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Kommentar
Wenn Sieger Verlierer sind

Wozu Wettbewerbe? Geht ja eh nur um das Parlament!

Im Jahr 2008 haben die Linzer Heidl Architekten den EU-weiten Architekturwettbewerb zum Umbau des Nationalratssitzungssaales gewonnen. Seither ist mancherlei geschehen. Der Umfang der projektierten Sanierungsmaßnahmen im gesamten Parlamentsgebäude hat sich vervielfacht und mit ihm das Budget. Mit dem Wettbewerbssieger von 2008 will man sich, so scheint es, heute nicht mehr belasten. Das Verfahren wurde aufgehoben; der Heidl Architekten schriftlich zugesicherte Planungsauftrag – zuletzt für einen Teil des Gesamtkonzepts, dessen Generalplaner erst gefunden werden muss – ist Geschichte. Das Bundesvergabeamt hat am 7. Dezember 2012 Andreas Heidls Einspruch gegen den Widerruf des Auftrags abgewiesen.

Doch auch den Weg eines Architekturwettbewerbes will das Hohe Haus auf der Suche nach seinem Generalplaner nicht ein zweites Mal gehen. Man zieht ein „Verhandlungsverfahren mit wettbewerbsähnlichem Charakter“, dem wichtige Qualitätskriterien wie Anonymität, Chancengleichheit und objektivierbare Bewertungskriterien fehlen, vor. ...

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Verfasser / in:

Romana Ring

Datum:

Sa. 15/12/2012

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Der Artikel ist erstmalig am 15.12.2012 im Spectrum der Tageszeitung Die Presse erschienen.

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