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Baulücke in der Körösistraße, wo das Projekt 'Central green living' realisiert wird.
©: Jördis Tornquist

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Kommentar
PLUS / MINUS _ Baulücken

MINUS: Lückenschluss-Wahn

Jede Lücke, die in Graz geschlossen wird, kostet mindestens einen Baum – hier am Beispiel Central green living in der Körösistraße – fort mit den Baulinien! Bäume in Bauvorhaben integrieren! Vorgärten schaffen / Nischengärten erhalten! Eventuell Kreativ denken und handeln zulassen!

Verfasser / in:

Jördis Tornquist

Datum:

Mi. 08/02/2017

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Kommentare

8000 Großbäume umgerissen an den Murufern

Auf zwei Kilometer Länge in zwei Tagen 8000 große bis sehr große Bäume (über 1 m Durchmesser) umgerissen mit dem Harvester - geschehen an beiden Murufern seit dem Tag 1 nach der Wahl.
Es stimmt, auch das Fällen EINES Baumes in der Feinstaubhauptstadt Graz ist zu hinterfragen, aber die Relation zu dem Baummassaker, das jetzt von der Energie Steiermark mit Genehmigung und auf Wunsch des Bürgermeisters gerade angerichtet wurde, darf nicht aus dem Auge verloren werden. Man kann sich das anschauen an den Ufern südlich des Puchstegs - es ist zum Heulen und macht unbeschreibbar wütend.

keine schöne zukunft für graz

danke dir Karin, dass du in Gat über diese Grauslichkeiten und undemoktratischen Vorgangsweisen an der Mur berichtest. leider scheint das nicht viele KollegInnen zu interessieren, bzw. mangelt es an Zivilcourage, ansonsten müsste es viele Kommentare dazu geben. Schließlich ist das unsere Stadt, die da verunstaltet wird. Danke daher auch an Wolfgang Feyferlik.

Damit es nicht noch schlimmer wird und Eustacchio Wohnungsstadtrat wird, der Aufrauf an die LeserInnen von GAT diese Petition zu unterschreiben.

https://www.openpetition.eu/petition/online/elke-kahr-muss-grazer-wohnun...

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Sich zu informieren bedeutet halt auch Arbeit und Zeitaufwand

Ja, es ist (offensichtlich) mühsam, sich gründlich zu informieren, und "hinter die Zeilen zu blicken" zB. in Bezug auf das Murkraftwerk die Werbeinfos der Energie Steiermark oder die Artikel in der Kleinen Zeitung zu hinterfragen. heute gibt es ein gutes Beispiel dafür, wenn Nagl in der Kleinen in einem 2-seitigen Interview seinen Erfolg gleich selbst analysiert. Und dabei als einen Grund erklärt, dass man als Politiker eben eine Meinung haben und dahinter stehen muss. Er erklärt das am Beispiel Murkraftwerk, wo er seit 15 Jahren gesagt habe, dass er das will.
Dazu eine APA-Meldung vom 02.01.2009 (!!) Titel: Nagl kritisiert neue Kraftwerkskette
"Deutliche Skepsis an vier Laufkraftwerken an der Mur südlich und nördlich der steirischen Landeshauptstadt hat der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (V) erkennen lassen. Nagl formulierte am Silvestertag Kritik an der Energiepolitik und stellte das Thema "Energie" und "Zeit" als seine politischen Leitmotive für die kommenden Jahre vor.
Nagl ging mit der derzeitigen Energiepolitik in Land und Bund hart ins Gericht: "In Österreich und der Steiermark gibt es keine Energiepolitik mehr, sondern nur ein Energiemanagement". Statt in nachhaltige Energie zu investieren, "wird nur überlegt, wo man neue Kraftwerke hinbauen könnte, um Geld zu verdienen" - "vier plant die Stromtochter der Energie Steiermark SSG gemeinsam mit dem Verbund in und um Graz."
Als ich das gelesen habe, war die Frage: Wendehals? Wenn ja, warum?
Seit November 2016 ist im Firmenbuch die Grazer Immobilienfirma SA (!) Immobilien gelistet (Siegfried und Andrea) mit Andrea Nagl als Geschäftsführerin und Firma Klammerth als Gesellschafter.
Ein Schelm, wer Böses vermutet? Der Bürgermeister und oberster Baureferent gründet eine Immobilienfirma. Zumindest interessant, oder? Nun bin ich als Fachjournalistin nicht berufen, solche Dinge aufzuklären, aber ich hoffe, dass der Falter bald auf das Thema Murkraftwerk setzt und seine sonst so gründliche investigative Arbeit auch dabei zeigt.

Quelle für diese Information

Die Quelle dieser Information sei noch genannt (und bedankt)
http://www.wir-bürger.at/wir-decken-auf-die-firmen-des-siegfried-nagl/

Infobox

MINUS
Lückenschluss-Wahn

Kurz und bündig werden in der Reihe PLUS / MINUS positive wie negative Gestaltungen und Details aufgezeigt, die das Auge erfreuen oder beleidigen.

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