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Warum ein 2-Stufiges Verfahren?

Im Zuge der aktuellen Handhabung von Wettbewerbsverfahren immer mehr 2.stufige Wettbewerbe zu veranstalten, wird die absurde Situation der Architekten und Büros in dieser "Lotterie" unserer Meinung nach noch weiter negativ verstärkt!

Aktuell gesehen, beim Verfahren für den Neubau der Volksschule Leibnitz (Kaindorf / Sulm), wurde offensichtlich von der Kammer ein 2-Stufiges Verfahren einreklamiert. Das hat nun zur Folge, dass in der 1. Stufe OHNE Hearing (Warum?) zwischen Fragenbeantwortung und Abgabe exakt 6 Werktage Zeit für Bearbeitung bleiben!?
Das, obwohl eine raumscharfe Durcharbeitung gefordert und sogar lt. Ausschreibung eine Garantie des teilnehmenden Architeken beeinhaltet ist, dass der Entwurf im Kostenrahmen umsetzbar sei?!
Es wäre ein Einfaches gewesen, hätte man einfach einen normalen 1.-stufigen Realisierungswettbewerb durchgeführt, mit normalen Hearing, Begehung, genug Zeit und Agabe im Mai2018.

So werden Büros in absurde und unwürdige (!) Verfahren und Bearbeitungen getrieben, die keine Qualität und Ernsthaftigkeit mehr zulassen! Zudem verdoppelt oder vervielfacht sich der Einsatz für die Büros, die in die 2-te Stufe kommen! Das wirtschaftliche Risiko für mittlere und kleine Bürostrukturen vervielfältigt sich und gleichzeitig werden aufgrund einer völlig unnachvollziehbaren neuen Handhabung der Genossenschaften die Preisgelder für Verfahren lächerlich niedrig nach unten gefahren? Selbst der Gewinn eines Wettbewerbs deckt mit dem Preisgeld nicht mehr die wahren Kosten ab - im Falle eine Projektstopps oder einer Nichtbeauftragung (wenn das Projekt gar nicht realisiert wird) bleibt mittlerweile selbst ein Gewinner schon auf dem wirtschaftlichen Schaden eines 2-stufigen Verfahrens sitzen!

Eine Trennung des Wettbewerbverfahrens in 2 Stufen ist nur dann gerechtfertigt, wenn es eine sinnvolle städtebauliche Betrachtungsstufe gibt, dh. auch wenn der Umfang des Projekts so groß ist, dass eine 2-Stufigkeit gerechtfertigt ist!
Gerade bei so kleinen Bauvorhaben wie einer Volksschule kann es nicht sein, dass man ein 2-Stufiges Verfahren sinnvoll argumentieren kann.

So wie es hier durchgeführt wird, kann es nicht mehr der Sinn eines Architekturwettbewerbs sein!
2-Stufige Verfahren sollten von der Kammer unbedingt neu überdacht werden, und wenn, dann nur bei sehr großen Projektumfängen durchgeführt werden!

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