. Ihr Zustand wird- anders als der der Mur - von der EU kritisch gesehen. Ihnen würde die Verlängerung des zentralen Speicherkanals nicht helfen.

    Autor: Fokus

  • Was mich grad an vielen Diskussionen und Artikeln verwundert, ist die Tatsache, dass tatsaechlich einige geglaubt haben, dass ein Kraftwerksbau samt dem Bau des Speicherkanals in einer Stadt
    a) nicht viel veraendert
    b) durch die Bautaetigkeit keine negativen Folgen verursacht - in Bezug auf die, das Kraftwerk umgebenden Gruenraeume und deren Bewohner
    c) nur positive Auswirkungen hat

    Bauvorhaben in dieser Groessenordnung benoetigen Zeit, Platz und veraendern die Umgebung nachhaltig. Ersatzpflanzungen koennen erst nach Abschluss der Bauarbeiten gemacht werden, die Natur benoetigt auch Zeit, um sich von diesen Eingriffen zu erholen. Die Tierwelt wird sich veraendern, denn der Zustand vor der Rodung wird nicht mehr herstellbar sein.

    Ueber die Sinnhaftigkeit des Kraftwerkbaus moechte ich kein Wort verliere, da sprechen die Daten fuer sich. Der Speicherkanalbau ist leider laengst ueberfaellig, da der Grossteil der Grazer Abwasserkanaele noch aus Mischkanaelen besteht (Regen- und Abwasser werden gemeinsam gefuehrt) und bei Starkregen eine ueble Bruehe in die Mur transportiert wird...

    um den vorigen Poster zu zitieren: der Albtraum hat grad erst begonnen und hinsichtlich der Feinstaubbilanz 2017 verheisst die Gruenraumreduktion im Stadtgebiet nichts Gutes!

    Autor: MS

  • Zitat aus dem Genehmigungsbescheid:

    "Durch die Errichtung der Kraftwerksbauten und dazugehöriger Begleitdämme im
    Rückstaubereich und durch den Aufstau der Mur kommt es zu einer dauerhaften Rodung der nördlich der Puntigamer Brücke liegenden Ufergehölzstreifen im Ausmaß von 3,73 ha, wobei 2,65 ha unmittelbar mit Baubeginn gerodet werden. Die übrigen 1,08 ha werden erst im Zuge des Einstaus (ca. 3 Jahre nach Baubeginn) entfernt."

    Diese Flächen beziehen sich auf das Kraftwerksprojekt. Werden für den Bau des Speicherkanals, der von der Kläranlage Gössendorf entlang der Mur bis zur Radetzkybrücke verläuft, zusätzlich Bäume gerodet?

    Ein Alptraum für Graz.....

    Autor: S.W.

  • Bevor man jemanden unlautere Machenschaften unterstellt sollte wenigstens eine oberflächliche Recherche erfolgen. Die Regionalmanagement Gesellschaften sind Einrichtungen auf Basis des Raumordnungsgesetzes und im Besitz der Öffentlichen Hand. Die Vorsitzenden des Regionalverbandes sind dann eben auch die jeweiligen Bürgermeister. Mit solch nebulosen Verschwörungstheorien ist wirklich niemandem gedient.
    http://www.zentralraum-stmk.at/ueber-uns/

    Autor: Anonymous

  • Die Quelle dieser Information sei noch genannt (und bedankt)
    http://www.wir-bürger.at/wir-decken-auf-die-firmen-des-siegfried-nagl/

    Autor: Karin Tschavgova

  • Ja, es ist (offensichtlich) mühsam, sich gründlich zu informieren, und "hinter die Zeilen zu blicken" zB. in Bezug auf das Murkraftwerk die Werbeinfos der Energie Steiermark oder die Artikel in der Kleinen Zeitung zu hinterfragen. heute gibt es ein gutes Beispiel dafür, wenn Nagl in der Kleinen in einem 2-seitigen Interview seinen Erfolg gleich selbst analysiert. Und dabei als einen Grund erklärt, dass man als Politiker eben eine Meinung haben und dahinter stehen muss. Er erklärt das am Beispiel Murkraftwerk, wo er seit 15 Jahren gesagt habe, dass er das will.
    Dazu eine APA-Meldung vom 02.01.2009 (!!) Titel: Nagl kritisiert neue Kraftwerkskette
    "Deutliche Skepsis an vier Laufkraftwerken an der Mur südlich und nördlich der steirischen Landeshauptstadt hat der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (V) erkennen lassen. Nagl formulierte am Silvestertag Kritik an der Energiepolitik und stellte das Thema "Energie" und "Zeit" als seine politischen Leitmotive für die kommenden Jahre vor.
    Nagl ging mit der derzeitigen Energiepolitik in Land und Bund hart ins Gericht: "In Österreich und der Steiermark gibt es keine Energiepolitik mehr, sondern nur ein Energiemanagement". Statt in nachhaltige Energie zu investieren, "wird nur überlegt, wo man neue Kraftwerke hinbauen könnte, um Geld zu verdienen" - "vier plant die Stromtochter der Energie Steiermark SSG gemeinsam mit dem Verbund in und um Graz."
    Als ich das gelesen habe, war die Frage: Wendehals? Wenn ja, warum?
    Seit November 2016 ist im Firmenbuch die Grazer Immobilienfirma SA (!) Immobilien gelistet (Siegfried und Andrea) mit Andrea Nagl als Geschäftsführerin und Firma Klammerth als Gesellschafter.
    Ein Schelm, wer Böses vermutet? Der Bürgermeister und oberster Baureferent gründet eine Immobilienfirma. Zumindest interessant, oder? Nun bin ich als Fachjournalistin nicht berufen, solche Dinge aufzuklären, aber ich hoffe, dass der Falter bald auf das Thema Murkraftwerk setzt und seine sonst so gründliche investigative Arbeit auch dabei zeigt.

    Autor: Karin Tschavgova

  • danke dir Karin, dass du in Gat über diese Grauslichkeiten und undemoktratischen Vorgangsweisen an der Mur berichtest. leider scheint das nicht viele KollegInnen zu interessieren, bzw. mangelt es an Zivilcourage, ansonsten müsste es viele Kommentare dazu geben. Schließlich ist das unsere Stadt, die da verunstaltet wird. Danke daher auch an Wolfgang Feyferlik.

    Damit es nicht noch schlimmer wird und Eustacchio Wohnungsstadtrat wird, der Aufrauf an die LeserInnen von GAT diese Petition zu unterschreiben.

    https://www.openpetition.eu/petition/online/elke-kahr-muss-grazer-wohnun...

    .

    Autor: Elisabeth Lechner

  • Auf zwei Kilometer Länge in zwei Tagen 8000 große bis sehr große Bäume (über 1 m Durchmesser) umgerissen mit dem Harvester - geschehen an beiden Murufern seit dem Tag 1 nach der Wahl.
    Es stimmt, auch das Fällen EINES Baumes in der Feinstaubhauptstadt Graz ist zu hinterfragen, aber die Relation zu dem Baummassaker, das jetzt von der Energie Steiermark mit Genehmigung und auf Wunsch des Bürgermeisters gerade angerichtet wurde, darf nicht aus dem Auge verloren werden. Man kann sich das anschauen an den Ufern südlich des Puchstegs - es ist zum Heulen und macht unbeschreibbar wütend.

    Autor: Karin Tschavgova

  • irgend wie muss ein land auch einen Juror stellen,stsatistisch könnte man das so sehen.

    ein aber doch verwunderliches übersehen, dsss gyant amber hier nicht gelistet ist !!!! -

    3 belgien
    2 DE-J
    3 DK
    3 ES
    3 FI-J
    3 FR-J
    2 IE
    1 IT
    1 LT
    3 NL
    3 NO
    1 PL-J
    4 PT-J
    1 RO
    1 SE
    2 TR-J
    4 UK-J

    Autor: Anonymous

  • ja herr bürgermeister, was dürfen wir von dem stehsatz nach der wahl "ich werde mit dem vertrauensvorschuss verantwortlich umgehen" nun halten. mit der angst vor dem blauen gespenst kurz vor der wahl noch einmal hausieren gegangen um dann genau dieses gespenst ans tageslicht zu holen. sie waren noch nie ein verlässlicher koalitionspartner und noch nie ein verlässlicher bürgermeister mit handschlagqualität. eine eindeutige mehrheit würde das zwar etwas differenzierter sehen, aber das interessiert sie nicht.

    Autor: feyferlik
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