_Rubrik: 

WB-Entscheidung
Wettbewerbsergebnis WM-Mediencenter Schladming

Das Architektenteam Riepl & Riepl ging als Bestbieter aus dem von der Dachstein Tauernhalle Betriebs- und Veranstaltungsges.m.b.H. ausgelobten EU-weiten, nicht offenen Wettbewerb mit anschließenden Verhandlungsverfahren "WM - Mediencenter Schladming" hervor.

Gegenstand des Wettbewerbes war die Erlangung von baukünstlerischen Vorentwürfen für den Neubau eines Veranstaltungszentrums mit temporärer Anfangsnutzung als Mediencenter für die Alpine Ski WM 2013, unter besonderer Berücksichtigung von alternativen Energiesystemen. Errichtungskosten: 13,0 Mio Euro.Aus den nach EU-weiter Bekanntmachung einlangenden Teilnahmeanträgen wurden in einem Auswahlverfahren anhand von Eignungs- und
Auswahlkriterien insgesamt 12 TeilnehmerInnen ausgewählt. Im Anschluss an das Wettbewerbsverfahren erfolgte ein Verhandlungsverfahren gemäß BVergG 2006 mit dem/der Gewinner/in des Wettbewerbes für die Übertragung der GeneralplanerInnenleistung.

Die weitere Reihung:
2. Rang: Marte & Marte, Weiler
3. Rang: Dietmar Feichtinger Architectes, Paris/Wien

Anerkennungspreise:
1. Anerkennungspreis: Architekten Domenig & Wallner ZT GmbH, Graz
2. Anerkennungspreis: Behnisch Architekten, Stuttgart
2. Anerkennungspreis: Delugan Meissl Associated Architects, wien

Nachrücker: Rinderer & Partner, Graz

Die weiteren TeilnehmerInnen waren:
ARGE Hohensinn / Gratz, Graz
fasch & fuchs. ZT-Gesellschaft mbH, Hausmannstätten / Wien
Riegler Riewe Architekten, Graz
Szyszkowitz Kowalski Architekten
Treusch architecture ZT GMBH

Zusammensetzung der Jury:
_ Fachpreisrichter:
Architekt Dipl.Ing. Much Untertrifaller (Vorsitzender des Preisgerichts)
Architekt Dipl.Ing. Markus Pernthaler
Architekt Dipl.Ing. Herfried Peyker
Architekt Dipl.Ing. Ernst Roth
_ Sachpreisrichter:
Bürgermeister Jürgen Winter (Stellvertretender Vorsitzender)
Ing. Anton Mössner
Direktor Peter Travniczek (Gemeinde Schladming)
Direktor Alfred Brandner (ÖSV)

Beschreibung des Siegerprojektes:
(Auszug aus dem Juryprotokoll)

Der kompakte quadratische Baukörper ist auf verblüffend selbstverständliche Art und Weise auf dem Grundstück situiert. Die daraus resultierenden Außenräume und Bezüge zur bestehenden Struktur weisen hohe Qualitäten auf. Insbesondere das großzügige Vorfeld mit der direkten Zugänglichkeit für Fußgänger vom Ortszentrum aus besticht, ebenso die räumliche Zuordnung zu den Hotels. Die Parkierung und Anlieferung ist gut entflochten, die Fußgänger wer-den vom Fahrverkehr nicht tangiert. Die gewünschte Erweiterungsfläche für Veranstaltungen liegt im Nordosten ideal, auch für Übertragungswägen ist ausreichend Stellfläche gegeben. Das große Vorfeld weist ebenfalls Potential für die Ausweitung von Ver-anstaltungen (Messen, Ausstellungen, etc) auf. Der Kubus ist gut durchorganisiert mit attraktiven Raumfolgen. Die Funktionalität ist in allen Bereichen gegeben. Positiv her-vorgehoben wird die einfache Abtrennbarkeit des großen Saals samt Foyer bei kleine-ren Veranstaltungen, dies führt zu reduzierten Betriebs- und Wartungskosten. Etwas überzogen erscheint die große von oben belichtete Treppenanlage zum kleinen Saal und den Seminarräumen. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass das Gros der Ver-anstaltungen in diesem Bereich stattfinden wird und dieser Gestus dem Rechnung trägt. Die angebotene Fassadenlösung wird positiv gesehen, ebenfalls die konstruktive Aus-führung als Holzbau. Die energetischen und ökologischen Aspekte sind dadurch und durch das kompakte Volumen mit dem moderaten Verglasungsanteil überzeugend be-rücksichtigt. Die Tiefgarage wie auch das gesamte Bauwerk sind als ökonomisch günstig einzustufen.

Kommentar der Kammer:
Aufgrund intensiver Gespräche mit der Ausloberin konnte erreicht werden, dass bei diesem Verfahren einige wesentliche Einwände der Länderkammer Steiermark/Kärnten berücksichtigt wurden. Aus unserer Sicht bestehen nur Bedenken bzgl. der Größe und der Bewertung der Referenzprojekte. Nachdem im Punkt "Auftragswert des Referenzprojektes" keine Änderung des Multiplikators erreicht werden konnte, wurde das Verfahren als "nicht in Kooperation mit der Kammer" bewertet.

Verfasser/in:
Redaktion GAT Graz Architektur Täglich

Verfasser / in:

Redaktion GAT GrazArchitekturTäglich

Datum:

Fri 30/10/2009

Artikelempfehlungen der Redaktion

Kontakt:

Kommentar antworten