Neueste Kommentare


  • stimmt schon das mit der nachhaltigkeit, nur die insel war als temporärer bau (kunstwerk angelegt) für ein jahr des festes, mit ausnahmegenehmigungen belegt. es fehlt der mut zum wegräumen. expo schweiz, eine tolle expo - das fest ist vorbei der alltag ist wieder eingekehrt. die schöne erinnerung würde das denken positiver beeinflussen, als die probleme die jetzt offensichtlich nicht wirklich zu bewältigen sind.

    Autor: feyferlik

  • nachdem die ausschreibung in einigen punkten missverstaendlich formuliert ist und auch der kommentar eben mehr zur verwirrung beitraegt: wir, die xarch war in keiner form in einer diskussion eingebunden und haben selber erst ueber die ausschreibung von der sache erfahren.

    inhaltlich begruessen wir jede initiative wie auch einen wettbewerb doch muss jedem/r teilnehmer/in klar sein, dass in den ausschreibungsunterlagen eine moegliche beauftragung NICHT erwaehnt wird.
    man sogar saemtliche rechte auf seine arbeiten abgibt, zitat: "Dem Projektverfasser stehen keine wie auch immer gearteten Werknutzungsrechte
    an den Projektergebnissen oder damit verbundene Verwertungsrechte zu." - sprich er/sie darf die eigene arbeit nicht einmal fuer sich selber verwenden. ein rechtstreit ist m.e. sogar vorprogrammiert.

    lg w

    ps: die dokumentnamen der ausschreibung "cyan","yellow"... sind farben die ausschliesslich im printbereich verwendung finden, niemals aber im web (soviel zum verstaendnis der ausschreibenden)

    Autor: reinisch wolfgang

  • ich finde es ist an der Zeit, dass die Architekturfakultaet eine
    Website bekommt. Um deren Gestaltung nicht einfach im Direktauftrag zu
    vergeben, und auch, um die Diskussion darueber an der Hochschule zu
    foerdern, haben wir eine Arbeitsgruppe gebildet (zu der alle Staende
    eingeladen wurden) und diese hat in mehreren Sitzungen die Grundlage
    fuer den Ideenwettbewerb formuliert und verbreitet. In den letzten
    Tagen gibt es darueber jetzt diverse Klagen und Einwaende von
    verschiedener Seite, die mich z.T. etwas aergern, weil mir scheint,
    dass dabei zu wenig erwaehnt wird, dass dieser Wettbewerb eine positive
    Sache und eine Chance fuer die Fakultaet und fuer die Studierenden ist.

    Zu Ihren Einwaenden: auch ich bin ueber das geringe Preisgeld nicht
    gluecklich. Zunaechst war der doppelte Betrag vorgesehen, was immer
    noch knapp, aber angesichts unserer angespannten Finanzlage angemessen
    erschien. Inzwischen musste ich mich belehren lassen, dass das Dekanat
    ueberhaupt keine Preisgelder bezahlen darf. Wir sind also sehr froh,
    dass wir in Nemetschek einen Sponsor gefunden haben, der spontan bereit
    war, den Wettbewerb zu unterstützen. Sonst haetten wir das ganze
    abblasen muessen.
    Punkt 1.10 wurde von unserer Rechtsabteilung formuliert - er erscheint
    mir auch ziemlich hart, aber er soll ausschliessen, dass aus dem
    Wettbewerb ein Rechststreit entsteht. Ich moechte allerdings betonen,
    dass wir selbstverstaendlich beabsichtigen, mit den Autoren des
    Siegerprojektes gemeinsam die Realisierung anzugehen und dass diese
    getrennt und nach Aufwand entschaedigt werden wird.
    In diesem Sinne: vielleicht haetten wir gar keinen Wettbewerb
    ausschreiben sollen, nachdem wir das mit dem Preisgeld gemerkt haben.
    Aber es steht ja immer noch jedem frei, nicht mitzumachen. Fuer
    diejenigen, die mitmachen, besteht aber nach wie vor die Moeglichkeit,
    dass sie fuer die Realisierung beauftragt werden und dafuer koennen wir
    dann auch etwas bezahlen.

    Beste Gruesse,
    Urs Hirschberg

    Autor: Urs Hirschberg

  • Mit einigem Befremden habe ich die Urheber- Autoren- und Nutzungsrechte im Punkt 1.10 der Ausschreibung gelesen.
    Und das alles um 400.-- Euro für den Gewinner.

    Dazu gibt es im Sinne eines fairen Wettbewerbes Richtlinien erstellt
    von design austria (berufsverband der grafik-designer, illustratoren und produkt-designer) für design-wettbewerbe an ausbildunsstätten";

    hier einige auszüge:

    ===

    Grundvoraussetzungen:
    [...] Dabei ist jedoch zu beachten, dass sowohl gegenüber den Studierenden als auch gegenüber der Praxis faire
    Bedingungen zur Anwendung kommen, die einerseits vermeiden, dass sich Auslober an "billigen" Ideenlieferanten bereichern,
    und andererseits ausschließen, dass eine Konkurrenzsituation mit kommerziellen Design-Büros erzeugt wird.

    Erwerb von Nutzungsrechten:
    Sollen Ergebnisse des Wettbewerbs einer kommerziellen bzw. gewerblichen Nutzung zugeführt werden, ist der Erwerb von
    Nutzungsrechten durch den Auslober bzw. den Produzenten Bedingung und in Absprache mit dem Urheber, also dem Studierenden,
    zu verhandeln. Eine dementsprechende finanzielle Abgeltung ist unabhängig vom Preisgeld und sollte den in der Praxisüblichen Entgelten angeglichen sein.

    Deklarierung hinsichtlich Teilnehmerkreis:
    Auslober, die (eine) eigene Kategorie(n) für Beiträge Studierender anbieten, müssen dies in der Ausschreibung deutlich machen. Andernfalls nehmen Studierende zu den gleichen Bedingungen wie profesionelle Designer teil und haben Anspruch auf dieselben Leistungen.

    Quelle: Basisinformation, Desin Austria, Heft 28, September 2001

    Ein Hinweis von Alois Gstöttner

    Autor: ute angeringer

  • Die Redaktion von GAT weiß auch nur so viel, wie sich der Ankündigung zum Wettbewerb entnehmen lässt. Näheres müsstet ihr doch von Frau Witte, Dekanat, oder von Günter Koberg erfahren können. Bündelung bedeutet allerdings unserem Verständnis nach nicht (feindliche) Ubernahme, sondern sinnvolle Verlinkung und Koordination.

    Autor: Redaktion GAT

  • Lieber Willi,
    habe deine Geschichte mit großer Aufmerksamkeit und Vergnügen gelesen.
    (Hätte mich beinahe angeschifft vor Lachen, als ich es mir "verdichtet" als Kabaretnummer vorgestellt habe.)
    In Wirklichkeit ist es natürlich ein Thema, dass sich nahtlos in den derzeit laufenden "Stadtdiskurs" einfügt. "Wem gehört die Stadt" fragte die Grüne Akademie, auch im Haus der Architektur, aber auch international ist das ein heißes Eisen. Die "Sicherheitsdiskussion" ist ja auch so ein beliebter Vorwand Städte (oder zumindest Stadtteile) abzuriegeln, zu überwachen, nur für solche zugänglich zu lassen, vor denen "man" sich nicht fürchtet, und letztendlich natürlich auch nur denen das Urinieren zu erlauben.
    Es geht - wie Du ja richtig bemerkt hast - um Privat versus Öffentlich.
    Derzeit bläst der Wind nach Privat. Ich bin der optimistischen Auffasung, dass sich das wieder mal umdrehen wird, ob wir die Wende von der Wende noch erleben werden sei dahingestellt.
    Was allerdings das Zugfahren, also den Verkehr anbelangt: Auch hier wird ja "von oben" eher auf Individual- als auf Öffentlich gesetzt. Strassen gebaut und Lastwagen gefördert. Ich habe daraus schon vor längerer Zeit meine Schlüsse gezogen (seit es keine ordentlichen Speisewagen mehr gibt), und fahre nur mehr mit dem Auto. Lieber Willi, ich sage Dir kein Vergleich! Keine kalten Füße, individuell einstellbare Heizung, kein Blasenleiden, und falls ich doch einmal aufs Klo muss gibts alle paar Augenblicke Ausweichen, Raststätten, Tankstellen, Abfahrten usw., alle mit WC in unmittelbarer Nähe. Diese Art von Menschen (du weißt schon Punks und Bettler und so) vor denen wir uns früher in den öffentlichen gratis - WC-Anlagen immer so gefürchtet haben, die sehe ich dort auch nie.
    Schade, dass wir nicht die gleiche Strecke fahren, hätte Dir gerne eine Fahrgemeinschaft angeboten!
    Alles Gute, Günter

    Autor: günter koberg

  • Weiß gat.st was von der bevorstehenden
    Bündelung? Wurdet Ihr kontaktiert? Wie stellen die sich das vor?

    "Bündelung bestehender Web-Ressourcen wie der Dekanatshomepage, TUG-online, Institutspages, mit Personen und Umfeld (xarch, gat, gam, designscience)."

    Autor: Reini Urban

  • Also ein zweiter Kommentar der jetzt nicht in einen sich selbst schliessenden Kreis führen soll, was ja funktioniert hat. Nur das da kein einziger persönlicher Angriff dabei war, das wär ein Misverständnis. Natürlich ist es ein wunderschön spielerischer Gedanke wie ein gut vermarktbares Ettikett der Kollegen Herzog deMeuron zu einer Architektur führt wo du dich fragst was hat das mit dem Etikett Rational zu tun ? und umgekehrt deshalb die coops angeführt was haben diese zuletzt gebauten Kisten mit "architektur muss brennen " zu tun. So war´s gemeint und das es Bauherrn gibt die eben die Architekten unter den "top-ten" im "bravo" oder wie das magazin eben heissen mag suchen, alles was die wollen ist Quote mit Stararchitekten.
    Zu den Schweizer Kollegen die Graz lehren kann ich nichts sagen, da ich nur einen Ernst Hubeli kenne, mit dem aber gemeinsam in der Architekturpreis- Jury war in der das Projekt von Tschapeller / Schöffauer ausgezeichnet wurde und im Juryprotokoll - ebenso auf GAT - kann man nachlesen dass wir uns einig waren, dass die gebaute Qualität entscheidend war. Den Luxus von "Schulen" sollte man sich eigentlich nicht mehr leisten, der StudentInnen willen. Es war mir im März eine grosse Freude die Studenten der SCI-arc LosAngeles an genau den Grundlagen - aber digital - arbeiten zu sehen die von Candela, Critchlov und Piano konzipiert, uns in Graz von Schuster und Roidinger vermittelt wurden und nicht eben Mode oder "lifestyle"- "Dekonstruktivismus" oder "Minimalismus" zu kopieren.

    Autor: Friedrich Mascher

  • Lieber Fritz.
    Gruß nach Wien. Ich kann leider auch nach dem zweiten Lesen deines Kommentars nur vermuten, worauf du mit diesem hinaus willst. In meinem Beitrag wurde nicht behauptet, dass puritanische Reduktion bzw. das Minimalistische nicht schön und erlebnisreich sein kann. Herzog&deMeuron bezeichne ich als Vorreiter einer Architektur der Strenge und Kühle, die dann allerdings (wie das ja immer so ist) in den zahlreichen Schweizer und allemannischen Nachfolgern/Nachahmern zu einer Verflachung geführt hat. Eben meiner Meinung nach zu einer Kistenarchitektur, die weder erlebnis-, noch detailreich, noch raffiniert und gekonnt reduziert wurde, nicht das Ergebnis eines Reduktionsprozesses ist, der dem Bauwerk ablesbar ist – Motto: Nichts zuviel und nichts zu wenig. "Die gekonnte Erfüllung von Bauherrnwünschen" ist wohl das, was man voraussetzen können muss an Architektenleistung, das Handwerkliche, die Basis. Was er damit macht/zustande bringt – das ist meiner Meinung nach Architektur, im besten Fall Baukunst. Bei einem Pianisten setzt man ja auch voraus, dass er Klavierspielen kann, nur, was er aus seinem Handwerk, hier im wörtlichsten Sinn, macht, ist die Virtuosität, ist Kunst.
    Übrigens: Schweizer Uhren gehen auch in Graz nicht anders, das stimmt, aber die Grazer Uhren gehen anders. Zum Beispiel die am Uhrturm am Schloßberg. Erinnerst du dich daran, was anders ist? Der große Zeiger ist der Stundenzeiger und der kürzere der, der die Minuten anzeigt. Weißt du auch warum? Weil die Grazer von überall, auch aus der Ferne, die Zeit/Stunde gut ablesen wollen. Graz ist eben doch anders und die hier lehrenden Schweizer sollten das erkennen.
    Liebe Grüße Karin

    Autor: Karin Tschavgova

  • Dieses freie Zitat nach Tom Mayne als Überschrift hingestellt kann doch heissen dass nicht zwangsläufug die Dinge so sind wie sie bezeichnet werden. Also Rationalismus nicht unbedingt mit Denken zu tun hat und puritanisch eine Kiste eben nicht minimalistisch ist. Sieht eben nur so aus, und kann eben sehr schön und erlebnisreich sein.
    Unverständlich erscheint mir die nicht stattfindende Diskussion da ja besonders die im GAT-Artikel zitierte Position "der gekonnten Erfüllung von Bauherrnwünschen" das schlagende Argument für coop himmelb(l)au ist und darüber kann man eben nicht diskutieren da genügt ein Blick auf das Ranking in baunetz.de womit wir wieder bei den top100 Herzog-deMeron wären.
    Auch wenn der Uhrturm seinen Schatten verloren hat sollte doch "die Zeit" auch wenn diese vom Mai ist, nicht stehen geblieben sein und Schweizer Uhren gehen auch in Graz nicht anders.

    Autor: Friedrich H. Mascher

  • ist wohl wahr und richtig beobachtet - die forderung nach begleitender kultureller bildung in den spezifischen gesellschaftsrelevanten studien, wie bei ärzten, lehrern und rechtsanwälten, - die später die „noch“ staatlichen hoheiten vermitteln und vertreten werden - wie gesundheit, bildung und recht sollte schon längst im bildungsprogramm untergebracht sein. Zusätzliche intitativen wie hier ausgesprochen sind gut und begrüßenswert, nur einen wirklichen breiteneffekt werden sie nicht haben. Liebhaber bleiben meistens unter sich, die die es sind und die die es eben werden wollen. Das bier wird nicht ausreichen, wenn die prinzipielle kulturelle prävention in einer gesellschaft fehlt und die immer wieder angekündigten bildungsoffensiven nichts dergleichen andeuten. aber wir sind ja immer noch in einer gesellschaft, die lieber den zahn repariert als präventiv vorsorgt.

    Autor: feyferlik

  • Richtig, Wolfgang, besser wäre, wenn die künftigen Entscheidungsträger in staatlichen - oder besser - öffentlichen Hohheits- bzw. Meinungsbildungspositionen mit einer Basis an Allgemeinwissen, wozu Kultur und Architekturbelange auch gehören, ausgestattet werden würden. Nur – in mir hat sich der Verdacht gefestigt, dass wir das nicht oder nicht mehr erleben werden.
    Alles Institutionalisierte arbeitet träge und der Zeitgeist arbeitet dagegen.
    Spezialisierung ist angesagt, die Spezies des „umfassend Gebildeten“ ein Auslaufmodell, eine Kategorie, die nur mehr von wenigen erkannt und geschätzt wird. Ökonomie ist angesagt, auch im Lernen, nur mehr das ist erstrebenswert, was unmittelbar verwertet werden kann.
    Wo soll da Interesse an Architektur, von oben delegiert oder selbst initiiert, Platz haben? Da hat vielleicht der Umweg, den das beschriebene Modell geht (mit der Möglichkeit, seine Profs einmal anders, privater kennenzulernen) mehr Chancen auf Erfolg.
    Außerdem, was mir besonders gefällt, da TUT jemand etwas. Ohne große Konzeptarbeit, ohne Warten auf staatlichen Sanktus und Unterstützung, ohne viel theoretische Unterfütterung, ohne großen Diskurs.
    Eigeninitiative, faktisch und praktisch ohne viel Umschweife angegangen. Und: Der Erfolg bis jetzt gibt den Leuten recht.
    Kennst du Frau Bock, Ute. Die hat Asylsuchenden geholfen, ein Dach über dem Kopf zu finden, in Eigeninitiative, ohne staatliche Unterstützung und mit ihrem eigenen Geld. Als sie keines mehr hatte, hatten sie und die Menschen, die ihr Engagement geschätzt haben, eine Idee. Wieder ganz ohne Förderungsansuchen, Entscheidungsgremien und theoretischen Konzepten. Sie haben die meisten Wirten Wiens dazu überreden können, pro verkauftem Glas oder Krügerl Bier eine bestimmte kleine Summe für die Arbeit von Ute Bock zur Seite zu legen. Bock auf Bier – mit großem Erfolg, weil eine Frau nicht nur geredet, sondern etwas GETAN hat.
    Gruß Karin

    Autor: Karin Tschavgova

  • schade daß sich die architektur nun auch dem "fun" verschreibt, zu spät, der slogan der new economie wurde schon längst durch die forderung nach "werten" ersetzt. schade eigentlich, diese worthülse wird dem projekt nicht gerecht, daß die planer es selber unter diesem motto verkaufen tut weh.

    Autor: helmut kolb

  • HAllo GAT und Freunde!
    Einladung ins Atelier

    Die Tür ist heute wie immer offen. Gegen 15.30 erreicht mich die HDA-Tour 2.

    ARCHITEKTURTAGE 2004
    Privates Wohnen, jedes Haus individuell und maßgeplant.
    Im Atelier: Ausstellung und Einführung

    Autor: Heinz Wondra

  • 726€=10000ATS -> seit 5 Jahren eingefroren.

    Autor: Sparefroh

  • Liebe Leute!

    Endlich kommen Leserbriefe (vgl. Kronenzeitung) Wenn wir hier über echten Diskurs reden dann sollten wir ihn auf verschiedensten Ebenen führen.
    Ausgetauscht wurden innerhalb von 48 Stunden 5 Kommentare zur Beteutung von Architekturdiskursen. Is doch was!!

    Autor: Gernot Ritter

  • Danke für eure Ergänzungen und Anmerkungen.
    Natürlich können wir uns jetzt hier notizen schicken und miteinander reden, wie wir das auch bei einem kühlen getränk im gastgarten täten, oder per e-mail ohne Publikum.
    Aber es traf schon den nagel auf den kopf: die diskussion am samstag im kunsthaus, das resumée das gernot daraus zog, und nun unsere wortmeldungen. Ich meine also noch einmal die frage: WAS kann WO (in welchem medium) WIE diskutiert werden?
    Es scheint mir kein zufall zu sein, dass hier, auf GAT (noch immer) darauf gewartet wird, es möge eine diskussionsplattform sein, es mögen die partner doch endlich zu diskutieren (polemisieren, streiten) beginnen. Während an anderen orten geschrieben, vorgetragen und miteinander geredet wird, ohne dass GAT davon wesentlich tangiert wird.
    Ich denke also, dass das anstehende einjahrestreffen auch dazu angetan sein sollte zu hinterfragen, was mittels eines derartigen mediums möglich ist und was nicht. Wofür es gut ist und wofür es nicht taugt.
    Also bis bald günter.

    Autor: günter koberg

  • lieber günter,
    GUT SO...
    ..wenn es endlich diskurse gibt! denn wir, die wir von anfang an gat kennen, wissen, dass gat immer gedacht war als initialzündung, als vehikel zur umfassenden auseinandersetzung mit fragen zu architektur und lebensraum - ganz dem medium internet entsprechend als öffentlicher marktplatz zum austausch von ideen, gedanken und mehr! gat sollte lediglich diesen öffentlichen raum zur verfügung stellen!
    - gespeist von seinen partnern - dazu zählt auch die tugraz - wollten und wollen wir noch immmer, dazu beitragen, dass diskurse stattfinden!

    und wenn dem so wäre, gäbe es diese tiefe, die du vermisst, denn eigentlich ist die universität meines erachtens eben jener ort, wo die tiefe der architektur liegen sollte. bislang aber kam von der universität kaum ein beitrag zur diskussion - weder von den studierenden, weder von den lehrenden, wo sind die meinungen, haltungen und positionen zur architektur und ihrer tiefe? schreibt und schreit sie oder sonst etwas!
    und noch etwas: die letzten sonntagsgeschichten sind nicht aus publikationen übernommene texte! pfpaja sonntag 25 hat im dialog und diskurs sein bild gemacht und genauso hat heinrich jennes seine texte nicht einfach aus der schublade gekramt!
    schliesse jetzt, weil ich wieder was untiefes schreiben werde.
    so long
    ute

    Autor: ute angeringer

  • Redaktion und Vorstand von GAT versuchen sehr wohl den Architekturdiskurs im GAT in Bewegung zu bringen und haben u. a. deshalb die wöchentliche Kolumne "anGedacht" ins Leben gerufen. Wir laden dich herzlich zum Mitdiskutieren ein: Auf Kommentar klicken, schreiben und abschicken, schon bist du dabei.
    "anGedacht 001 - 013" http://ga015vne.nemesis.inode.at/pages/de/nachrichten/513.html?action=preview&force_id=513<

    Autor: Michaela Wambacher

  • Zuerst bedanke ich mich für deinen Beitrag im GAT über GAM.01 bzw. die Diskussion, die anläßlich des Erscheinens von GAM.01 stattgefunden hat.
    Ich, und ich spreche hier alleine für meine Person, habe diese Gesprächsrunde für sehr interessant gefunden. Alleine die Zusammensetzung des "round tables" mit Personen, die jeweils aus verschiedenen Orten/Ländern/Gesichtspunkten unterschiedliche Publikationserfahrung einbrachten brachte ein rundes Bild zum Thema Architekturdiskurs zuwege.
    Es ist mir in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit jetzt nicht möglich, alle dort besprochenen Facetten aufzugreifen und nachzuvollziehen. Einige hast Du ja erwähnt. Für mich kam aber schon sehr deutlich zur Sprache, dass es eben mehrere Zugänge gibt zum Diskurs. Mehrere Ebenen. Wen will man erreichen. Das Fachpublikum alleine, oder darüber hinaus auch die breitere Öffentlichkeit (Politik, Verwaltung, Entscheidungsträger, Investoren usf.)? Und so unterschiedlich sind dann eben auch die Konzepte verschiedener Publikationen. Mir hat Crosets Ansatz mit der Monatszeitung "Il Giornale dell´Architettura", die es um € 3,50 am Kiosk zu kaufen gibt auch sehr gut gefallen. Und ich denke, dass es auch dieser Versuch der "Popularisierung", dieser Versuch das Thema "unters Volk" zu bringen ist, den Du als "Kronenzeitungseffekt" beschreibst.
    GAM ist ein Projekt, das gerade mal sein erstes Lebenszeichen von sich gegeben hat. GAM wird sich weiterentwickeln und beweisen müssen, dass (ob) es bestehen kann. Du hast die geplanten Paralellaktivitäten ja auch angesprochen. Das Konzept, ein jährlich erscheindes inhaltliches Heft zu machen, wirkt im Vergleich zu "Il Giornale.." natürlich wie ein schwerfälliger Riesendampfer. Hat aber den anderen Vorteil, tiefer in Themen einsteigen zu können. Du - und viele andere - sind Zeugen davon, wie viel Zeit, Energie, Diskussion, Forschungsarbeit udglm. hinter so einer thematischen Aufarbeitung steckt. (Ich hoffe, dass dies auch bei dem/der LeseIn noch spürbar wird.)
    Neben deinem Vergleich mit bzw. der Abgrenzung zu einer populären Tageszeitung wurde in den letzten Tagen auch der Vergleich mit einer populären Wissenschaftszeitung erwähnt. "Schaut aus wie ein Architektur GEO" hieß es da. Und das hat mir auch gut gefallen.
    Ich möchte nun schließen, wohl wissend, dass sowohl das Thema GAM als auch das Thema des Architekturdiskurses noch nicht annähernd "fertig" diskutiert ist.
    Aber eine Frage muß ich noch los werden, die mich seit Samstag wieder einmal verfolgt: Wieso gibt es so wenige Menschen in Graz, die sich für das Thema Architekturdiskurs und das Schreiben/Publizieren interessieren? Wieso sind wir in Graz in diesem Bereich so wenig lernfähig? Wollen wir mit GAT nicht etwa auch ein bißchen Architekturdiskurs probieren, oder soll GAT als Veranstaltungskalender begonnen haben und weiterleben? Ich meine, hier gibt es zwar das von Dir beschriebene "schnelle Medium" (Kalender, Wettbewerbsprotokolle, Gleichenfeiern, aus anderen Publikationen übernommene Texte usf.), aber was (noch) fehlt ist die Tiefe, die Ernsthaftigkeit und Seriosität einer Auseinandersetzung mit Themen der Architektur.
    So sehe ich also weitere Entwicklungspotentiale in allen Bereichen und wünsche überall gutes Gelingen.
    ciao günter

    Autor: günter koberg
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