Smart City Projekt Graz Mitte _Modell Pernthaler
'Smart City Project Graz-Mitte', Modell des Stadtteils rund um die Helmut-List-Halle, Konzeption Architekt DI Markus Pernthaler, Stand 2013
Architektur: Markus Pernthaler Architekten, ©: Markus Pernthaler Architekten

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Bericht
Smart City Projekt Graz Mitte

Wie die Stadt Graz und diverse Medien aktuell berichten, wird das „Smart City Project Graz-Mitte“ eine bis zu 4,2 Mio Euro schwere Förderung des Bundes aus dem Klima- und Energiefonds erhalten. Mit dieser Unterstützung für innovative urbane Energietechnologien im Rahmen zukunftsfähiger Stadtentwicklungsprojekte soll westlich des Grazer Hauptbahnhofs ein energieoptimierter integrierter Stadtteil entstehen. Die wissenschaftliche Expertise wird von der TU Graz kommen, umgesetzt wird das Pilotprojekt bis 2016.

Vorerst soll unter der Federführung der Stadt gemeinsam mit den 14 Projektpartnern ein Demonstrationsobjekt umgesetzt werden. Danach sollen die hier gemachten Erfahrungen sukzessive für andere Stadtteile weiterentwickelt werden.

Die Konzeption des Demonstrationsprojekts wurde durch Architekt DI Markus Pernthaler im Auftrag der GrundstückseigentümerInnen und in Abstimmung mit den Konsortialpartnern erstellt. In die Konzeptentwicklung waren auch das Stadtplanungsamt mit Dipl.-Arch. Heinz Schöttli und der Konsortialpartner FIBAG (Forschungszentrum für integrales Bauwesen AG) mit Dr. Mario Müller eingebunden.

Konsortialführung:
Stadt Graz/Stadtbaudirektion

Projektpartner „Smart City Project Graz-Mitte“ (alphabetisch gereiht):
Alfen Consulting, AVL, Architekt DI Markus Pernthaler ZT GmbH, Energie Graz, Energie Steiermark AG, FIBAG, Holding Graz GmbH, SFL, Stadt Darmstadt, Stadt Zagreb, SOT – Süd-Ost-Treuhand, Technische Universität Graz, Verein LaborStadtGraz

Auszug aus der PRESSEAUSSENDUNG der Stadt Graz (Wolfgang Maget, Öffentlichkeitsarbeit der Stadtbaudirektion):
"Mit dem „Smart City Project Graz-Mitte“ hat die Stadt Graz gemeinsam mit namhaften Partnern aus Wirtschaft und Forschung ein Konzept für die Entwicklung eines zukunftsfähigen integrierten Stadtteils vorgelegt, das demonstrieren soll, wie Urbanität und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. Damit wird dem überdurchschnittlichen Wachstum der Stadt Graz, das sich allen Prognosen zufolge in den kommenden Jahrzehnten sogar noch beschleunigen wird, in Bezug auf den gesteigerten Ressourcenverbrauch und Anforderungen an die Stadtplanung Rechnung getragen.

„Smart City Project Graz Mitte“ ist ein Projekt zur Demonstration neuer urbaner Energietechnologien im Umfeld einer innovativen Stadtentwicklung. Das derzeit sehr heterogene und unterschiedlich genutzte Stadtquartier in unmittelbarer Nähe zum Grazer Hauptbahnhof wird zu einem Areal, das durch neueste Energietechnologien in einen umweltfreundlichen, lebenswerten und intelligenten Stadtteil verwandelt werden soll. Konkret umfasst das Projektgebiet mehr als 400 Hektar in den Bezirken Gries, Lend, Eggenberg und Wetzelsdorf. Ein pulsierender, funktionsdurchmischter Stadtteil mit geringsten bis gar keinen CO2-Emissionen und niedrigem Ressourcenverbrauch soll die Marktfähigkeit der neuen Technologien beweisen.

Dabei spielen nicht nur die Themen erneuerbare Energie, Energienetze und Gebäudetechnologien eine zentrale Rolle, das Projekt zielt auch auf „grüne“ Mobilität und soziale Durchmischung ab und lädt die BewohnerInnen gezielt zur Mitwirkung an ihrem Stadtteil ein. Von der urbanen Solarstromerzeugung über integrierte Gebäudefassaden bis hin zur Errichtung einer Wohnanlage mit etwa 80 Wohneinheiten umfasst das Pilotprojekt sämtliche ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte, die es bei der Entwicklung eines smarten Stadtteils zu berücksichtigen gilt.

Kurz: Angestrebte Ergebnisse sind die weitestgehende Umsetzung der einzelnen geplanten Demonstrationsvorhaben als Basis des neuen zukunftsfähigen Stadtteils, die Konkretisierung und Sicherung der Finanzierung der weiteren Bauabschnitte sowie neue Erkenntnisse und Modelle für integrierte und ganzheitliche Stadtplanungs- und Stadtentwicklungsprozesse, die auf weitere Teile des Zielgebietes übertragbar und anwendbar sind. Zudem soll ein integrativer Planungsprozess umgesetzt werden, der eine smarte Stadtentwicklung aus einer ganzheitlichen Perspektive betrachtet und für alle Beteiligten sichtbar, gestaltbar und erlebbar macht.

Die jetzige Millionenförderung des Bundes ist nicht die erste Auszeichnung für das innovative Modell: Unter dem Projekttitel „I Live Graz“ war das Konzept für eine „Smart City Graz“ bereits in einer ersten Runde im Vorjahr für seine Gesamtkonzeption unter 30 Einreichungen von einer Fachjury auf Platz zwei gesetzt worden – was eine Förderung des Klima- und Energiefonds des Bundes von 100.000 Euro für die Ausarbeitung konkreter Umsetzungsprojekte und somit den Aufstieg in den „zweiten Durchgang“ bedeutete.

Das konkrete Demoprojekt, das den Namen „Smart City Project Graz-Mitte“ trägt, setzte sich nun auch in der zweiten Runde durch, womit nicht weniger als bis zu 4,3 Millionen Euro Förderung in die steirische Landeshauptstadt fließen. Voraussetzung ist, dass innerhalb von vier Jahren, also bis 2016, erste Baukörper des Demonstrationsprojekts umgesetzt werden können.

Für Stadtbaudirektor DI Mag. Bertram Werle und Projektleiter DI Kai-Uwe Hoffer ist der Zuschlag noch nicht die Ziellinie im Wettlauf um Förderungen, sondern die nächste wichtige Etappe: „Die Chancen auf hochdotierte Förderungen der Europäischen Union sind damit deutlich gestiegen!“ Nicht zuletzt deshalb werden internationale Netzwerke für das Projekt „Smart City Project Graz-Mitte“ geknüpft. Werle sieht im „Smart City Project Graz-Mitte“ einen „weiteren Urbanisierungsschritt mit modernen, hocheffizienten Strukturen statt Wohnsilos, um den Wohnungsbedarf in unserer dynamisch wachsenden Stadt zu decken“. Die zusätzlichen Fördermittel sollen helfen, dieses Ziel auf dem geplanten höchsten Niveau zu verwirklichen."

Verfasser / in:

Redaktion GAT GrazArchitekturTäglich
Stadtentwicklung Graz

Datum:

Mo. 23/09/2013

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4,2 Mio € Förderung aus dem Klima- und Energiefonds des Bundes.

Konzept Markus Pernthaler

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