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Diskussion
Wed 08/07/2020 19:00pm
Grazotopia – Graz Talk
Graz – online

Grazotopia
Das Projekt Grazotopia setzt ein komplexes Modell der partizipativen, utopischen Stadtplanung und Wohnpolitik um, das die Zusammenarbeit zwischen lokalen und internationalen Expertinnen und Experten, Studierenden und allen interessierten Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohnern erfordert und ermöglicht. Der Prozess schließt Forschung, Bildung, Planungsworkshops, Beratung, Publishing (in digitalen und analogen Medien) und eine Ausstellung mit ein. Im geografischen Sinne umfasst Grazotopia die ganze Stadt, wobei besondere Aufmerksamkeit auf die wenig beachteten Stadtteile nördlich der Achse Keplerstraße – Wickenburggasse – Humboldtstraße gelegt wird, nämlich Lend, Geidorf, Eggenberg, Andritz und Gösting.
Die ausgearbeiteten Zukunftsmodelle werden im Haus der Architektur präsentiert, in Kooperation mit Schauraum und Amateur Cities publiziert sowie auf einer Website dokumentiert.

08. Juli 2020, 19:00, Graz Talk – Boden
mit:

  • Gabu Heindl
    Architektin und Stadtplanerin, Wien
  • Elke Kahr
    Stadträtin, Graz
  • Bernhard Inninger
    Leitung Stadtplanungsamt Graz
  • Moderation
    Ana Jeinić und Adina Camhy (Grazotopia)

    Unser Leben spielt sich großteils auf dem Boden ab, auf dem wir wohnen, gehen, fahren oder verweilen. Er kann bebaut, versiegelt, bewirtschaftet oder wild bewachsen sein – und nicht immer darf er auch betreten werden. Der Umgang mit Grund und Boden hat große Auswirkungen auf Klima, Gesellschaft und auf den Lebensraum zukünftiger Generationen.

  • Wem jedoch gehört der Grund und Boden und wie wird entschieden, was darauf passieren darf?
    Seit der Etablierung der kapitalistischen Wirtschaftsform und der für sie charakteristischen Eigentumsverhältnisse kann Boden, wie jede andere Ware, besessen und gehandelt werden. Besonders begehrt und dementsprechend kostspielig wird der Boden in den wachsenden urbanen Zentren, was ihn zum bevorzugten Objekt der Spekulation macht – ein Trend, der sich auch in Graz beobachten lässt. Welche politischen Maßnahmen können umgesetzt werden, um den Boden als wertvolle und begrenzte Ressource dauerhaft zu schützen und seine Verwendung als spekulative Anlage einzugrenzen? Sollte der städtische Boden als Gemeingut betrachtet und behandelt werden, um dessen nachhaltige Nutzung und Verfügbarkeit im Interesse aller zu gewährleisten? Das dritte öffentliche Gespräch in der Reihe GrazTalks widmet sich dem Themenkomplex Grundeigentum und Bodenpolitik. Die Veranstaltung wird als Online-Konferenz über den Big-Blue-Button-Server der Universität Graz durchgeführt.

Anmeldung per E-Mail an grazotopia@lama.or.at. Der entsprechende Link zur Online-Konferenz wird allen angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Stunde vor dem Veranstaltungsbeginn über E-Mail zugeschickt.

Veranstalter

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