Neueste Kommentare


  • Irgendwie verstehe ich an diesem Artikel etwas nicht ganz:

    "Verdichtung nach innen ist die Richtung, die im neuen Leitbild und dem Flächenwidmungsplan im Zentrum aller Maßnahmen steht.", heißt es in dem Bericht von Emil Gruber über das auf der Smart City Konferenz vorgestellte Stadtentwicklungsleitbild und dann wird im gleichen Atemzug das GREENFIELD (!) Projekt Reininghausgründe als Beispiel dafür angeführt?

    Ein Areal wo man

    - den öffentlichen Verkehr, Kanal-, Strom-, Wasser-, Fernwärme-, Telekommunikationsinfrastruktur erst hinführen muss
    - ein öffentliches Wegenetz erst bauen und dann erhalten muss.
    - soziale Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Kultureinrichtungen erst neu aus dem Boden stampfen muss
    - einen geeigneten Mix aus Nahversorgung, Ärzteinfrastruktur, persönlichen Dienstleistungen etc. erst künstlich hochziehen muss (wenn es denn gelingt).
    etc.

    Während all diese Dinge in den zentraleren Stadtbezirken (ohne nennenserte Neuinvestitionskosten!) bereits vorhanden sind und wo man wohl um einen Bruchteil an öffentlichen Investitionen, einfach in dem man Nachverdichtungs- und Sanierungsanreize schafft und dort den öffentlichen Raum aufwertet, wohl ähnlich viel zusätzlichen Wohnraum schaffen könnte. Wenn Wohnraum tatsächlich das Argument sein sollte.

    Autor: Hansjürgen Schmölzer

  • Ich danke der KPÖ, dass sie diese Forderung der AktivbürgerInnen aufgenommen hat. Ein besonderer Dank gebührt aber dem unermüdlichen Engagement von Peter Lauckhardt und Martin Brunner, die sich seit langem intensiv darum bemühen, dass schutzwürdige Gebäude, die nicht aufgrund von Denkmalschutz geschützt sind, dennoch Schutz bekommen und daher in einem Schutzkataster aufgenommen werden sollten. Sie dokumentieren diese GEbäude auf der internetseite graz.erbe.at
    Es gibt viele Gebäude, die von Abbruch gefährdet sind, da man an deren Stelle dann mehr Baudichte und auch mehr Gewinn für Investoren lukreieren könnte.
    Ich denke da unter anderem auch an das einzige noch in der inneren Stadt bestehende Mühlengebäude, die Rösselmühle. Diese ist ein Industriedenkmal und sollte unbedingt geschützt werden, das bedeutet nicht, dass man diese seit über einem Jahr still gelegte Mühle nicht anderwertig nutzen kann, z. B. zu Wohnungen oder Ateliers bzw. auch einem kleinen Museum ausbauen könnte. Es bedeutet, dass die Erinnerung, an solche Gebäude und deren Bedeutung für den Stadtteil, die Stadt bestehen bleibt. Es bedeutet aber auch, dass die Stadt ein interessantes Erscheinungsbild bewahren kann.Für eventuelle Umnutzungen, Adaptierungen sind kluge, einfühlsame architektonische Konzepte gefragt. Die Altstadt hat deshalb ihren Charme und ihre Atrraktivität, weil hier durch das Altstatdterhaltungsetz Gebäude und Straßenbilder geschützt wurden.
    Mit diesem Beschluss für einen Schutzkataster ist zu hoffen, das die Idee mit dem historischen Erbe behutsam umzugehen, auch auf andere Stadtteile bzw. Einzelgebäude angewandt wird. Nun liegt es an den zuständigen Ämtern, diesen Schutzkataster auch raschest umzusetzten.
    Besuchen Sie die Seite
    http://www.grazerbe.at/Schutz-Kataster

    Autor: Elisabeth Lechner

  • Vielen Dank fuer die Anregung und ich werde diese gerne aufgreifen!

    Autor: Marion

  • Liebe Karin,

    natuerlich habe ich sofort auf Deinen Leserinnenbrief reagiert und Dinge beantwortet, die noch offen waren:
    (Zitatanfang) "Übrigens: im Resumee einer Tagung wär’s schön, wenn manerfahren könnte, kurz erwähnt, wer die Eingeladenen waren und in welcher Funktion sie referierten und diskutierten." (Zitatende)

    Zu Deiner Bitte der Wiedergabe von Vortrags- und Diskussionsinhalten moechte ich bemerken, dass eine genaue Wiedergabe / sprich: Nacherzaehlung / nicht das Thema des Artikels war und leider auch dessen Umfang gesprengt haette. Es geht hier im Wesentlichen um eine Zusammenfassung der Tagungsthemen und es koennen in diesem Rahmen nicht alle Beitraege in aller Ausfuehrlichkeit behandelt werden, da, wie Du selbst aus eigener Erfahrung weisst, gewisse Rahmenbedingungen eingehalten werden muessen.

    Den Unterschied zwischen Guides und VermittlerInnen und die jeweiligen Aufgaben der beiden Gruppen muss ich Dir doch nicht erklaeren, bzw. erklaerst Du diesen selbst im 5. Absatz Deines Leserbriefes. Den Rest Deiner Frage beantwortest Du auch selbst - eben dass es bei der Wahl der Sprache auf die jeweilige Vermittlungsaufgabe, auf die jeweilige Zielgruppe, usw. ankommt und somit die Art und Sprache der Vermittlung nicht verallgemeinert werden kann. Wie Du auch selbst schreibst, gibt es die unterschiedlichsten Angebote und somit auch Nachfragen an Vermittlungsprogrammen, die teilweise auch individuell vorbereitet werden. (ist eine sinngemaesse Wiedergabe und kein Zitat)

    Exkursionen sind befruchtend und lassen die Moeglichkeit zu, andere Vermittlungstechniken und VermittlerInnen kennenzulernen, somit auch zu reflektieren und in die eigene Arbeit einfliessen zu lassen.

    Zur Erinnerung: ExpertInnen sind Personen, die sich intensiv mit einer/ oder mehreren Dingen auseinandersetzen - theoretisch oder praktisch oder kombiniert - wenn es, wie Du meinst, immer die selben Personen sind, legt dies den Verdacht nahe, dass diese sich besonders intensiv mit der Vermittlung auseinandersetzen und aus diesem Grund auch gerne gesehene ReferentInnen sind, da sie aufgrund ihrer intensiven Auseinandersetzung auch immer neue Erkenntnisse bieten und diese zur Diskussion stellen. Forschung im Bereich der Architekturvermittlung stellt leider noch immer ein Desiderat dar, dabei sollten wir alle uns neben der Praktik auch intensiv mit der Vermittlungstheorie auseinandersetzen, was auch bedeutet, dass wir in einen intensiven Diskurs eintreten sollten. Da moechte ich auch gerne auf den Vortrag von Stephanie Reiterer, der am 19.05.2016 als Kooperationsprojekt des Architekturforums Oberoestereich und der Kunstuni Linz im afo stattfinden wird, hinweisen, wo es unter anderem auch um die Schliessung dieser Luecke geht: http://www.afo.at/event.php?item=9584

    Was bedeutet eine demokratische Auseinandersetzung? Das bedeutet nichts weniger als auch andere Meinungen und Interpretationen zuzulassen und diese fair und respektvoll miteinander zu diskutieren - dies sollte in allen Belangen moeglich sein, daher auch in Bezug auf die Auseinandersetzung mit Gebaeuden.

    Und liebe Karin, manchmal irrst auch Du!
    Schoenen Gruss und einen schoenen Sonntagabend wuensch ich Dir,
    Marion

    Autor: Marion

  • Da wird wieder einmal versucht, der Bevölkerung auf diffusem Wege ein Stück Lebensqualität (den freien Durchgang auf der Seepromenade) zu nehmen, und dann alteriert man sich hierorts über Satteldächer!
    Themenverfehlung, setzen 5!

    Autor: KG Reingruber

  • Alle verfügbaren Zimmer sind von Kindern besetzt. Ich schlaf seit Jahren im Wohnzimmer. Mein bescheidener Traum vom Wohnen ist also : Endlich ein Zimmer für mich allein - und wenn es noch so klein wäre. Größere Wohnung? Für mich als Alleinerzieherin- und -erhalterin mit drei Kindern nicht leistbar. So schaut´s aus!

    Autor: Michaela Wambacher

  • wenns eine petiiton wäre , ich stimme zu. das scheitern liegt aber nicht allein an dem sehr bescheidenem geist unserer führungspolitiker sondern liegt vielmehr an einem europa das seit jahren keine lösung, keine antwort findet. leider gehören unsere leithammel nicht zu denen die fähig wären hier einen positiven einfluss zu nehmen und federführend europäsches mitzugestalten. migration zu gestalten - nicht nur den warenverkehr globalisieren auch unere gesellschaft endlich zu öffnen. da fehlts an idee, an mut und zivilcourage.

    Autor: feyferlik

  • Es ist schön, wenn junge Studierende die Anregung wahrnehmen, die ältere Architektengeneration zu treffen. So geschehen in Rahmen der Lehrveranstaltung "genius loci, Genie und Ort" im WS 2014 an der TU Graz, Institut für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften, Prof. Anselm Wagner; Entwurfspraktiken, Leitung: Jördis Tornquist.
    Es freut uns, dass die engagierte Studentin Claudia Rosenberger uns allen dazu eine Tonaufnahme – mit ihren eigenen Zeichnungen unterlegt – zur Verfügung gestellt hat, weil sie nun erinnert ...

    https://www.youtube.com/watch?v=_RCOwpDJ4rc&feature=youtu.be

    Autor: Anonym

  • Liebe Karin, danke, dass Du Deine Kolumne diesem so wichtigen wie komplexen Thema widmest. In der Beobachtung der Ohnmacht verantwortlicher Stellen der Situation gegenüber entsteht das Gefühl, zur Zeit werden die Bedingungen der Unterbringung möglichst grauslich gemacht, damit Niemand kommt und Niemand bleibt. Es wäre eine große Chance, die Zukunft des Wohnens generell zu hinterfragen, Normen- und Gesetzesflut zu entrümpeln, Visionen zu entwickeln und wenn etwas neu errichtet wird, einfach nur Lebensraum für Menschen zu bauen.

    Autor: Christa Binder

  • Ich würde unserer alleinstehenden Freundin raten, am besten zu Hause zu bleiben und dort nach Schneeglöckchen und zarte Blüten zu suchen.

    Autor: Armin Haghirian

  • Ich versuche mir gerade vorzustellen, ich bin eine Touristin und möchte jetzt eine Woche in Graz verbringen. Ich habe nicht viel Geld, bin mit dem Zug gekommen, bin gesund und gehe gern zu Fuss.
    Daher wohne ich in der Jugendherberge. Ich bin Holländerin, aus Utrecht, Single, neugierig und mit einem guten Orientierungsvermögen ausgestattet. Ich lese gerne und habe schon viel über Graz gelesen: über die freundlichen Menschen, das warme Klima und die vielen schönen Plätze und Gastgärten in der Innenstadt. 2003, als Graz Kulturhauptstadt war, wäre ich gerne gekommen, da hatte ich aber gerade keine Zeit.
    Versuchen Sie nun, werte Leserin und werter Leser, sich in diese Frau hineinzuversetzen, versuchen Sie Graz mit den Augen dieser jungen Frau zu sehen; Sie können sie auch beraten.......wo soll sie hingehen, was ist sehenswert? Wie viele Plätze gibt es, die zum Verweilen einladen? Wo sind die Straßen und Wege, die zum Gehen einladen? Wo sind die Vorgärten, in denen die ersten zarten Blüten an den Sträuchern und die Schneeglöckchen zu sehen sind?

    Autor: Anonymous

  • Es gibt nun eine Vorstellung des Räumlichen Leitbildes in der Ziviltechnikerkammer. Gestern gab es eine Einladung mit Anmeldung zu dieser Veranstaltung am 14.3.

    Es wäre wünschenswert, wenn viele ArchitektInnen sich beteiligen würden, damit dieses Leitbild, dass unsere Stadt wesentlich verändern wird, breiter diskutiert werden kann.

    Autor: Elisabeth Lechner

  • Hallo, liebe Marion,
    ehrlich gesagt hätte ich mir schon eine Antwort von Dir als Schreiberin zu meinen Fragen erwartet. Nun sind fast zwei Monate vergangen und nichts kam.
    Gar nicht zu reagieren auf brisante Fragen und/oder Kritik ist zwar hierorts, in der Provinz, eine übliche Methode (vielleicht auch in Linz), zeugt aber nicht gerade von Professionalität. Wer publiziert, sollte sich doch auch den sich daraus ergebenden Fragen stellen. Und für eine Lehrende/Professorin einer Universität sollte das Alltag sein, oder irre ich?

    Autor: Karin Tschavgova

  • Lieber Herr Gruber,

    das Fensterdetail wird in dem Artikel "Massiver Durchblick" http://www.gat.st/news/massiver-durchblick vertiefend dargestellt. Dort gibt es dazu einen Schnitt mit isothermischer Untersuchung.

    Herzlichen Gruß
    Tim Lüking

    Autor: tim lueking

  • lieber Emil, danke für die profunde Zusammenfassung.

    Schade, dass diese Vorpräsentation nur für ein ausgewähltes Publikum war. Ich würde eine breite Diskussion des Entwurfs zum RLB sehr befürworten. Vielleicht sollte das HDA eine öffentliche Präsentation des RLB mit Diskussion anbieten dn sich GAT dabei beteiligen.
    Das neue RLB und der FLÄWI 4.0 werden die Stadt gravierend verändern. Da sollte breiter diskutiert werden. Vor allem auch darüber,ob die BewohnerInnen, so starke Verdichtung in vielen Stadtteilen ohne zusätzliche Grünflächen und öffentlichem Raum wirklich wollen. Unter dem Motto: Graz, quo vadis, eine moderne Stadt beteiligt ihre BürgerInnen an der Stadtentwicklung.

    Autor: Elisabeth Lechner

  • Ja ich bin dort aufgewachsen und die Jugend war Superschön.Wenn und lustig.Alle trafen sich miteinander und spielten zusammen. In der Jugendzeit waren auch alle zusammen und fortgehen war so lustig da man viele kannte und die zusammengehalten haben.Es war ein jeder stolz auf seine Siedlung und Freunde.Natur gab es mehr als genügend.Das ist es was in der heutigen Zeit fehlt ja die Gemeinschaft.

    Autor: Anonymous

  • Der überwiegende Teil der Anwesenden hatte Probleme, die Absichten des neuen RLB zu durchschauen. In der bisherigen Analyse konzentrierten wir von SOKO Altstadt uns deshalb auf zwei Problemkreise: Die so stark gefährdeten ehemaligen Dorfgebiete sind zwar definiert, es fehlen aber konkrete Zielvorstellungen! Bei den Villenvierteln wurden zwar schon im 1. Entwurf zum 4.0 Flächenwidmungsplani einige Viertel mit Bebauungsplanpflicht belegt, und auch beim Vorentwurf zum Räumlichen Leitbild sind einige Verbesserungen festzustellen, doch ist leider der Schutzgedanke noch zu kurz gekommen. Das Beispiel der Villen am Beginn der Hilmteichstraße, die alle der Erweiterung des LKH zum Opfer fallen sollen, ist ebenso zu beklagen, wie die Aufgabe des Begriffes „Villenviertel“ für den Rosenhain.
    In einer ersten Stellungnahme werden wir die Stadtplanung daher dringend ersuchen, bei der noch ausstehenden Konkretisierung der Zielsetzungen je Teilraum und innerhalb dieser je Bereichstypen die Bürger wirklich einzubeziehen. Dieser Stellungnahme werden wir detaillierte Analysen zu den Dorfgebieten und Villenvierteln anschließen, und die daraus sich ergebenden Forderungen definieren.

    Autor: Peter Laukhardt

  • Lieber Herr Lüking,

    zu allererst herzlichen Dank für ihren ausführlichen Kommentar.

    ad 1) Der Elefantenvergleich: Dass es sich hierbei nicht um das tatsächliche Erscheinungsbild handelt, ist im Text klar verständlich - auch dass diese Meinung einen (oder mehrere?) Kommentare "zitiert". Im Sinne einer klaren Argumentation wäre es angebracht diesen Kommentar auch im Text zu zitieren, was ja durchaus möglich wäre, da im nächsten Satz ohnehin Kommentare zitiert werden.
    So bleibt der "große graue Elefant" jedoch nur als Behauptung stehen.

    ad 2) Künstliche Struktur des Betons: Durch Schalung und Fugenbild wird sich, wie auch sie argumentieren, immer eine Struktur im Beton ergeben. Diese Struktur in künstlich und natürlich(?) zu unterteilen macht m.E. nach wenig Sinn, da sie immer Ergebnis des Betoniervorgangs sein wird. Wenn man aber in dieser Diktion bleiben möchte, würde ich behaupten die natürliche (nicht planbare) Struktur der erstarrten Luftblasen wird von der künstlichen (planbaren) Struktur der Schalungsstöße überlagert.

    ad 3) Beton: Ich finde es gewagt die Zusammensetzung von Beton auf weniger als Wasser, Zement und Gesteinskörnung zu reduzieren. Wenn dann noch dazu ein Satz mit den Worten "Was viele nicht verstehen..." eingeleitet wird, erwarte ich mich sehr wohl Fakten. Diesen fachlichen Fehler als sprachliche Pointierung zu interpretieren setzt schon sehr viel Wohlwollen voraus.
    An dieser Stelle darf im Übrigen auch die Redaktion in die Pflicht genommen werden.

    Zusammenfassend: Unabhängig davon ob ich den Vergleich bei Punkt 1 nachvollziehen kann oder nicht, er ist nicht argumentiert. Bei Punkt 2 könnten wir uns vermutlich einig werden und bei Punkt 3 bleibe ich dabei, dass es einen Unterschied zwischen "vereinfacht" und "falsch" gibt.

    Im übrigen freue ich mich über diese spannende Diskussion.

    Autor: 86er

  • Liebe(r) 86er,

    jeder mag aus dem Artikel folgern, was sie/ er möchte - ich bin anderer Meinung und die möchte ich kurz darstellen.

    Drei Punkte sprechen Sie m.E. an:
    1. Claudia Gerhäusser schreibt, dass Kommentare im Internet das Bild eines Elefantenvergleichs aufkommen lassen: "...wie ein großer grauer Elefant dar, würde man allein den Kommentaren über das Kirchengebäude glauben."
    Sie nutzt das Wort "Kommentare", es geht also nicht um Artikel in der (Fach-)Presse. Mit ihrer Satzeinleitung stellt auch klar, dass es sich bei diesem Bild ihrer Meinung nach auch nicht um die Wirklichkeit handelt, denn sie beginnt ja mit "Im Gegensatz zum realen Erscheinungsbild".
    Vielleicht war Claudia Gerhäusser für ihre Recherche in anderen Internet-Foren unterwegs als Sie bisher. Können Sie das ausschließen? Sie sollten sich einmal mit ihr kurzschließen, damit Sie in den Foren hinterfragen können, warum manch einer das Gebäude mit einem Elefanten vergleicht. Ich finde es befremdlich, dass Sie Frau Gerhäusser für das Verkünden einer fremden Meinung kritisieren, von der sie klarstellt, dass es weder ihre eigene ist, noch dass sie mit dieser übereinstimmt. Das UNWEIGERLICH erscheint mir als reflektierender Leser als Stilmittel/ Pointierung, um den Kontrast zu der von ihr wahrgenommenen Wirklichkeit hervorzuheben.

    2. Finden Sie, dass das Fugenbild der Schalung eine künstlich erwirkte Struktur ist?
    Anders herum gefragt: stimmen Sie mir zu, dass solange man Beton nicht nachbehandelt oder eine entsprechende Matrize in die Schalung einlegt, später mehr oder wenig deutlich ein Fugenbild sehen wird?
    Meines Erachtens ist das so: ein Fugenbild entsteht einfach beim Betonieren größerer Flächen. Nun lassen sich die Fugen bewusst planen oder der Baumeister darf darüber entscheiden, aber sie sind das Ergebnis eines "normalen" Betoniervorganges. Claudia Gerhäussers Aussage verstehe ich so, dass eine künstlich erwirkte Struktur zum Beispiel durch das Einlegen eine Matrize, Stocken der Oberfläche, eine 3-dimensionale Schalung oder sei es nur durch die Nutzung einer strukturierten Schalung angelegt worden wäre. So interpretiere ich diesen Satz im Kontext des Artikels.
    Können Sie bitte erläutern, wie für Sie eine Betonwand aussieht, die keine künstliche Struktur aufweist?

    3. Technisch gesehen haben Sie natürlich absolut recht.
    Claudia Gerhäusser schreibt hier aber keinen Artikel mit Baustoff-technologischer oder handwerklicher Sicht, es geht um die Architektur und die Wirkung des Gebäudes. Das bedeutet nicht, dass man Dinge grob falsch darstellen darf oder sollte. Meines erachtens darf man aber durchaus pointieren oder vereinfachen.
    Claudia Gerhäusser leitet den von Ihnen kritisierten Satz mit "Was viele nicht verstehen ist,..." ein.

    Auf wen bezieht sich das Ihrer Meinung nach?

    Darauf folgt der von Ihnen kritisierte etwas lapidar-salopp dahingeschriebene Halbsatz. So salopp formuliert, wie ich mich im Gespräch mit einem Laien ausdrücken würde. Da kommt -bei mir zumindest- die Verbindung auf, dass Claudia Gerhäusser damit also die Bau-Laien meint - die, die in dem Gebäude einen Elefanten sehen. Die, die nicht verstehen, dass sich die Schlichtheit des Raumes in dem Aufbau der Wand fortsetzt.

    Zusammenfassung:
    Die drei von Ihnen kritisierten Punkte sehe ich jeweils anders - und ich vermute Tamara O. sieht es ähnlich wie ich. Können Sie nachvollziehen, warum das so ist?

    Wichtig wäre mir: bitte greifen Sie bei einer weiteren Reaktion nicht einfach einzelne Fragmente heraus, sondern setzen Sie die Aussagen in einen Kontext!

    Ihre Fazit, der Artikel sei schwach in Argumentation und Fachwissen deutet für mich auf eine Person hin, die keinen architektonisch-gestalterischen Hintergrund hat - denn aus diesem Blickwinkel ist dieser Artikel geschrieben. Für mich zelebriert er die Qualität des Leichtbetons im Kontext des sakralen Kirchenraums. Für mich wurde die Haptik der Oberfläche im Kopf förmlich spürbar.

    Deswegen finde ich den Artikel sehr anständig.

    Er ist jedoch unanständig, wenn man monolithisches Bauen aus rein technologischer Sicht sieht. Aber dann dürfte er auch nicht "Elefantenhaut" betitelt werden.

    War das ausreichend für argumentiert?
    Und jetzt Sie: ich freue mich!

    Autor: tim lueking
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