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Sa. 27/09/2014 18:00h - So. 19/10/2014 22:00h
Festivalzentrum des steirischen herbst 2014
Graz

Jedes Jahr ist das Festivalzentrum des steirischen herbst ein zentraler, von allen geteilter Raum. Ein Ort der Begegnung, des Austausches und des Feierns. Heuer zieht das Festivalzentrum ins barocke Palais Wildenstein.
Dem Leitmotiv „I prefer not to ... share!“ folgend, werden Wände hochgezogen, welche das Terrain neu aufteilen. Es eröffnet nicht nur ein Lokal, auch die herbst-Bar mit DJ-Acts und Live-Konzerten findet Platz, sowie die herbst-Ausstellung – frischer Wind kommt in die ehemalige Polizeidienststelle. Und der Hinterhof wird zu einem Ort, an dem privates Wissen, lieb gewonnenes Werkzeug und Gerätschaften geteilt werden, sich neue und ungewohnte Nachbarschaften bilden, gemeinsam gegessen und getrunken wird. Zudem befinden sich mit dem Heimatsaal im Volkskundemuseum und der Antoniuskirche zentrale Spielorte des steirischen herbst 2014 direkt gegenüber.

Der Backyard ist das Hauptmotiv der temporären Architektur von Supersterz + .tmp architekten. Als Schlupfwinkel der Kleinbürgerlichkeit, als letzter Rückzugsort für Freigeister und Refugium vom Alltag, schafft der Hinterhof einen Spielraum für persönliche Tätigkeiten und Rituale. Er wird zum Schauplatz von Handwerkern, Pfuschern und Tüftlern, die an Fahrzeugen schrauben oder in Garagen basteln. Allerlei Fundstücke, die sonst in Schuppen oder auf Lagerplätzen zu finden sind, dienen der Möblierung und es entsteht ein Kippbild zwischen Gestaltung und trashigem Readymade.
In diesem Hinterhofparadies gelten eigene Regeln und Gesetze, es wird kein Unterschied zwischen Akteurinnen und Akteuren sowie Konsumierenden gemacht – die Grenzen und die Herrschaft über dieses Territorium befinden sich in Auflösung.

Eröffnung: Samstag, 27. September 2014, 18:00 Uhr

Gestaltung 2014: Supersterz + .tmp architekten

Das Festivalzentrum des steirischen herbst 2014 wird von, den in Graz ansässigen Architektenteams Supersterz und .tmp architekten konzipiert und realisiert. In einer Kooperation entwickeln sie den räumlichen Hintergrund für das Festival und artikulieren damit ihre Interpretation des Leitmotivs „I prefer not to… share!“
Supersterz sind Tobias Brown, Bernhard Luthringshausen und Johannes Paar. Das Interesse des Kollektivs liegt in der Gestaltung und Neuinterpretation von Räumen und Situationen. Sie verwandeln Vorgefundenes in Unerwartetes und lieben Formen und Strukturen fern von festgefahrener Rhetorik. An der Schnittstelle von Städtebau, Architektur und Intervention liegt der Fokus ihrer Arbeit.
.tmp architekte, Uli Tischler und Martin Mechs, entwickeln seit 1997 gemeinsame Projekte, seit 2006 wird die Zusammenarbeit unter .tmp –  tischler mechs projekte – publiziert. Ergänzung und Wechselbeziehung zwischen architektonischer Praxis, Lehr- und Forschungstätigkeit an der Universität kennzeichnen die Arbeiten des Büros. Neben dem besonderen Interesse an konzeptiver Gestaltung beteiligen sich .tmp seit vielen Jahren erfolgreich an zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben. Die realisierten Projekte des Büros wurden mehrfach ausgezeichnet – zuletzt der Zubau zu einem kleinen Haus und zwei Schulprojekte. Sie erhielten Auszeichnungen wie die GerambRose 2012, Das Beste Haus 2013, den Holzbaupreis Innovation 2013 und den Architekturpreis des Landes Steiermark 2013.

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