Recent comments


  • "... sich ein wenig gepflanzt fühlen" ist wohl zu milde ausgedrückt, selbst als Sarkasmus. Wütend müsste man sein, Schadensersatz-Forderungen und Haftungsklagen müssten wir als kritische Stadtbewohner*innen aufstellen. All jenen gegenüber, die Fachleute und Warner*innen, die das kommen gesehen haben, verhöhnten, der Lüge bezichtigten, verfolgten und mit Klage bedrohten.
    Im Dezember 2016 schrieb ich im Feuilleton "Spectrum" der „Die Presse“ zum geplanten Kraftwerk: "Das Sachprogramm "Grünes Netz Graz", das die Maßnahmen und Ziele für die städtischen Grünräume zusammenfasst und im Sachprogramm Grünraum per Gemeinderatsbeschluss festgelegt ist, wurde in die Begutachtung der UVP nicht eingeschlossen, ja nicht einmal erwähnt." Der erste Satz meines letzten Absatzes lautete: "Was zählt, ist, dass die Stadt mit der dichten Uferbepflanzung einen sie charakterisierenden, erhaltenswerten Landschaftsraum verlieren wird."
    Die Folge meines damaligen Artikels, der aufwändig recherchiert war, ausschließlich auf auch in der UVP getroffenen Aussagen basierte und als Abschluss, deutlich gekennzeichnet, mein Resümee der Recherche ausdrückte:
    Die Energie Steiermark ließ ihren Pressesprecher bei der Presse intervenieren, weil ich in Doppelfunktion agierte. "Darf ich Sie darauf aufmerksam machen, dass Frau Karin Tschavgova derzeit in Graz in einer Doppelfunktion agiert? Einerseits tritt sie u.a. gegenüber Behörden als Redaktionsmitglied der Tageszeitung „Die Presse“ auf und fordert Informationen ein, andererseits ist sie Mitglied des Personenkomitees gegen die Errichtung des Murkraftwerks. (siehe Anhang).“ Abgesehen davon, dass ich nie als Redaktionsmitglied auftrat, wenn ich Informationen erbeten habe, sondern mich immer als freie Journalistin vorstelle, frage ich, was mir damals vorzuwerfen war. Die Reaktion des Herausgebers Rainer Novak möchte ich den Leser*innen nicht vorenthalten, weil sie deutlich macht, welche Abhängigkeiten und Netzwerke zu Entscheidungen führen, die weitreichend sind, ja ruf- und berufsschädigend sein können. Der Auftrag des Chefredakteurs an die Spectrum-Redaktion lautete kurz: "Bitte sofort abstellen, dass die Person sich als Presse-Mitarbeiterin ausgibt. Sonst müssen wir rechtlich gegen sie vorgehen." Zu diesem Zeitpunkt durfte ich bereits das 17. Jahr als freie Journalistin auf der Architektur & Design-Seite schreiben (lange vor der Bestellung des Chefredakteurs). Eine Klarstellung, dass ich mich nie als Redaktionsmitglied vorgestellt habe, reichte damals aus, um die Sache zu beenden, aber: So wird Druck ausgeübt, der andere, die in größeren Abhängigkeiten stehen, vielleicht dazu führt, keine brisanten Vorkommnisse und Geschichten mehr zu thematisieren.
    Ich konnte das verkraften, obwohl es mich ärgerte und kränkte, weil genau die freien Schreiber*innen im „Spectrum“ weitreichend die Qualität dieser Tageszeitung ausmachen. Die nun absterbenden Bäume am Murufer - diese umweltpolitische Schande, die jeder sehen kann - konnten den Maßnahmen für den Bau des Kraftwerks nicht standhalten.

    Autor: Karin Tschavgova

  • Danke für diese profunde und treffliche Analyse des Jetzt.

    Autor: Alfred Bramberger

  • Leider ist die Gefahr einer drastischen Veränderung des noch vorhandenen vorstädtischen Ortscharakters akut. Einige Häuser rund um den Baiernbrunnen wurden bzw. werden schon "erneuert".
    Daher versucht die "BürgerInitiative Gritzenweg - RETTET den GRÜNGÜRTEL" seit Juli 2020, die baulichen Entwicklungen an diesem idyllischen ehem. Zufahrtsweg in die seinerzeit hier befindlichen Weingärten möglichst schon in der Planungsphase zu erkennen und auf eine schonende und verträgliche Ausführung der Projekte zu drängen.
    Dazu wurde an der Adresse https://www.openpetition.eu/gruenguertelgraz eine Online-Petition eingerichtet, die noch bis 11. August 2021 unterstützt werden kann.

    Autor: Anonymous

  • Man darf bei allen Verdichtungsbestrebungen auch den Effekt der lokalen Erwärmung – Stichwort Wär-meinseleffekt (urban heat island effect) nicht außer Acht lassen. Ich denke dass die Altvordern mit ihrer offenen Bauweise nahe dem angrenzenden Berglandes sensibler waren als jene von heute. Im Sinne der Erhaltung der Lebensqualität sollten Frischluftschneisen erhalten bleiben. Außerdem erfreut mich in dem besagten Zwischenraum eine herrliche alte Zierkirsche, die mit ihrer rosa Blütenpracht im Frühjahr weithin in den Straßenraum wirkt. Man sollte sie unter Naturschutz stellen.

    Autor: Flaneuse

  • Ich weiss , wo wir in den nächsten Lockdowntagen spazieren gehen.
    Was aber, wenn dieses Gebiet bald nicht mehr begehar ist, weil es total verbaut ist etc...
    Wenn alles gleich gemacht wird, dann gibt es leider auch keine beonderen Ziele um Spazieren zu gehen.
    Zunehmend verliert Graz an seinem individuellen Charakter
    Elisabeth und Tomasz

    Autor: DI Elisabeth Kabelis-Lechner

  • Die Dilatation der Zeitrechnung könnte mit dem Jahr Zweitausend begonnen haben. Der Film 2001 "Odyssee im Weltraum" von Stanley Kubrick markierte den Wechsel der Jahrhunderte in ein Jahrtausend und gab ihm mit der Zahl 1 einen neuen Zauber. Dieser lebte im Grazer Kulturjahr 2003 und bis in das Jahr Zweitausend10 fort. Dann wurde es schon etwas mühsam, 2013, naja und erst 2017, wie Apollo 17- schon längst vergessen! Im eigentlich SENSATIONELLEN JAHR ZWEITAUSENDZWANZIG holte uns die Vergangenheit wieder ein. Klimakrise, Umweltzerstörung, Vertriebene, Pandemie, Kriege, Not, Mißachtung der Menschenrechte, Armut - auch im Geist der westlichen Welt geben in einer vorsintflutlichen populistisch kapitalistischen Welt aus dem letzen Jahrhundert wieder kräftige Lebenszeichen. Der Zauber ist gegangen. Vielleicht sollten wir es in Zukunft mit "21" versuchen?

    Autor: Christian Andexer

  • Guten Tag! Die Frankstraße ist mir eine der liebsten Grazer Strassen, ich setze mich hiermit für sie ein. Ist es nicht möglich- das 1.x vielleicht sogar, diese Strasse als Kulturerbe zusehen? Ensembleschutz wird in Deutschland auch in Wohngegenden praktiziert. Miteingeschlossen die Vorgärten....
    An Wohnraum herrscht ein Überangebot, wird aber nicht publik gemacht.
    Bis dann, Brigitte Czermak

    Autor: Brigitte Czermak

  • Pardon! Der Fehler hat sich eingeschlichen, nachdem ich beim letzten Durchlesen das ursprünglich gedachte Beispiel für 1938, den Anschluss Österreichs an Deutschland im März dieses Jahres, auf ein weniger österreichspezifisches Datum geändert hatte und - bevor ich auch die Jahreszahl änderte - der langerwartete Elektriker eintraf. Danach (zu) rasch noch abgeschickt, c'est tout!
    Recherche braucht eine Tschavgova dafür nicht.

    Autor: Karin Tschavgova

  • Das gegenständliche Vorhaben kann sicher nicht für sich in Anspruch nehmen, zum Altstadtschutz beizutragen, weil es wichtige Elemente des bestehenden Stadtbildes nicht erkannt hat (siehe oben). Das ist jetzt eine kritische Einzel-Meinung, die in ähnlicher Form ja wohl in der Diskussion der Kommission auch eingebracht wurde, oder nicht?
    Die ASVK ist aus meiner Sicht ein aus Sachverständigen zusammengesetztes Gutachtergremium, in dem verschiedene Disziplinen gemeinsam Einzelbauten nach einem Gesamtbild "Altstadtschutz" bewerten. Wenn allerdings in der jetzigen Zusammensetzung der Kommission neben einer Kunsthistorikerin und einigen Juristen überwiegend Architekten und Baumeister das Sagen haben, dann darf schon die Frage gestellt werden, ob das im Sinne des GAEG als ausgewogen bezeichnet werden darf. Diese Frage wiederum richtet sich an die entsendenden Institutionen, deren Zusammensetzung ich nicht kritisieren will. Mit einer Ausnahme: so lange Max Mayr noch lebte, hatte auch die Initiative "Rettet die Altstadt" ein Entsendungsrecht.

    Autor: Laukhardt

  • Der monumentale Stelzenbau hätte zum Stadion oder die Messe gepasst, in einer Altstadt-Schutzzone wie Gries ist er völlig deplatziert. Da hat auch die Altstadtkommission den Begriff der Maßstäblichkeit nicht beherzigt. Um den ehemaligen Garten, jetzt Innenhof öffentlich erlebbar machen zu können, hätten andere Möglichkeiten gefunden werden müssen. Dass es dann auch noch solche Fehler in der Detailgestaltung gibt, ist unglaublich.

    Autor: Laukhardt

  • Auf das Lösen wahrer Probleme sind doch Sie spezialisiert, Frau Gutmann, nicht wahr?


  • Recherche wäre vielleicht doch nicht schlecht. Der 2. Weltkrieg begann 1939.
    Abgesehen davon: Das sind Probleme!

    Autor: Eva Guttmann

  • Sehr geehrter Herr Batek!
    Können Sie den Leser*innen sagen, wann die Planungen zu einem dauerhaften und ästhetischerem Bauwerk konkret umgesetzt werden?
    Wenn dann dieses "ästhetischere Bauwerk" fertiggestellt sein wird, werden wir es mit einem architekturkritischen Blick gerne nochmals kommentieren.

    Autor: DI Elisabeth Kabelis-Lechner

  • S.g. Damen und Herren,
    danke für Ihren kritischen Kommentar zum momentanen Erscheinungsbild des Stadtbalkons. Ich kann Ihnen aber versichern, dass es sich dabei um ein Provisorium handelt, damit ein sportlicher Betrieb mit Kajaks und SUPs stattfinden kann, da das gerenderte Konzept noch etwas braucht, bis es umgesetzt wird.
    Bis dahin haben wir auf private Kosten und mit temporärer Bewilligung einen Seecontainer aufgestellt, der wieder abtransportiert wird, sobald die Planungen zu einem dauerhaften und ästhetischerem Bauwerk konkret umgesetzt werden.
    Wir bekommen nicht einen Cent aus öffentlichen Geldern für unsere Übergangslösung.
    mit freundlichen Grüßen,
    Jakob BATEK

    Autor: Jakob Batek

  • Man könnte eine Stadt glücklich schätzen, deren einziges Problem beim Bauen ein misslungener Müllraum ist. Dieser ist in Frau Lechners Bericht über das "Leuchtturmprojekt" in der Grenadiergasse aber nur ein Problem unter anderen. Ich frage mich nur, wie "allgemein gültige Vorschriften" Abhilfe schafften, wenn schon bestehenden rechtlichen Vorgaben zuwidergehandelt wird.
    Man muss doch von einem Planer - offensichtlich ein er - erwarten, dass ihm seine Planungskompetenz sagt, wie eine solche Aufgabe zu lösen sei. Dies auch ohne behördliche Einmischung.
    Das andere ist der Umgang der Baubehörde mit Neubauten. Er ist auf dem Niveau der Planer der beiden Bauten in der Grenadiergasse.

    Autor: Bernhard Hafner

  • Wie qualifiziert man sich als Gutachter/Gutachterin für die angeblich ehrenamtlich tätige Altstadtkommission? Die Frage stellt sich mir nach diesem Fehlurteil, wenn man offensichtlich nicht einmal erkennen kann, was die Qualitäten des Geidorfviertels und seiner Blockbebauungen mit den großen Höfen ausmacht. Wird als nächstes die Verbauung des Freibades drankommen, gutgeheißen unter dem Motto der von unserer Politik und Stadtplanung anscheinend undifferenziert ausgerufenen notwendigen "Verdichtung" der Stadt? Kann mir das bitte jemand erklären.

    Autor: Gut-beob-achter

  • Eine Seite der Misere ist, dass der Investor hohle Phrasen drescht.
    Die andere scheint mir aber zu sein in meinem Verständnis von Stadtentwicklung, dass die Vorschriften wie Mindestbreiten von Gehsteigen auch dezidiert eingefordert und die Ausführung kontrolliert wird. Rückbau gegebenenfalls verlangt, oder? Wird ein Bauvorhaben eigentlich auch begleitet von den Genehmigungsstellen, den Fachabteilungen?
    Für Müllräume und Müll(kübel)plätze könnte es im dichten urbanen Raum auch allgemein gültige Vorschriften geben. Die gibt es aber, wie man überall sehen kann, offensichtlich nicht. Pardon, eine Ausnahme fällt mir ein. Bei einem Holzwohnbau in Wetzelsdorf neben dem Altersheim Peter Rosegger, in dem meine Tante lebt, wurde sichtlich gut gewählt und ordentlich in einem mitgeplanten kleinen Extra-Gebäude versteckt ein Müllraum geschaffen. Rundherum Beete und Wege. Als gut gestalteter Teil des Gesamtkomplexes, so würde man sich das überall wünschen.

    Autor: Gut-beob-achter

  • Wie qualifiziert man sich als Gutachter/Gutachterin für die angeblich ehrenamtlich tätige Altstadtkommission? Die Frage stellt sich mir nach diesem Fehlurteil, wenn man offensichtlich nicht einmal erkennen kann, was die Qualitäten des Geidorfviertels und seiner Blockbebauungen mit den großen Höfen ausmacht. Wird als nächstes die Verbauung des Freibades drankommen, gutgeheißen unter dem Motto der von unserer Politik und Stadtplanung anscheinend undifferenziert ausgerufenen notwendigen "Verdichtung" der Stadt? Kann mir das bitte jemand erklären.

    Autor: Gut-beob-achter

  • Nach sorgfältiger Recherche muss ich korrigieren, die durch die Stadt der Volkserhebung arisierte Villa von Armin Spitz ist in der Lenaugasse 6.

    Autor: Claudia Beiser
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