Adaptierung räumliches Leitbild Graz

Graz - eine Stadt zum Verweilen?

Ich versuche mir gerade vorzustellen, ich bin eine Touristin und möchte jetzt eine Woche in Graz verbringen. Ich habe nicht viel Geld, bin mit dem Zug gekommen, bin gesund und gehe gern zu Fuss.
Daher wohne ich in der Jugendherberge. Ich bin Holländerin, aus Utrecht, Single, neugierig und mit einem guten Orientierungsvermögen ausgestattet. Ich lese gerne und habe schon viel über Graz gelesen: über die freundlichen Menschen, das warme Klima und die vielen schönen Plätze und Gastgärten in der Innenstadt. 2003, als Graz Kulturhauptstadt war, wäre ich gerne gekommen, da hatte ich aber gerade keine Zeit.
Versuchen Sie nun, werte Leserin und werter Leser, sich in diese Frau hineinzuversetzen, versuchen Sie Graz mit den Augen dieser jungen Frau zu sehen; Sie können sie auch beraten.......wo soll sie hingehen, was ist sehenswert? Wie viele Plätze gibt es, die zum Verweilen einladen? Wo sind die Straßen und Wege, die zum Gehen einladen? Wo sind die Vorgärten, in denen die ersten zarten Blüten an den Sträuchern und die Schneeglöckchen zu sehen sind?

Allein zu Hause in Utrecht

Ich würde unserer alleinstehenden Freundin raten, am besten zu Hause zu bleiben und dort nach Schneeglöckchen und zarte Blüten zu suchen.

Räumliches Leitbild breite Diskussion

Es gibt nun eine Vorstellung des Räumlichen Leitbildes in der Ziviltechnikerkammer. Gestern gab es eine Einladung mit Anmeldung zu dieser Veranstaltung am 14.3.

Es wäre wünschenswert, wenn viele ArchitektInnen sich beteiligen würden, damit dieses Leitbild, dass unsere Stadt wesentlich verändern wird, breiter diskutiert werden kann.

profunder Kommentar

lieber Emil, danke für die profunde Zusammenfassung.

Schade, dass diese Vorpräsentation nur für ein ausgewähltes Publikum war. Ich würde eine breite Diskussion des Entwurfs zum RLB sehr befürworten. Vielleicht sollte das HDA eine öffentliche Präsentation des RLB mit Diskussion anbieten dn sich GAT dabei beteiligen.
Das neue RLB und der FLÄWI 4.0 werden die Stadt gravierend verändern. Da sollte breiter diskutiert werden. Vor allem auch darüber,ob die BewohnerInnen, so starke Verdichtung in vielen Stadtteilen ohne zusätzliche Grünflächen und öffentlichem Raum wirklich wollen. Unter dem Motto: Graz, quo vadis, eine moderne Stadt beteiligt ihre BürgerInnen an der Stadtentwicklung.

Es geht um das Stadtbild!

Der überwiegende Teil der Anwesenden hatte Probleme, die Absichten des neuen RLB zu durchschauen. In der bisherigen Analyse konzentrierten wir von SOKO Altstadt uns deshalb auf zwei Problemkreise: Die so stark gefährdeten ehemaligen Dorfgebiete sind zwar definiert, es fehlen aber konkrete Zielvorstellungen! Bei den Villenvierteln wurden zwar schon im 1. Entwurf zum 4.0 Flächenwidmungsplani einige Viertel mit Bebauungsplanpflicht belegt, und auch beim Vorentwurf zum Räumlichen Leitbild sind einige Verbesserungen festzustellen, doch ist leider der Schutzgedanke noch zu kurz gekommen. Das Beispiel der Villen am Beginn der Hilmteichstraße, die alle der Erweiterung des LKH zum Opfer fallen sollen, ist ebenso zu beklagen, wie die Aufgabe des Begriffes „Villenviertel“ für den Rosenhain.
In einer ersten Stellungnahme werden wir die Stadtplanung daher dringend ersuchen, bei der noch ausstehenden Konkretisierung der Zielsetzungen je Teilraum und innerhalb dieser je Bereichstypen die Bürger wirklich einzubeziehen. Dieser Stellungnahme werden wir detaillierte Analysen zu den Dorfgebieten und Villenvierteln anschließen, und die daraus sich ergebenden Forderungen definieren.

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