In Mureck wird investiert

Wäre Mureck nicht als Modellfall für neues Handeln geeignet?

Die Chancen für eine hochwertige Entwicklung dieser Vorhaben in Mureck mit Architekturwettbewerben stehen gut, denn
1.) hat BM. Anton Vukan schon bei der Realisierung des Murturms bewiesen, dass er für hohe Architekturqualität steht und weiß, dass diese viele und vielfache Vorteile für Bauherrn und Nutzer bringen kann.
2.) wurde er sicher sensibilisiert für das Thema Wettbewerbe durch seine Tochter Anna, die Architektin ist.
3.) gibt es finnzielle Unterstützung dafür
Sich für die Durchführung von Architekturwettbewerben bei den hier angekündigten (Um-)Bauvorhaben aktiv einzusetzen und mit BM. Vukan dazu das Gespräch zu suchen, falls gewünscht auch Hilfestellung anzubieten bei der Vorbereitung dazu, wäre Aufgabe der zuständigen Abteilungen des Landes Steiermark.
Es könnte auch als Aufgabe der Standesvertretung der Architekten gesehen werden, aktiv Gespräche zum Thema mit Vukan zu suchen (im Sinne der Interessensvertretung) oder nicht?
Last but not least könnten auch ehenamtlich tätige Vereinigungen wie die IG-Architektur oder Einzelne (Aktivbürger) im Sinne der Stärkung der Zivilgesellschaft aktiv werden und von sich aus auf die Gemeinde zugehen und Gespräche und Hilfestellung anbieten, um dazu beizutragen, dass diese Bauvorhaben der nächsten Jahre für Mureck gelingen - auf höchstem Qualitätsniveau. Dass Mureck vielleicht sogar zu einem Modellvorhaben der qualitativen Stärkung einer arg gebeutelten ländlichen Region werden könnte (wie Vrin?)
Im Sinne des gestern um 20:15 Uhr auf ORF1 ausgestrahlten Films "Tomorrow. Die Welt ist voller Lösungen" denke ich, dass wir alle uns nicht (mehr) auf Politik und staatliche Institutionen verlassen können und sollten, wenn es darum geht, Optimismus für die dringend notwendige Trendumkehr weg vom Begriff der angeblich unumstösslichen Logik ständig steigenden Wachstums und damit verbundener hypertropher Konsumsteigerung hin zur ressourcenschonenden qualitativen Verbesserung unserer Umwelt zu entwickeln.
Das mag dem Leser, der Leserin meines Kommentars jetzt vielleicht weit hergeholt erscheinen, mir jedoch scheint ein Beispiel wie Murecks Bauvorhaben eine Chance zu sein, aus den gängigen Mustern auszubrechen und etwas Neues, Besseres, den Menschen wirklich Dienendes zu versuchen. Von oben herab delegiert sollte dabei nur die "Subvention" als finanzielle Hilfestellung gesehen werden, alles Weitere sollte gemeinsam in der Gemeinde und mit allen an einer beispielhaften Lösung Interessierten "horizontal" entwickelt werden. Und das kann jede und jeder von uns sein, alle gemeinsam, die an (Welt-)Verbesserung und Wachstum durch Qualität und damit an einer Trendumkehr interessiert sind.

Kommentar antworten