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Bericht
Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit
Neun Gebäude in der Endauswahl, darunter die Wohnanlage Messequartier Graz von Markus Pernthaler

Der Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit zeichnet hervorragende Leistungen von BauherrInnen, ArchitektInnen und FachplanerInnen aus, die anspruchsvolle Architektur und ressourcenschonende Bauweise kombinieren. Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Lebensministerium) lobte im Frühjahr 2012 zum dritten Mal den Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit aus. Das große Echo und die rege Beteiligung - 99 Einreichungen 2012 -  für den Staatspreis zeigten einmal mehr, dass Architektur, Klimaschutz, Energieeffizienz und der Einsatz von ökologischen Baumaterialien sich bestens vertragen.

Die international besetzte Jury unter dem Vorsitz von Univ.-Prof. Roland Gnaiger (Kunstuniversität Linz) hat folgende neun Projekte für den Staatspreis 2012 nominiert:
die Volksschule Mäder (Vorarlberg), ein Einfamilienhaus in Hard (Vorarlberg), das Agrarbildungszentrum Altmünster (Oberösterreich), die Sonderschule 4 in Linz (Oberösterreich), die Wohnanlage Messequartier in Graz (Steiermark), das "Niederösterreich-Haus" in Krems, das ÖAD-Gästehaus in Wien, das Wohngebäude U 31 in Wien sowie die Wohnanlage am Mühlgrund in Wien.
68 % der Einreichungen entfallen auf öffentliche Gebäude oder Dienstleistungsgebäude, 20 % sind großvolumige Wohngebäude, 12 % auf übrige Projekte. Ein Drittel der gesamten Einreichungen sind Sanierungsprojekte. Die Nachhaltigkeit der einzelnen Projekte wurde nach den Kriterien des Gebäudestandards klima aktiv beurteilt.
  
Aus den neun Projekten, die von der Jury in die engere Wahl genommen worden sind, werden am 14. Feber 2013 die besten ausgezeichnet.
 
Die Nominierten (von West nach Ost):
 
Volksschule Mäder
Bauherrin: Gemeinde Mäder
Architekten: Fink Thurnher
Fachplanung: Spektrum, Zentrum für Umwelttechnik und -management; Öko-Plan Wilfried Begle
 
Plusenergie-Einfamilienhaus, Hard
Bauherr: Martin Brunn
Architekten: Martin Brunn und Gerhard Zweier
Fachplanung: Ender Klimatechnik; Automation Next
 
Agrarbildungszentrum Salzkammergut, Altmünster
Bauherrin: Landes-Immobilien-GmbH
Architekten: Fink Thurnher
Fachplanung: Ziviltechnik Lothar Künz; E-Plus
 
Allgemeine Sonderschule 4, Linz
Bauherrin: Immobilien Linz
Architekten: Architektur Grundstein
Fachplanung: IBO; Technisches Büro Grillenberger
 
Wohnanlage Messequartier, Graz
Bauherrin: Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft ENW
Architekt: Markus Pernthaler
Fachplanung: Vatter & Partner; RFG Engineering; Bau Xund
 
Niederösterreich-Haus, Krems
Bauherrin: NÖ Landesimmobilien-GmbH
Architekten: ARGE NÖHK; Alles Wird Gut; Feld 72; Fritsch, Chiari & Partner
Fachplanung: Walter Prause; ZFG; Bau Xund
 
ÖAD-Gästehaus Gasgasse, Wien
Bauherrin: Gemeinnützige Genossenschaft Heimbau
Architekt: Martin Kohlbauer
Fachplanung: Vasko & Partner, Schöberl & Pöll
 
Energiespar-Wohngebäude U 31, Wien
Bauherrin: Heindl-Holding
Architekten: Querkraft GmbH
Fachplanung: Schöberl & Pöll; BPS
 
Wohnen am Mühlgrund, Wien
Bauherrin: Bauen und Wohnen GmbH
Architekten: Artec
Fachplanung: Schöberl & Pöll; Käferhaus; Auböck + Kárász

Unterstützt wird der Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit vom Fachverband der Stein- und keramischen Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich sowie von der Initiative Pro Holz.

Verfasser / in:

Redaktion GAT GrazArchitekturTäglich

Datum:

Do. 13/12/2012

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Kommentare

Messequartier

Wo ist bei diesem Projekt die anspruchsvolle Architektur versteckt und wo ist hier die soziale Nachhaltigkeit ... ich seh davon nichts.
Ein Staatspreis sollte wohl mehr gewicht darauf legen, Projekte zu nominieren und zu prämieren, die sich energetisch über mehrere Lebenszyklen schon bewährt haben und in ihrer Architekturqualität sich bereits manifestiert haben. Die soziale Nachhaltigkeit bzw. ob ein Wohnbau in dem Ausmaß und in der Gestalt nicht zu einem sozialen Brennpunkt verkommt zeigt sich auch erst mit den Jahren ...

Staatspreis für Architektur & Nachhaltigkeit

Mich würde interessieren, sehr geehrte/r larvierte/r Kommentator/in, ob Sie schon Vorort waren oder woher Sie diese negative Meinung zu dem Projekt ableiten, das immerhin 2006 aus einem Architekturwettbewerb mit dem Juryvorsitzenden Arch. Max Rieder als Sieger hervorgegangen ist und soweit ich weiß, doch heute auch noch weitgehend dem WB-Entwurf entspricht. Ich bin nun jedenfalls neugierig geworden und möchte mir ein Bild machen.
Architekturpreise dienen meiner Meinung nach dazu, neue, innovative Architektur mit Vorbildcharakter zu prämieren. Wichtiges Kriterium bei diesem Preis ist, so erscheint mir, dass qualitätsvolle Gestaltung und Energieeffizienz Hand in Hand gehen. Das scheint bei diesem neuen Projekt sehr gut gelungen zu sein. Da Architekt Roland Gnaiger in der Jury zum Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit sitzt, mache ich mir auch keine Sorgen, ob beide Aspekte bei den Nominierungen ausreichend berücksichtigt werden oder wurden. Moderne Gebäude sollten, so hoffe ich, ja bereits vor der Umsetzung hinsichtlich ihrer Energieeffizienz berechnet und danach gebaut werden. Dies im Nachhinein festzustellen, erscheint mir doch etwas gewagt.
LINKS zum Thema:
http://www.gat.st/news/aktuelles-zur-stadtteilentwicklung-messequadrant-...
http://www.gat.st/news/bahn-frei-fuer-die-bebauung-des-grazer-messeareals

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