Neueste Kommentare


  • Knapp vorbei ist auch daneben.
    Das Swiss Re Building von Norman Foster wurde mit dem begehrten Stirling-Preis ausgezeichnet.
    Ein Trost bleibt: Die Grazer Ingenieure Zenkner&Handel und Waagner-Biro haben die Spitze des außergewöhnlichen Bauwerkes von Foster konstruiert und hergestellt.
    Herzlichen Glückwunsch !

    Autor: Heinz Wondra

  • Antwort: das zu verstehen hat was mit Humor zu tun, deshalb nicht erklärbar! Gerda
    Missoni.

    Autor: Gerda Missoni

  • Was ist an einer zynischen Bemerkung gegenüber einem konkreten Einwand unkonventionell, gescheit und nicht unwitzig?

    Autor: Rocco Herron

  • danke, gerda! sehr treffend zusammengefasst, das war die essenz der reise.
    liebe gruesse, paul

    Autor: paul bitzan

  • nicht präsenz bei eröffnungen hat wohl nichts mit neid zu tun. vielleicht gibt es menschen und mitunter auch architekten, die auf den eröffnungsrummel verzichten und an einem anderen tag herberstein mit seinem museum anschauen oder eben auch nicht. deshalb aber die kategorie neidlose einzuführen heißt ja nix anderes wie alle anderen sind neidige. auf solche anmerkungen kann man wohl besser verzichten.

    Autor: feyferlik

  • so liest man und wundert sich ob den der 30.09. doch erst so spaet ist - nein, nein, es steht da zwar staendig freitag, der 30. ist aber schon der donnerstag...

    Autor: w

  • Schön, dass es doch noch eine Zweistundenkarte gibt; meine Recherche auf der Homepage der Grazer Freizeitbetriebe hat kein diesbezügliches Angebot gezeigt.

    Autor: Karin Tschavgova

  • Ich ha(tt)be einen Traum, schreibt Gunnar Luetzow über Rem Koolhaas und dessen Traum, die Utopisten der letzten achtzig Jahre zu besuchen. Die russische Avantgarde ist ein faszinierendes Thema. Bevor Rem Koolhaas wieder auf die Reise geht, möchte ich ihn mit ein paar Korrekturen und Ergänzungen zum Moskauer Kommunehaus von Moisej Ginzburg behilflich sein. Ich kenne das Haus durch einen Moskauaufenthalt im Jahre 2003, wo ich mich im Zuge des Schütte-Lihotzky-Stipendiums mit dem avantgardistischen Haus auseinandersetzte, sehr gut. Ich führte Interviews mit vielen Architekturexperten, Journalisten und Bewohnern und studierte vorhandenes und auffindbares Planmaterial und Photos. Es ist richtig, dass die Behörden, sprich die Kommune Moskau und das Denkmalamt, lange Zeit nicht sehr stolz waren auf die Revolutionsarchitektur und einige ihrer beeindruckensten Beispiele, wie jenes von M. Ginzburg am Nowinsky Boulevard. Viel beigetragen zu einer gewissen Reserviertheit und Enttäuschung der Bewohner gegenüber Besuchern, in erster Linie namhaften Architekten, hat aber auch deren einseitiges Interesse am architekturhistorischen Juwel und nicht an den Wohnverhältnissen der noch immer dort lebenden Familien. Es ist richtig dass die Marktwirtschaft das Gebäude nicht gerettet hat, im Gegenteil, denn sie wartet auf dessen Verfall. Das Gebäude liegt in einem ursprünglich attraktiven großzügigen Park nahe des Moskvaufers im Herzen der Stadt. Der Verwertungsdruck ist also enorm. Schon der Bau und die spätere Erweiterung der amerikanischen Botschaft auf dem Nachbargrundstück in den 80iger Jahren hat die Repräsentanz und Bedeutung des beeindruckenden Gebäudes bzw. Ensembles, schwer geschädigt.
    Bei mehreren Detailschilderungen irrt Rem Koolhaas oder formuliert nicht ganz exakt, was seine Faszination beim Besuch etwas in Frage stellt.
    Die Angabe der Urheberschaft ist mit M. Ginzburg alleine unvollständig. Das Haus wurde von der Arbeitsgemeinschaft Ginzburg / Milinis erbaut. Dies ist nicht unwesentlich da in Fachkreisen die Entwurfsarbeit eher zweiterem zugeschrieben wird. Die Funktionsbeschreibung und die Raumtypologie ist dahingehend zu korrigieren, als es schon im Entwurf und dann in der Realisierung ein relativ breitgefächertes Wohnungsangebot gegeben hat, natürlich mit dem Schwerpunkt des Lebens in der Gemeinschaft. Es gab verschiedene Wohnungstypen, Studentenzimmer, kleine Einheiten für kinderlose Paare, grössere Einheiten für Familien, bis hin zum angesprochenen Penthouse von Miljutin, dem städtebaulichen Visionär und Vorsitzendem des Strojkom, jener Abteilung die für die Entwicklung der neuen Typen für die neue Lebensweise zuständig war. Miljutin ließ sich damals das Penthouse an Stelle des Technikgeschosses für eine geplante Klimaanlage am Dach errichten, nachdem er beim Besuch der Baustelle dessen wunderbaren Blick auf den Moskvafluss entdeckte. Die sogenannte heilige Stätte moderner Architektur verfiel zunehmend, nachdem seine Tochter nach Amerika auswanderte. In den 90iger Jahren begannen Studenten von Kyrill Afanasjew, einem bedeutenden Erforscher der russischen Avantgarde und damals Mitarbeiter im Büro Ginzburg / Milinis, sich um die Bewohner und das Haus zu kümmern. Nachdem sie, mit einem geringen Geldbudget ausgestattet, unbedingt notwendige Reparaturen im Hause vornahmen, begannen sie im 1.Stock am Nordende des Wohntraktes ein Apartement zu renovieren. Dort und nicht im Penthouse am Dach, organisierten sie ein Event zusammen mit Projekt Russia, eine Architektur- und Kulturinitiative, und der Fa. Cassina, die etliche Möbel präsentierte und dafür die Veranstaltung finanzierte, um dem Haus und dessen Zustand eine Öffentlichkeit zu verschaffen.
    Ich wünsche mir, auch im Sinne der Ziele von DOCOMOMO, mit diesen detaillierten Ausführungen eine gewissenhaftere Auseinandersetzung mit der Problematik des Umganges mit der Architektur der Moderne. Neben faszinierenden Utopien gibt es halt auch traurige Realitäten.

    Auch die Ausführungen zum Kommunehaus am Gogolewsky Boulevard entstammen eher einer schlecht nacherzählten blühenden Phantasie eines russischen Geschichtenerzählers, möglicherweise durch Wodkagenuss hervorgerufen, der weiß wie man westliche Architekturtouristen unterhält. Das Haus wurde von einem grösseren Architektenkollektiv um A. Barschtsch gebaut und viele Architekten wohnten damals darin, von einer regelrechten Brutstation für Architekten im Dachgeschoss hat mir bei meiner Recherche allerdings niemand erzählt.

    michael sykora (dsp – architekten)

    Der vorliegende Beitrag ist eine Ergänzung zum erstmals in der Rubrik Leben
    in "Die Zeit" am 12. 08. 2004 erschienen Artikels.
    Verfasser/in:Gunnar Luetzow

    Autor: michael sykora (dsp-architekten)

  • find ich im ganzen auch, nur der eintrittspreis vom bad zur sonne stimmt nicht: am sonntag war ich zwei stunden schwimmen um 3,5€.

    Autor: andreas strohriegel

  • Kann dem Herrn Müller nur recht geben.
    Typischer AZ3 Populismus.
    Mehr ist dazu nicht zu sagen.

    Autor: mojo

  • Werter GAT-Leser mmf,
    Fast wäre Ihre Wortmeldung ...von der Vergangenheit zu träumen... in der Hitze des Gefechts untergegangen. Vielleicht liegt das daran, dass man nicht gerne mit einem anonymen, gesichtslosen Gegenüber Dialoge führt. Warum verschanzen Sie sich eigentlich hinter Kürzeln? Haben Sie etwas zu verlieren, wenn Sie sich zu erkennen geben?
    Zu Ihrer Wortmeldung: den Dank, zu Ihrer Erheiterung beigetragen zu haben, nehme ich gerne an - schließlich soll der tägliche Besuch bei GAT ja auch Spass machen. Trotzdem erlaube ich mir die Frage, ob Sie auch so heiter geblieben wären, hätte man Ihnen unterstellt, in einem Kommentar eine Wortmeldung jener Nachsitzen Diskussion frei interpretiert zu haben.
    Außerdem: Von einer „aktuellen Grazer Schule“ (ich zitiere Sie) habe ich nie gesprochen, weil es die, wie Sie ja selbst ausführen, nicht gibt. Da sind wir uns einig. Ein Rekurs auf die „Grazer Schule“ bei einer Veranstaltung (und nachfolgender Reflexion), die die Schweizer Architektur derjenigen gegenüberstellt, die aus Graz kam und kommt, sollte erlaubt sein, ohne dass man, wie von Ihnen, bezichtigt wird, von der Vergangenheit zu träumen.
    Ebenso war mein Rat an Jörn Köppler gemeint und auch formuliert, sollte er hier heimisch werden wollen: Die Grazer Schule als Abschnitt in der Architekturhistorie verstehen zu lernen, denn die jetzige Architekturproduktion hierzulande ist ursächlich mit der vergangenen verbunden, meine ich. Durch die politische Konsequenz jener Ära, aber auch als Ablösungstendenz, als Gegenbewegung und nicht zuletzt haben die Jungen längere Zeit vom guten Ruf der Architektur aus Graz profitiert.
    Verstehen lernen kann man die – ich betone, dass kein Missverständnis weiterbesteht - die nicht mehr existierende Grazer Schule aber sicher nicht, wenn man vor der extrem emotionalen Agitation und Diskussion ihrer Vertreter Augen und Ohren verschließt und nur „Pfui, gaga, das ist dem Geist einer Universität nicht ebenbürtig“ ruft. Auch ich halte diese für bestenfalls patschert und schlimmstenfalls ärgerlich, lobe also keine Verbalinjurien (da haben sie das Wörtchen „fast“ überlesen wollen). Dennoch sehe ich in der Architektur dieser „Grazer Schule“ bei aller kritischer Differenzierung mehr als genügend Substanz und lasse sie mir nicht als „Lifestile“ verunglimpfen.

    Autor: Karin Tschavgova

  • Bravo! Wir lieben
    Dich, Giencke!
    oder so ähnlich -aber auf keinem Fall schlechter! Österreich : Schweiz 10:1

    Autor: Christoph Monschein

  • o.k. Stehaufmännchen: "Frech" ist falsch, "billig" ist richtig. "Österreich gegen die Schweiz" –um Himmels willen.
    "Die ganze Welt" muß es heißen. Im Übrigen: Ich mag die Schweiz, das Land.. Ein Beitrag zur Güte: Servus Schatzi! Und schreib dich nicht zu Tode, du Intellektueller
    p.s. Schulmeister und Platzverweiser –das kränkt mich wirklich.
    Natürlich komme ich zur Jury. Zuerst einladen und dann ausladen – Hallo, Haiderland! Geht nicht! Smesse mir bitte Uhrzeit und Ort: 0676 5402660. Danke.

    Autor: Giencke

  • Und genau bei dieser, in meinen Beiträgen bereits kommentierten Platzverweisrhetorik Volker Gienckes endet für mich die Diskussion. Wenn erneut die nationale Keule - Österreich gegen Schweiz - ausgepackt wird und Argumente mit dem Haudraufhammer als freches (oho!) Geschwafel denunziert werden (als nächstes kommen dann wieder die verbalen Blackouts, das kenne ich ja nun schon) - das alles ist so hoffnungslos wie nicht nur un- sondern vielmehr anti-intellektuell. Jörn Köppler

    Autor: Jörn Köppler

  • Die Frage, "Ist die Schweizer Architektur 1000 Franken wert”, inkludiert, dass man sie mit "Nein" beantwortet. Das habe ich getan, was keineswegs eine Einzelmeinung darstellt. Die Diskussion über Wichtigkeit und Unwichtigkeit der Schweizer Architektur ist längst geführt. Wolf Prix, Zaha Hadid, Thom Mayne, Herzog & de Meuron usw. haben vernichtende Urteile gefällt.

    Einzelne Schweizer Beispiele, wie der Supermarkt "Sutterlüty" in Lustenau von Daniele Marques & Bruno Zurkirchen, sind lebendige Beispiele gegen die Fadesse, und das was man gemeinhin unter Schweizer Architektur versteht.

    Der Rationalismus ist, wenn er überhaupt eine Stilrichtung der Architektur ist, dann ihre schwächste. Ganz egal was für philosophische, gesellschaftliche oder andere Hintergründe es dafür geben mag.

    Was meine Replik auf die Aussage des besagten und nunmehr beleidigten Hochschulassistenten betrifft, halte ich daran fest, dass sein freches"Geschwafel" über Poesie und Philosophie – beides sind selbstredend Inhalte jeder guten Architektur – nichts anderes als selbstgefällig ist. Wir brauchen engagierte Architekten, keine akademischen Blindgänger, und gute Architektur, folglich gute Architekturschulen. Über alles andere müssen wir uns nicht einig sein.

    Autor: V.Giencke

  • Liebe Karin Tschavgova,

    eigentlich würde ich Sie nach wie vor gerne Mitstreiter nennen, da die gemeinsame Sache für mich die Architektur ist, für die wir doch alle einstehen und daher ein trotz allem vorhandener Konsens zumindestens in diesem Wort angedeutet wäre – aber ich soll das ja nicht tun. Nur, bzw. wieder zwei Anmerkungen zu Ihrem Kommentar: Ein beachtlicher Unterschied in der Auffassung von Diskussionskultur scheint mir darin zu bestehen, daß gerade das von Ihnen angeführte Zitat Ernst Hubelis über den reinen Lifestilecharakter der Grazer Schule gar keine Beleidigung ist, sondern ein provokatives Argument, das man erst einmal argumentativ und nicht per Abwinken widerlegen müßte, was, so glaube ich, gar nicht so einfach sein dürfte; die selbstdisqualifizierenden Äußerungen Volker Gienckes aber bleiben das, was sie sind: Verbale Roheiten, ohne inhaltliche Perspektive, die man, ich bleibe dabei, sich nicht an eine Universität wünschen sollte. Was die von Ihnen angeführten großen Künstler betrifft, befürchte ich, daß hier ein Mißverständnis vorliegt, denn das Werk und dessen Aussage ist eine Sache – Guernica z.B. –, was angesicht der Zustände in der Welt provokativ gar nicht genug sein kann, das persönliche Auftreten aber eine andere. Es ist gerade, nach meiner Erfahrung, ein Zeichen von tieferem Bewußtsein der Sache, bei uns: der Architektur, daß „das Rohe, von Kunst a priori negiert“ (Adorno, ich bleibe bei den gescheiten Philosophen) auch in der eigenen Person zu überwinden versucht wird. Die Mär, die mit verheerenden Folgen gerade für junge Studenten immer weitererzählt wird, das Genie und Philanthropie sich ausschließen, ja man geradezu als ein die Mitmenschen quälender Mensch auftreten muß, um sich als Genie zu qualifizieren, ist übelste Regression von Kunst, da das Prinzip Herrschaft (es gab einmal, zu Zeiten der Grazer Schule war das doch, das durchaus gute Wort des „herrschaftsfreien Diskurses“) über andere und alles nur noch einmal wiederholt wird, was Kunst und Aufklärung zu überwinden suchen. Das ist falsches Bewußtsein, aus dem nie Kunst, sondern nur verlängerte Kulturindustrie wird, mit all ihren pseudo-verrückten Stars, die den deformierten Menschen als Helden angedreht werden. Das andere, empathische aber sucht auch Architektur, aus meiner Sicht ist das auch Sache der Universität, die sich, noch einmal, diese Regression nicht leisten sollte, die Gesellschaft betreibt dieses unselige Geschäft ausreichend genug.
    Video übrigens schaue ich immer gern, in dieser Sache schreibe ich Ihnen aber eine e-mail, das passt hier glaube ich nicht her.
    Mit freundlichem Gruß, Jörn Köppler

    Autor: Jörn Köppler

  • ZITAT 1: „...und schlage daher vor, das Video der Veranstaltung gemeinsam anzuschauen...“

    ... Ich verfolge diese Diskussion schon ein Weilchen und bin der Meinung, dass diese exzessive Ausführlichkeit sicherlich auf das „Sommerloch“ an wesentlichen Themen zurückzuführen ist. Das oben genannte Zitat war für mich als Leser des GAT aber wahrlich ein übergrosses Auflachen wert. Danke für diese Erheiterung.

    ZITAT 2: „Ein Rat: Wollen Sie in Graz heimisch werden und die Grazer Architekten und Architektur verstehen - die der sogenannten „Grazer Schule“ jedenfalls - dann versuchen Sie, bei solchen Diskussionen weniger auf die Form zu achten, sondern den Inhalt herauszuschälen...“

    ... meiner Meinung nach war die Grazer Schule immer nur politisch vorhanden und wurde von einer erlesenen Runde von Architekten und Politikern getragen. Heute existiert diese formale und inhaltlich weniger starke Schule nicht mehr. Jedes junge Architekten-Team muss für sich selber kämpfen, ohne politisch unterstützt zu werden. Also wie bitte sollte man in so einer aktuellen „Grazer Schule“ heimisch werden können, ohne ständig von der Vergangenheit zu träumen?
    Ein Architektentypus, über den hier ständig die Rede ist, zählt zu einem gewissen typischen Grazer Architektentypus, der oft ziemlich unprofessionell, nicht wirklich sachlich aber dafür extrem emotional agiert und diskutiert. Dass müsste man aber als Kommunikationspartner immer verkraften können (nämlich besonders dann, wenn man selber sehr extreme Ansichten vertritt), auch wenn die Professionalität und die Ernsthaftigkeit einer Diskussion darunter leidet. Ob man nun Verbalinjurien loben sollte, bezweifle Ich. Ob man nach wie vor mit der vergangenen Grazer Schule argumentieren kann, bezweifle ich noch mehr.
    Trotzalldem ist es nicht angebracht einen Architekten zu einer Jury einzuladen und kurz darauf (durch welche Gründe auch immer) wieder auszuladen... das wirft irgendwie ein schummriges Licht auf die Fakultät!

    mmf, GAT Leser

    Autor: mmf

  • lieber hermann candussi !
    ich hab keine erinnerungslücke was die diskussion im stadtmuseum betrifft, trotzdem war und ist die insel eigentlich ein temporärer bau, wenn auch den damals regierenden politikern sand in die augen gestreut wurde oder sie eben blind sein wollten. nur die vergangenheit zu bejammern hilft uns nix, ob wir damals recht hatten oder nicht ist an sich auch egal. jetzt wär´s an der zeit, eben zu regieren, indem man reagiert. und dazu würde jetzt mut gehören, der aber ebenso fehlt wie vorher, als viele dinge in graz ihrer harrten, bis endlich jemand kam, alles versprach und leider nix hielt.
    aber vielleicht sollte man einfach ein ordentliches fest auf der insel feiern und zum abschluß einfach die taue kappen.

    Autor: feyferlik

  • nein lieber feyferlik, erinnerst du dich nicht, was die insel alles sein sollte? was uns (dir, mir und vielen anderen) im stadtmuseum alles versprochen/angekündigt wurde? alles sollte sie sein: bootsanlegestelle für kajak-fahrerInnen, spielplatz, forum, piazza, ... bloß eines nicht: temporäres kunstwerk für ein jahr. dass man die abbruchkosten schon im vorhinein reserviert hatte war mehr augenzwinkernde attitüde, verwies man doch gleichzeitig auf die lange warteschlange der investoren, die sich schon um die noch nicht gebaute insel angestellt hätten.
    was wurde uns kritikern alles an den kopf geworfen, wie wurde ich im gemeinderat beschimpft (noch von bgm. stingl, strobl und co, weil ich wollte, dass der gemeinderat die nachnutzung noch vor der errichtung besprechen sollte. "wir wollen und brauchen diese diskussion nicht, wurde mir gesagt, weil wir - so stingl, nagl, strobl - selbstverständlich diese insel als stadt behalten wollen".
    nun muss bei jedem besseren wasserstand die feuerwehr ausrücken und die insel vom treibholz befreien, um verklausungen und damit wirklich prekäre situationen zu vermeiden, jetzt wird die stadt jahr für jahr einen haufen geld zur instandhaltung in die hand nehmen müssen...
    aber jeder kritische gedanke und jeder zweifel an lorenzscher und gaulhoferscher kompetenz galt als antmodernistischer frevel.
    die feststellung: "schade ums geld!" ist ja verpönt, aber dennoch muss eine frage gestattet sein: wieviele laufmeter problemlos benützbarer murpromenade (vielleicht mit einem kleinen feinen promenadencafe) hätte man um das geld fertigstellen können?

    Autor: hermann candussi

  • stimmt schon das mit der nachhaltigkeit, nur die insel war als temporärer bau (kunstwerk angelegt) für ein jahr des festes, mit ausnahmegenehmigungen belegt. es fehlt der mut zum wegräumen. expo schweiz, eine tolle expo - das fest ist vorbei der alltag ist wieder eingekehrt. die schöne erinnerung würde das denken positiver beeinflussen, als die probleme die jetzt offensichtlich nicht wirklich zu bewältigen sind.

    Autor: feyferlik
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