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Architektur: Schwarz. Platzer. Architekten, ©: Kampits & Gamerith ZT-GmbH

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WB-Entscheidung
Wohnbau Aribonenstraße, Graz

Ausgelobt von der gemeinnützigen Grazer Wohnungsgenossenschaft wurde zwischen 13.07. und 19.09.2017 ein geladener, einstufiger Wettbewerb unter acht TeilnehmerInnen nach dem Grazer Modell für einen geförderten Geschoßwohnbau in Graz-Straßgang durchgeführt.

Ziel des Verfahrens war, Vorschläge für die Realisierung eines kostengünstigen, aber qualitätsvollen und zeitgemäßen Wohnbaus bei voller Ausschöpfung der Dichte (0,3 - 0,6) zu erlangen. Alle Wohneinheiten sollen den Anforderungen des anpassbaren Wohnbaus entsprechen und innovative und qualitativ hochwertige Grundrisse aufweisen. Zudem waren verkehrsfreie Grün- und Erholungsräume zu gestalten.
Am Baufeld A ist eine Bebauung mit 78 Wohneinheiten vorgesehen, welche in drei etwa gleich großen Abschnitten erfolgen soll. Für das Baufeld B war ein konzeptioneller Bebauungsvorschlag gefordert.
Das Wettbewerbsareal ist bebauungsplanpflichtig – das Ergebnis des Verfahrens wird Grundlage zur anschließenden Bearbeitung des Bebauungsplans sein.

Die Jury unter dem Vorsitz von Arch. DI Kurt Fandler kam in ihrer Sitzung vom 19.09.2017 zu folgendem Ergebnis:

Wettbewerbsergebnis

  • 1. Platz: schwarz.platzer.architekten.zt-gmbh, Graz
  • 2. Platz: Arch. DI Martin Pilz, Graz
  • 3. Platz: Arch. DI Sonja Frühwirth, Graz
  • Nachrücker: STUDIO WG3 ZT-KG, Graz

Weitere TeilnehmerInnen

  • fiedler.tornquist, Graz
  • FWB Architekten ZT-GmbH, Hausmannstätten
  • Arch. DI Günter Haas, St.Peter/Ottersbach
  • Arch. DI Michael Neuwirth, Graz

Jurybeurteilung Siegerprojekt

Das Projekt setzt sich aus neun Baukörpern mit drei bis vier Geschoßen zusammen, welche in ihrer Maßstäblichkeit angemessen auf die umgebende Bebauung reagieren. Die kleinteilige Baukörpergliederung ermöglicht ein spannendes Netz an Außenräumen mit Verzahnungen von halböffentlichen und privaten Freiräumen. Die Baukörper sind trotz ihrer Unterschiede in Erscheinungsbild und Grundriss einfach und klar strukturiert.
Die zahlreichen Varianten der durchwegs gut funktionierenden Grundrisstypen werden positiv angemerkt.
Für das Baufeld B wird eine ähnliche Bebauungsweise mit rhythmisierten Außenräumen vorgeschlagen, die innere Erschießungsachse ermöglicht eine einfache Orientierung.

Auflagen Siegerprojekt
Die Einhaltung der vorgegebenen Dichte von 0,6 ist nachzuweisen.
Die Einhaltung der geforderten 20% siedlungsöffentliche Freifläche ist nachzuweisen, eine Verwebung von öffentlichem Raum und siedlungsöffentlichen Freibereichen ist das Ziel.
Für das Baufeld A sollte der Abstand der Baukörper zur südlichen Grenze geprüft und wenn möglich erweitert werden.
Für das Baufeld B sind die Zufahrten zur Tiefgarage gemäß der Auslobung zu adaptieren.
Die Situierung der Besucherparkplätze auf Baufeld A, diese dürfen nicht auf öffentlichem Gut bzw. den Abtretungsflächen situiert werden, muss überarbeitet werden (z.B. gemeinsame Zufahrt mit Tiefgaragenzufahrt).

Der Sieger des Wettbewerbs wird bei Projekten bis 50 Wohneinheiten zumindest mit dem Vorentwurf, dem Entwurf, der Einreichplanung und der baukünstlerischen Oberleitung des Gesamtprojekts beauftragt.

Verfasser / in:

Redaktion GAT GrazArchitekturTäglich

Datum:

Mo. 30/10/2017

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Infobox

Wohnbau Aribonenstraße
Graz-Straßgang
Wettbewerbsergebnis

Geladener einstufiger Wettbewerb unter acht TeilnehmerInnen nach dem Grazer Modell für einen geförderten Geschoßwohnbau in Graz-Straßgang

Ausloberin
Gemeinnützige Grazer Wohnungsgenossenschaft, Neuholdaugasse 5, 8010 Graz

Gewinner
schwarz.platzer.architekten

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