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O.T. 2016, Dolerit, 88x55x28 cm
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Ausstellung
Sa. 17/03/2018 13:00h - Fr. 01/06/2018 18:00h
Wolfgang Ritter – Skulpturen
Graz

Eröffnung: Freitag, 16. März 2018, 19.30 Uhr
Zur Einführung spricht ROMAN GRABNER, Leiter des BRUSEUMs an der Neuen Galerie am Universalmuseum Joanneum

„Im zeitlichen Prozess der Veränderung einen bestimmten Moment festhalten“. Wolfgang Ritter fokussiert im Hinblick auf sein künstlerisches Schaffen als Steinbildhauer den von großer Achtsamkeit und Aufmerksamkeit geprägten Entstehungsprozess seiner Skulpturen und einen nicht genau einschätzbaren Zeitpunkt der Formwerdung.
Der Künstler präsentiert in der Ausstellung im Museum der Wahrnehmung MUWA aus seinem œuvre acht Steinskulpturen aus schwarzem feinkristallinem Dolerit, dessen Eigenschaften wie Härte, Dichte und gleichmäßige Struktur ihm Dauerhaftigkeit und Zeitlosigkeit vermitteln und der Darstellung seiner skulpturalen Vorstellung entgegenkommen.
Die präzisen Formen und homogenen Oberflächen zeugen von einer hohen Qualität der Bearbeitung. Ein seidiger Schimmer überzieht die Flächen, welche eine undurchlässig erscheinende Verdichtung und Geschlossenheit erfahren und damit das Terrain natürlicher Materialität zu verlassen scheinen.
Den Skulpturen liegen genau bemessene Kreisformen zugrunde, geteilt von gebogenen oder geraden Schnitten. „Skulptur ist Spannung im Gleichgewicht“. Die Formen von Wolfgang Ritter entwickeln eine Dynamik, ob bei einer Mono-Skulptur oder im Dialog innerhalb einer mehrteiligen Arbeit durch gezielte Positionierung mittels Drehen, Klappen, Auseinanderziehen, Wiederholen oder Nebeneinanderreihen der einzelnen Teile und letztlich auch im Kontext der Zusammenstellung in der Ausstellung hier im Museum der Wahrnehmung. Die dynamische Komponente erfährt schließlich ihre Fortsetzung in der Betrachtung der Werke, deren Erhöhung und damit auch deren Überhöhung der Künstler keinesfalls anstrebt. Auf einer Ebene mit den am Boden positionierten Bildhauerarbeiten bewegen sich die BetrachterInnen und ändern ständig ihren Standpunkt und ihr Verhältnis zu den Skulpturen.
 
Wolfgang Ritter, geboren 1961 in Backnang, Deutschland, hat sein Studium an der Hochschule der Bildenden Künste in Braunschweig, mit Diplom in Freier Kunst, Fachrichtung Bildhauerei, absolviert. Der Künstler war Meisterschüler bei Professor Heinz-Günter Prager und Graduierten-Stipendiat des Landes Niedersachsen.Wolfgang Ritter lehrt an der Staatlichen Fachschule für Steintechnik und Gestaltung in Wunsiedel, Bayern, wo er auch lebt. Er hat zahlreiche Ausstellungen bestritten, u.a. an der Hochschule der Bildenden Künste Braunschweig, im Rahmen von "germinations 7" - Europäische Biennale junger Künstler, im Centre National d'Art Contemporain Grenoble, auf Schloss Agathenburg bei Stade, im Kunst Foreningen in Kopenhagen, im Oberschlesischen Kulturzentrum Kattowitz und im Kunstverein Salzgitter (1993), in der Galerie Barlach in Hamburg (1996), im Museum Modern Art Hünfeld (2006 und 2011), im Rahmen des Kolloquiums "Das Helle und das Dunkle" im Forum Konkrete Kunst Erfurt (2008), im Institut für Konstruktive Kunst und Konkrete Poesie in Rehau (2007 und 2010), in der Galerie Goller in Selb, in der Galeria EL in Elblag (2011) sowie im Kunstverein Hof (2013).

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