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  • Wie schön, dass es dieses "Dorf" noch gibt, Dank des Einsatzes von Herrn Mag. Laukhardt. Und danke, dass sich Herr Mag. Laukhardt um die alten, wertvollen, Dinge in dieser Stadt (www.graz.at), die leider immer weniger werden, kümmert, sich aber auch um die Zukunft von Graz Gedanken macht. Nochmals danke.

    Autor: Neu

  • Mit fasch&fuchs zwei Preise - Hauptpreis und eine Anerkennung - für ein Büro, das auch in der Steiermark situiert ist (mit Hemma Fasch als TU Graz Absolventin). Herzliche Gratulation! Und mit Snohetta ein mittlerweile weltweit agierendes Architekturbüro, dessen Gründer und Ceo Kjetil Thorsen jedem und jeder, die es hören wollen, erzählt, dass er in den Zeichensälen bzw. dem Zeichensaal 3 der TU Graz sozialisiert wurde und alles, was er im Studium gelernt hat, seinem Dort-sein verdankt. Und der betont, dass er in Graz an der TU sein gesamtes Studium absolviert hat und nicht nur ein Erasmussemester. So geschehen bei einer Einladung des Österreichischen Botschafters und seiner Frau anlässlich der Eröffnung der Wanderausstellung "Form and Energy", Architektur aus Österreich, von Otto Kapfinger und Adolph Stiller, die ich im April 2013 in Oslo mit Vortrag an der Uni Oslo eröffnen durfte.
    Ein wenig Patriotismus ist erlaubt, oder?

    Autor: Karin Tschavgova

  • Es mag ja sein, dass dieser Bau gelobt, mit Preisen bedacht wird. Aber eines darf man nicht übersehen, der Rosenhain wurde ursprünglich anders gewidmet und wird immer mehr verbaut. Das Areal gehörte der Familie Weiß und wurde
    am 28. Dezember 1928 von Maria Weiß verkauft. Sie verkaufte fast ihren gesamten Besitz am Rosenhain samt Wildgehege und drei Teichen mit einer Gesamtfläche von 260.000 Quadratmetern an die Stadtgemeinde Graz, "um diese Liegenschaft als Waldgürtel und Naturschutzgebiet . . . und für Fürsorgezwecke für die Öffentlichkeit zu erhalten", wie es im Kaufvertrag ausdrücklich heißt.
    Wenn man schaut, was alles schon verbaut wurde ist vom Ursprungsgedanken Waldgürtel und Naturschutz nicht mehr viel übrig. Das Sozialwohnungen zum Fürsorgegedanken heute gehören, hätte Frau Maria Weiß sich sicher nicht gedacht. Herr Gerd Weiß, Nachfahre von Maria Weiß hätte die Möglichkeit, auf Einhaltung des Ursprungsgedanken zu schauen, gehabt. Aber ??

    Autor: Neu

  • Ich freue mich schon auf diese Kolumnen, denn Mag. Laukhardt ist ein profunder Kenner dieser Stadt, deren Stadtplanung und Geschichten, weiters ein vehementer Vertreter der Erhaltung unseres Kulturgutes. Eine weitere kritische Stimme in diesem Medium.

    Autor: Neu

  • (Un-) kultur im Grazer Herbst, wie ignorant und/oder unwissend und kulturlos - kurz gesagt, wie dumm! An den Erfinder dieses "Plagiats": raschest zurücknehmen, mit Entschuldigung gegenüber der Kunsthalle 1 in der Conrad von Hötzendorfstraße, bitte.

    Autor: Karin Tschavgova

  • Danke Elisabeth für den wertvollen Beitrag. Wir bemühen uns um eine Begnungszone in Graz in der Goethestraße/Humboldtstraße. Das Anliegen der Bewohner/innen (Unterschriftenliste + Plan) liegt dem Verkehrsamt vor, wie mir Frau Stadträtin Elke Kahr in einem persönlichen Gespräch im August 2020 mitteilte. Ich hoffe, dass es in anderen Stadtteilen in Graz diesbezüglich auch Initiativen seitens der Bewohner/innen gibt.
    Jördis

    Autor: JT

  • Vielleicht ergänzend noch etwas auch nicht ganz Unwichtiges: Jene, die sich an die Vorgaben gehalten und eine/n Landschaftsarchitekten/in beigezogen haben, mussten diese "Konsulententätigkeit" möglicherweise auch bezahlen. Es gibt daher auch diesbezüglich ein Ungleichgewicht.

    Autor: Karin Tschavgova

  • Die Juryentscheidung ist wohl zu akzeptieren, auch wenn man damit nicht einverstanden ist.
    Was aber nicht zu akzeptieren ist, ist der Umstand dass in den Auslobungsunterlagen geforderte Themen immer häufiger ignoriert und großzügig übersehen werden.
    Das mag einerseits mit Bequemlichkeit (weil man die Auslobungsunterlagen erst gar nicht ausreichend liest, obwohl man dazu verpflichtet ist), andererseits mit Untauglichkeit oder -möglicherweise noch schlimmer- mit bewusster Ignoranz zu tun haben.
    Beim vorliegenden Wettbewerb war die Beiziehung eines/r entsprechend Befugten zur Erbringung von Leistungen auf dem Gebiet der Freiraumplanung bzw. Landschaftsarchitektur/Landschaftsplanung als SubplanerIn oder ARGE-PartnerIn bereits in der 1. Stufe „verpflichtend“ erforderlich…
    Der Begriff „verpflichtend“ ist eineindeutig und bedarf keiner weiteren Interpretation!
    Nun was war geschehen:
    Es gab 15 Wettbewerbsteilnehmer.
    10 WB-Teilnehmer hatten keinen Landschaftsarchitekten angeführt.
    5 WB-Teilnehmer hatten einen Landschaftsarchitekten korrekt laut Auslobung involviert!
    Wurde dieser „verpflichtendende“ Passus vom Verfahrensbetreuer aufgezeigt. Nein!
    Wurde seitens der Jury auf diesen „verpflichtendenden“ Passus hingewiesen. Nein!
    Ist der Wettbewerb damit ungültig: Ja!
    Kümmert es irgend jemanden: Nein! --> weil Alle um zukünftige Aufträge bangen und nur nicht auffallen möchten.

    Und die Moral von der Geschicht, es kümmert uns doch alle nicht. Macht weiter so wie bisher das ist einfach, gar nicht schwer.

    Autor: Nikolaus Fedl

  • Hallo,
    Ich bin prinzipiell gegen die vorherrschaft des motorisierten individualverkehrs in urbanen gebieten. Am beispiel von münchen ist gut zu erkennen, dass durch die verlegung weiter teile des mittleren rings unter die erde, der verkehr zwar nicht abnahm, die lebensqualität in den betroffenen gebieten aber massiv anstieg.

    Ähnliches würde ich mir hier auch wünschen, vom gürtelturmplatz/neutunneldings bis zur radezkybrücke. bis zum lkh am besten drüber is begegnungszone. Noch einige weitere davon und alle können rumheizen und hupen wie sie wollen aber sie belasten damit die gesundheit der mehrheit nicht mehr so stark.

    die nahverkehrsoffensive bringt doch nur mehr dieselbusse oder?
    steirerInnen >25 werden auch weiterhin drauf pfeiffen, damit im stau zu stehen
    Ist graz so pleite, dass es nichts richtig machen kann oder warum ist das so?
    selbst salzburg hat elektrobusse.. billiger als straßenbahn, leiser als dieselbus.
    graz hat den gkb bus. zusteigen verboten.

    Graz hat mit abstand das schlechteste (öffentliche/fahrrad)verkehrskonzept das ich kenne und macht augenscheinlich keine anstalten sich an guten beispielen anderer städte zu orientieren.

    Ich geh jetzt die petition unterschreiben wenn das noch möglich ist. leider hab ich diesen beitrag erst jetz gelesen.
    Ein großes danke an alle menschen, die sich in diesem bereich engagieren.

    ps. günstigste variante für weniger verkehr: in der rushhour mit zwei stockcars (autos) einen unfall produzieren. Streiten, unfallort nicht sofort räumen. so oft wie möglich wiederholen. das als critical mass, man darf ja noch träumen

    warum ist das nochmal illegal?

    Autor: hupenkinder

  • 1,5 Stunden an Zeit, die sich die Jury genommen hat, um den Gewinner zu eruieren, in Ehren. Aber beantwortet das die städtebaulichen Fragen des Erstkommentators? Pardon, der vielleicht Erstkommentatorin?
    Noch eine Frage: hat für dich, Georg Dornhofer, der 2.Platz einen heterogenen Ansatz? Wenn ja, bitte eine Erklärung, warum.

    Autor: anonym

  • Dem - sicherlich lustig gemeinten Kommentar mit smiley- kann ich als Teilnehmer entkräften: laut Juryprotokoll hat sich die Jury in der Schlussphase gute anderthalb Stunden Zeit genommen um die jeweiligen Vor- und Nachteile der letzten beiden verbliebenen Projekte nocheinmal abzuwägen. Das dabei ein relativ homogener Ansatz mit einem relativ heterogenen Ansatz verglichen werden mußte, machte die Entscheidung letztendlich sicherlich sehr schwierig. Leichtfertigkeit (oder 'stonedness') kann man ihr jedenfalls gewiss nicht unterstellen.

    Autor: Georg Dornhofer

  • Wo ist beim ersten Platz der gute Städtebau?
    Quartiersbildung, Identifikationsmöglichkeit mit dem "eigenen" Haus, mit der eigenen engeren Nachbarschaft, Signifikanz des Quartiers, einfache Orientierung und Erschließung, Milieubildung.
    Lernt man das nicht mehr?

    Autor: anonym

  • liebe Karin und lieber Peter ,

    Es gibt immer wieder Beschwerden von Anrainer*innen zu den Bebauungsplänen nur es nützt nichts. Die Stadtplanung gibt sich selbst immer Recht, die Anwohner*innen und Grazbürger*innen haben immer unrecht und ihre meist berechtigen Sorgen weggewischt.
    Ich mach mir nicht mehr die Mühe, aufwendige Einwendungen zu schreiben, da ich nicht masochistisch bin und die immer gleichen Serienantworten nicht ertragen kann.
    Das einzig Richtige wäre es aus Sicht einer sinnvollen Stadtentwicklung hier gewesen, das Grundstück als öffentliche Freifläche für einen Quartierpark und oder kleinen Platz durch die Stadt anzukaufen und nicht zu verbauen zu lassen. Somit würde der kleine, ruhige Park in der Rankengasse bis in die Karlauerstraße fortgesetzt werden, die Kirche hätte ein ansprechendes Umfeld und würde nicht durch diesen herandrängenden Winkel-Bau brutal erdrückt werden. Und endlich würden einmal auch öffentliche Freiflächen für den Bezirk mit dem größten und immer noch größer werdenden Freiflächendefizit geschaffen werden. Ist leider nicht geschehen.

    Am schlimmsten wird es dann sein, wenn die Bewohner*innen der EG- Wohnungen, die hinter dem öffentlichen Gehweg liegen, Holzzäune oder Schilfmatten als Sichtschutz für ihre einsehbaren Gärten und Wohnungen aufstellen werden. Diese hässlichen Selbstschutzmaßnahmen haben wir schon zur Genüge in Graz. EG- Wohnungen mit Eigengarten sind bei diesen Dichten - 2,7 und Widmungen mit teilweise Kerngebiet ein absolutes No-Go. Wann begreifen das Architekten und Bauherren endlich?

    Interessant ist auch, dass das Siegerprojekt einen abgerückten Laubengang als sparsamste Erschließung vorsieht, daran aber Schlafzimmer liegen, was in der Auslobung ausdrücklich ausgeschlossen ist.

    Die Baumreihe könnte übrigens fortgesetzt werden, da diese auf öffentlichem Grund steht, das liegt dann an der Stadt, ob sie hier "tröstende Bäume" pflanzt

    Autor: DI Elisabeth Kabelis-Lechner

  • muss man sich halt langsam auf karge Strukturen einstellen ... Ist das die Devise? Jetzt, wo sich durch den vorzeitigen Abbruch des schützenswerten Geburtshauses des Tondichters Jakob E. Schmölzer (Karlauer Straße 37) die vom Bebauungsplan quasi vorgegebene Rasur des gesamten Altbestandes abzeichnet, stelle ich nur noch die schüchterne Frage: Wird wenigstens vor dem nun ausgeschriebenen Projekt die Allee durch ein paar Bäume ergänzt? Wir kennen ja alle die nicht nur kühlende, sondern oft auch tröstende Wirkung von Bäumen im Stadtbild.
    Auf der anderen Seite der Karlauer Straße ist ja durch Einwendungen gegen Bebauungspläne eine solche Baumreihe in Zukunft möglich geblieben. Die dortigen Altbauten (u.a. Puchs Werkstatt, das Haus mit der Madonna, das alte Mauthaus) haben ja leider auch keinen Schutzanspruch.
    Stadtplanung wäre für mich das Bemühen, die Weiterentwicklung der Stadt in einer Verbindung von Alt und Neu zu sehen. Identifikation nicht zu zerstören. Hierorts aber wohl ein Wunschtraum! Allein der viel zu lange Riegel zwischen Karlauer Straße und Rankengasse ist ein grober Schnitzer. In der Gründerzeit hat man solch sperrende Strukturen vermieden - man wusste, warum.

    Autor: Laukhardt

  • Mein Kommentar als Bürgerin dieser, auch meiner Stadt: Man sollte den Bebauungsplan exemplarisch für die Verfehlung der Stadtplanung ausstellen, denn er zeigt, nach welchen Prämissen, Kriterien und Begehrlichkeiten noch immer vorausschauende Stadtplanung hierorts funktioniert. Maximale Ausnutzung von Dichten und Höhen, ohne Rücksicht auf Bestehendes, das einmal die Straße in ihrer Ansicht und Charakteristik mitgeprägt hat. Schaut euch die neue Nachbarschaft der Karlauerkirche an - Proportionen, Maßstäblichkeit, Abstände. Die Kirche und ihr Turm wird visuell degradiert zur "Modellvariante 1:2" einer Kirche, "erschlagen" von den neuen Wohnbauten. In Sofia sah ich vor 40 Jahren eine kleine orthodoxe Kirche (vielleicht 400 Jahre alt oder älter), etwas tiefer gelegen als Gehsteig- und Straßenniveau, über die man brutal einen ganzen mehrgeschoßigen Gebäudekomplex gesetzt hatte. Aber eben in den 1960ern. Stadtplanung heute, finde ich, kann nicht alles, was an Charakteristik aus früheren Zeiten da ist, unbeachtet und unrespektiert lassen - auch nicht im Bezirk Gries. In der Altstadt erhält, hegt und pflegt man, und dort, wo man weiß, dass weder touristische Interessen an erster Stelle stehen noch die (letzten wenigen) Anrainer und die zu Fuß gehenden Bewohner des Bezirks sich beschweren werden, da traut man sich, so einen Bebauungsplan mit derart massiver, hypertropher Bebauung vorzugeben?

    Autor: Tschavgova

  • Ja, das war wirklich eine sehr schöne Intervention. Ein tolles Projekt des kioer.

    Autor: Markus Bogensberger

  • Danke für den "Erlebnisbericht", Herr Laukhardt,
    als frisch Hüftimplantierte kann ich den ganzen Grazer Herbst heuer nur über Berichte online miterleben. Merde! gerade heuer, wo es so viele Graz-Walks gibt, die der Stadtwanderin die eigene Stadt und selbst mir noch Unbekanntes, Verborgenes näher bringen (könnten). Erzählen Sie weiter, was Sie entdecken - vielleicht nimmt (oder nähme) GAT Ihre Berichte als Tagebuchnotizen eines Graz-Liebhabers in der schönsten und erlebnisreichsten Jahreszeit für unsere Stadt, damit auch andere miterleben können.

    Autor: Tschavgova

  • Das Mühlengebäude zeigte sich zwar ohne die 2014 abmontierten Maschinen, aber sonst voller erstaunlicher Gegenstände, die fast unwirklich schienen. Der Geist von uraltem Handwerk, das zur Industrie wurde, zog durch den Riesenbau. Der "Spätschicht"-Kiosk, die Kantine, die Umkleideräume, die Duschen der Arbeiter machten ebenso wie das nicht perfekt aufgeräumte Büro den Eindruck: Montag gehts wieder weiter. Und so viel Unternehmens-Geschichte auf einem - im wahrsten Sinn des Wortes - Haufen! Spannend wie ein Harry-Potter-Roman für Erwachsene.

    Den Komplex unter Einbeziehung der "Postgarage" (der inzwischen gottseidank denkmalgeschützten ehemaligen Artillerie-Reitschule) zu einem Kulturzentrum von Gries zu entwickeln, ist wohl ein Muss! Dass die Eigentümerin ähnliche Absichten hat, darf von der Stadtplanung wohl nicht ignoriert werden.

    Der Ursprung der Mühle wird wohl richtig dem Jahr 1370 zuzuordnen sein, aber das ist nur ein winziger Teil der Chronik, die in http://stadtteilarbeit-denggenhof.at nachzulsesen ist.

    Autor: Laukhardt
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