Recent comments


  • Mich erstaunt immer wieder, wie sehr Politik in der Steiermark eigentlich ein Scheffeln in die eigenen Taschen ist, und wie wenig sich die Bürger um ihre Rechte kümmern. Die Mentalität des Bittstellers ist nach wie vor sehr verankert in Österreich.

    Es ist sehr angenehm für mich als Auswanderin, das Gegenteil in der Schweiz zu erleben: Gesellschaftlicher Konsens über Nachverdichtung. Gesellschaftlicher Konsens über den Einsatz von Nahverkehr. Das Tragen von Entscheidungen einer breiten Masse.

    Die Stimmung in Österreich stattdessen: Ein paar werken an etwas rum, das nicht von der Allgemeinheit beschlossen und/ oder kommuniziert wurde. So lange es keinen Kläger gibt, der Ungereimtheiten aufdeckt, gibt es auch keinen Richter. Und die Pfründe werden gut aufgeteilt. Wer ist denn schon ein kritischer Bürger? Da könnte man ja angreifbar werden und Aufträge verlieren.

    Autor: Anonymous

  • auf Antworten werden wir vergeblich warten. Nicht einmal auf aktuellstes Klarstellungsbegehren von Bürgern ist ausreichend Aufklärung zu ergattern. Ich darf erinnern: Österreich ist der letzte westliche Staat, der noch an der Amtsverschwiegenheit von weiland Graf Metternich eisern festhält - und das sogar als Punkt in der Verfassung. Natürlich gibt es eine Auskunftspflicht von Ämtern und Behörden, aber die gilt dann nicht, wenn …. erraten: wenn es die Amtsverschwiegenheit nicht zulässt. Bitte, nicht lachen, es ist bitterer Ernst.

    Zum Ort des Geschehens eine Ergänzung aus der Sicht des Stadthistorikers: der kleine Hügel, auf dem die Bürgermeistervilla steht, war mit ziemlicher Sicherheit der Standort der kleinen Burg der Ritter vom Graben. Das vor etlichen Jahren abgerissene alte Gebäude an der Straße war die zugehörige Schmiede, und an der Ecke Grabenstraße - Hochsteingasse stand der Meierhof der Burg, aus dem sich später das Schloss Grabenhofen entwickelte (Grabenstraße 86). Wenn hier bald auch die Spitzhacke Platz für die Wirtschaftskammer machen wird, könnte man ja vielleicht noch Reste bergen. Zu blöd, jetzt ist mir das herausgerutscht! Man wird vermutlich rechtzeitig dafür sorgen, dass nichts, aber auch gar nichts zu finden sein wird; das würde ja alles unnötig aufhalten.

    Autor: Laukhardt

  • Es wäre vielleicht eine interessante Studienarbeit für einenDissertanten/Dissertantin, zu untersuchen, welche Ergebnisse von öffentlichen Bauten in den Gemeinden in den letzten Jahen besser warten, besser im Sinne von umfassender Qualität: jene nach Direktauftrag oder jene, denen Geladene oder offene Wettbewerbe vorangegangen waren. Nach der Kindergartenbauoffensive ließe sich das auch in der Steiermark anhand von unzähligen Beispielen eruieren. Die Recherche wäre herausfordernd, auch mir ist es nicht gelungen, von den zuständigen Stellen/Ämtern eine Aufzählung/Liste aller damals erweiterten, umgebauten oder neu errichteten Kindergärten zu erhalten - nicht einmal eine Antwort gab es auf meine Anfragen. Von dem, was ich damals recherchieren konnte, fand ich eindeutig jene Objekte weitaus besser, funktioneller, kindgerechter, innovativer, die aufgund von Wettbewerben entstanden waren.
    Und was Ihre Annahme betrifft, dass langjährig vor Ort Planende sich durch gute Arbeit bewährt haben und deshalb wieder und wieder direkt beauftragt werden OHNE Wettbewerb, so kann ich das Beispiel von Unterpremstätten anführen, wo Baukultur erst entstehen konnte, nachdem Pfusch wie zum Beispiel die Beauftragung eines Technischen Büros mit dem Bau eines Sportheims für den Fußballverein zu Bauschäden und dazu führte, dass dieses Gebäude nach wenigen Jahren abgerissen werden musste und für einen Neubau ein Wettbewerb ausgelobt wurde. Auch das Beispiel des Feuerwehrhauses (Wettbewerb mit Gewinner Christian Andexer) ist auf den Pfusch bei dem vormaligen Versuch, eine Erweiterung selbst vorzunehmen, zurückzuführen. Die Kages hatte übrigens für ihr Konzept LKH 2000 die Strategie, Wettbewerbe so auszuschreiben, dass auch in Bezug auf Spitalsbau unerfahrene Büros teilnehmen konnten, weil man erkannt hatte, dass Planer, die nicht seit Jahrzehnen als erfahren im Krankenhausbau immer wieder herangezogen wurden, dass also junge Planer und Planerinnen frische Ideen in den Krankenausbau und -ablauf mitbrachten, die als wertvoll und zukunftsweisend angesehen wurden damals.
    Tja, wäre das alles mit den "Ortskaisern", deren Befürworter Sie sind, entstanden? Es ist wohl eher Bequemlichkeit als fachliche Expertise, die die Bürgermeister zu den immer gleichen Planern/Planerinnen greifen und aufwändigere Wettbewerbe vermeiden lässt.

    Autor: Karin Tschavgova

  • Danke, das sind erfreuliche Nachrichten. Ich habe bereits im Jahr 2006 ein selbstausgearbeitetes Rad-/ Gehwegskonzept fuer diesen Bereich der Stadt Graz vorgelegt und mit dem verantwortlichen Sachbearbeiter besprochen. Das Radfahren auf der Statteggerstrasse ist ua. aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens teilweise lebensgefaehrlich. Die Umsetzung ist nun der Schlusspunkt einer langjaehrigen und schwierigen Auseinandersetzung mit diesem Thema, das freut mich sehr, danke Elke Kahr!!!

    Autor: Marion

  • Und wie glauben Sie, kommen junge Büros zu diesen Kompetenzen, Renommee und guten Ruf? All jene Büros die derzeit dieses Renomee haben, konnten wie sich selbständig gemacht haben an offenen WB teilnehmen und haben so eine Chance erhalten ihr können unter Beweiß zustellen - Beispiel Fasch und Fuchs, haben als Universitätsassistenten an einem Krankenhaus-Wettbewerb teilgenommen und gewonnen und damit ihr Büro gestartet - wo bleibt diese Chance für die junge Generation heute?
    Und das die jungen nicht das Know-How hätten, die Projekte auszuführen - nun man muss 3 Jahre Berufspraxis nach dem Studium nachweisen und die Ziviltechnikerprüfung bestehen! Ich selbst habe Projektleitung und Planung von Krankenhäuser, Schulen etc. gemacht und zwar bereits seit meinem Studium, also auch jahrzehntelang - aber an einen Krankenhaus-Wettbewerb teilzunehmen bleibt mir heute verwehrt!
    Am können scheitert es nicht - es scheitert an der Chance überhaupt an Projektaufträgen in der Größenordnung zu gelangen, damit überhaupt Refernzen zu sammeln und dazu braucht es auch eine Vielzahl an Wettbewerben um soch darin zu profilieren zu können.
    Zudem garantiert ein Wettbewerb ja an sich bereits die Qualität des Siegerprojekts - es wird nur ein gutes Projekt zur Ausführung gelangen und übrigens, wie ein jedes andere Unternehmen auch, wird man sich Know-How durch Mitarbeiter die man einstellt auch zusätzlich einkaufen!
    Zudem zeigen die Projektbeispiele im Titelbild /Zeitungsausschnitt deutlich, dass hier die Qualität weder technisch noch baukulturell gegeben ist!
    PS: ich hätte mich gefreut, wenn sie nicht anonym hier an einer Diskussion teilnehmen würden ...

    Autor: Petra Kickenweitz

  • liebe kollegen der berufsvertretung - lest den kommentar von kabelis-lechner - es kann uns als ZT kammer nicht egal sein was in dieser stadt passiert.

    ich würde mir wünschen, erwarten tu ich nichts mehr, dass die ZT kammer das überprüft und schaut ob hier wirklich alles mit rechten dingen zugegangen ist.

    es kann wirklich nicht sein dass es keinen landschaftsschutz mehr gibt.

    Autor: feyferlik

  • "Wie sonst wird man zu den sogenannten „Scheinwettbewerben“ oder Direktvergaben eingeladen?"

    Könnte es vielleicht sein, dass es Architekten und Architekturbüros gibt, die zu geladenen Wettbewerben von Auftraggebern, Gemeinden, etc. direkt eingeladen werden, weil sie bereits durch jahrelange gute und harte Arbeit in vielen Wettbewerben und dadurch gewonnen Projekten ihre Kompetenz bewiesen haben und sich somit über Jahre und Jahrzehnte hinweg ein gewisse Größe, ein Renommee, einen guten Ruf erarbeitet haben, und sie deswegen eingeladen werden? Glauben Sie, ein Auftraggeber will nicht gute und verlässliche Büros im Wettbewerb oder im Verfahren haben, wo er weiß, dass er sich auf die Qualität verlassen kann?

    Autor: Anonymous

  • Was sagten Fläwi , STEK und RLB dazu? Wenn man die Vorgaben einhält dürfte dieser Bau so nicht entstehen.
    Das Gebiet liegt lt. Deckplan 6 Nutzungsbeschränkungen im Gebiet mit schlecht sickerfähigem Boden, im STEK lautet die Beschränkung potenziell rutschgefährdet. Das Grundstück liegt im Landschaftschutzgebiet LS 30 . Hier muss zusätzlich ein Natuschutzverfahren abgewickelt werden. In Landschaftschutzgebeiten dürfen keine groben Geländeveränderungen vorgenommenwerden, auch die Versiegelung ist beschränkt. Eine Tiefgarage für 32 PKW ist schon eine arge Veränderung des natürlichen Geländes, durchschneidet den Hang und zerstört die natürliche Hangeentwässerung. Außerdem ist das wohl gegen jede moderne Verkehrspolitik, aber Luxuswohnungen verkaufen sich halt besser mit 2 Parkplätzen. Auf der Projekthomepage sieht man auch noch zusätzliche schreckl. Geländeveränderungen.
    Alle diese Planungsrichtlinien und Vorgaben bzw. haben scheinbar nichts geholfen.
    Fliegt man Google Luftbild über den Rosenhain dann sind noch viele weitere grobe Bausünden zu sehen.

    Autor: Elisabeth Kabelis-Lechner

  • Liebe Jördis, ich bin geschockt, dass das möglich ist. Die Tiefgarage hat laut Projekthomepage 32 Stellplätze. Das sind ja fast 2 Stellplätze pro Wohnung!! Soweit ich weiß, gibt es in der Quellengasse ja nicht mal einen Gehsteig. Zufußgehen wird da nicht mehr möglich sein.

    Autor: Elisabeth Kabelis-Lechner

  • Bei uns in der Mariatrosterstraße ist auch eine Baustelle an der munter weitergebaut wird.
    Es wird aber unter den Arbeitern nicht deutsch gesprochen sondern bosnisch.
    Die österreichischen Bauarbeiter von Herrn Muchitsch sind ja ohne Arbeit und beziehen Arbeitslose oder Kurzarbeit
    Wie geht das ?

    Autor: Anonymous

  • Das in den letzten Jahren ausgetretene Oberflächenwasser am Rosenberg* wurde einfach unweit des Rosenhaisneinganges, am Fuße des Berges in den Kanal entwässert....anstatt das natürlich entstandene Bacherl und den kleinen Teich zu kultivieren.
    Verantwortliche, lernt hier wie es geht: DRAIN-GARDEN

    https://www.ioeb-innovationsplattform.at/marktplatz-innovation/detail/dr...

    *(wegen des massiv erhöhten Versiegelungsgrades durch Verbauung)

    Autor: Anonymous

  • Leider veröffentlicht die Kleze einen Leserbrief nicht, man will sich ja nicht mit dem Kräne-liebenden Bürgermeister verscherzen! Gro0e Baufirmen haben ihre Bauten gestoppt, nicht so die vielen Kleineren! Hier wird seit der Ausgangssperre munter weitergebaut, Hygienebestimmungen werden nicht erfüllt wie Masken tragen etc.Abstand halten ist für Andere, weil Muchitsch die Bauarbeiten für wichtig hält! Offensichtlich sind Bauarbeiter immun! Niemand kontrolliert dieses Unwesen. Die Polizei meint, sie halten eh Abstand, was bewiesenermaßen nicht der Fall ist. Arbeiter auch aus anderen Bundesländern fahren gemeinsam zu den Baustellen, das Dufti WC ist ein Hort der Ansteckung ohne Desinfektion, gemeinsames besprechen und jausnen usw. Die "lebensnotwendigen" Bauten sind zu wichtig. 95% der Bevölkerung halten sich an die Vorgaben, Bauarbeiter nicht, weil die Baufirmen Gewinne machen müssen!

    Autor: Anonymous

  • Dass es in einem der schönsten und deshalb sensibelsten Randlagen unserer schönen Stadt einen derart entsetzlichen Eingriff in die Natur geben könnte, hätte sich in der Bevölkerung wohl niemand vorstellen können. Es war wohl auch wirklich nicht Zufall, das in der Zeit gebaggert wurde, in der wegen der geltenden Ausgehbeschränkungen nur wenige Menschen diese Tat bemerken konnten. Das darf jedenfalls nicht ohne Konsequenzen für diejenigen bleiben, die hier zu- oder weggeschaut haben.

    Autor: Laukhardt

  • Ich erwarte, dass die Stadtplanung auf derartige Themen und Fragen öffentlich antwortet - im Sinne von Bürger*innen-Service und Auskunftspflicht gegenüber einer emanzipierten Bürgerschaft, die nicht mehr alles kritiklos hinnehmen und auch nicht mehr die übliche (Nicht-)Reaktion der Verantwortlichen hinnimmt und akzeptieren will. Dieses geduckte, servile und (ant-)wortlose Durchtauchen unter dem Aufmerksamkeitsradar, bis der öffentliche Ärger abgeebbt ist und andere Themen in den Vordergrund rücken, empfinde ich und nicht nur ich als unerträglich.

    Autor: Tschavgova

  • Das schöne an Gedanken ist, dass man sie an sich nicht lesen kann, sind sie aber niedergeschrieben kommt manches zum Vorschein was öffter laut ausgesprochen gehört und manches was besser ein Gedanke bleibt - daher probier mal einen anderen gedanken -
    z.b. https://www.gat.st/news/corona-gedanken-06

    Autor: Anonymous

  • "gatleser" bin ich auch - allerdings bin ich weder der Verfasser des Kommentars noch identifiziere ich mich mit der Aussage!

    Selbst wenn es so ist, wie im Kommentar festgehalten, dass nämlich Architekten sich fälschlicherweise in der Profession des Philosophen üben:
    niemand muss diese speziellen Berichte lesen …. mach ich auch nicht, selbst wenn gerade jetzt vl. etwas mehr Zeit dazu wäre.

    Autor: Johannes Eisenberger

  • gibt es einen noch größeren Schmarren als diese Coronabeiträge? Dieser setzt dem Ganzen wohl die Corona auf. Architekten glauben kleine Philosophen zu sein, schreiben im Stil von 16-jährigen und langweilen einfach nur. Schuster bleib bei deinem Leisten.

    Autor: gatleser
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