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afo am Herbert-Bayer-Platz, Linz. Foto: Bernhard Waldmann. 1927 nach den Plänen von Baudir. Kurt Kühne errichtet, wurde das Gebäude bis 1968 als Volksküche genutzt.

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Bericht
something with architecture – afo

Das afo architekturforum oberösterreich richtet sich mit seiner Programmgestaltung nicht nur an Architekturschaffende, sondern bietet Inhalte für ein möglichst breites Publikum an. An den Randbereichen der Disziplin sprießen neue Ideen, Inspiration und Innovation. Architektur darf keine elitäres Feld sein, denn Jede und Jeder ist von der gebauten Umwelt in vielfacher Weise betroffen.

Für den theoretischen Unterbau sorgt das Format Theorie im Keller. AutorInnen und HerausgeberInnen stellen aktuelle Publikationen vor und diskutieren dazu mit dem Publikum. Noch intensiver geht es bei der Lecture-Serie von Lars Moritz zur Sache. IM ZWEIFEL FÜR DEN ZWEIFEL lautet der von Tocotronic geborgte Titel, unter dem in fünf Teilen auf eines der berühmtesten und ungelesensten Bücher über die Stadt eingegangen wird: Walter Benjamins Passagen-Werk.

Momentan zu sehen ist die Ausstellung Learning von Gänserndorf, eine vergleichende Auseinandersetzung von Studierenden der Kunstuniversität Linz mit Theorie-Klassiker von Scott Brown, Robert Venturi und Steven Izenour, inklusive einer überlebensgroßen Gans. Dicht gefolgt von Der Architekturwettbewerb: Weg zur maßgeschneiderten Lösung. Nicht nur Wettbewerbsergebnisse aus den letzten beiden Jahren werden gezeigt, sondern auch einen durchgehende Argumentationslinie, die EntscheidungsträgerInnen die Sinnhaftigkeit und Qualität von Architekturwettbewerben näher bringt.
Die Kuratorin Rositza Alexandrova bereitet gerade die Ausstellung BAUhahaHAUS vor. Witz, Schabernack, ungewollt Komisches und Gelächter sind ab Mai im afo zu sehen. Wieder etwas ernster wird es zu einer Inszenierung von Pamela Neuwirth und Tanja Brandmayr: Ich, der Mietnomade – eine detektivische Untersuchung eines klandestinen Phänomens.

In Linz findet jährlich das Filmfestival CROSSING EUROPE statt - heuer vom 25. bis 30. April. Das afo beteiligt sich daran mit der Sektion Architektur und Gesellschaft, zusammengestellt von Lotte Schreiber. Diese Jahr steht das Programm unter dem Titel Gender & Space. Die gezeigten Filme drehen sich um das Verhältnis von Geschlechterrollen und Raum.

2016 wurde erstmals die afo-Residency angeboten. Zwei ArchitektInnen oder KünstlerInnen haben über die Sommermonate für insgesamt drei Monate die Gelegenheit, im hauseigenen Studio zu leben und zu arbeiten. Gesucht sind auch heuer wieder Menschen, die sich mit Architektur und Raum im weiteren Sinne auseinandersetzen.

Im Herbst 2017 findet ein Schwerpunkt zum Thema Wohnen statt. Die Ausstellung Neue Standards – Zehn Thesen zum Wohnen, die Matthias Böttger für das DAZ Berlin kuratiert hat, kommt nach Linz und zum dritten Mal lädt Arch+Ing Oberösterreich und Salzburg zum Symposium Wohnen im Herbst.

Weil Architektur am besten an der gebauten Realität ablesbar ist, organisiert das afo fortlaufend Exkursionen und Besichtigungen zu aktuellen Gebäuden in Oberösterreich. Am Programm stehen in der Reihe baubesprechung öffentliche Bauten genauso wie Privathäuser, gelegentlich auch historisches, denn Beachtung verdient nicht nur, was neu ist und glänzt!

Verfasser / in:

afo architekturforum oberösterreich

Datum:

Mi. 15/03/2017

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