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Pfauengartenpoesie

Ich kenne diesen guten Beitrag. Der für mich wesentliche Punkt war die Aufarbeitung des Geschehens am Pfauengarten vom Trigon Museum zur Bebauung und eine fundierte, stichhaltige Kritik sowohl der Vorgangsweise als auch ihres Ergebnisses.
Das ist mir nur teilweise gelungen. Zum Beispiel habe ich trotz vielerlei Versuchens - darunter sind Telefonate mit damals tätigen Beamten des Landes - nicht herausfinden können, wofür das für kulturelle Einrichtungen gewidmete Grundstück vom Land verkauft wurde. Wozu also der Erlös verwendet wurde. Etwa ganz einfach zur Aufbesserung des Budgets oder etwa um die Gemeindezusammenlegung in der Oststeiermark zu finanzieren?
Wohl gelungen ist mir, die Verantwortung für das Versagen klar darzulegen. Einmal dafür, den großartigen und bis weit in den Planungsablauf gediehenen Entwurf für das Trigon Museum nicht zu realisieren. Das liegt an persönlichen Eitelkeiten in der Landespolitik und tatsächlich meiner Meinung nach kulturschädlichem Verhalten, denn wir haben zwar ein Kunsthaus, aber kein Museum bekommen, bis heute nicht: nämlich eines, wie es der Entwurf von Schöffauer-Tschapeller war. Es liegt dann auch an der Bereitschaft des Landes, das Grundstück an die Stadt zu verkaufen. An dieser liegt es, ohne Umwidmungsverfahren eine Bebauung zu bewilligen, die nicht kultureller Nutzung dient, sondern Ivestoreninteressen und dem, was ich für Gewinnmaximierung halte. Ob die Ingenieurkammer den Wettbewerb für die endgültige Bebauung freigegeben hat, wir noch untersucht. Dass die Jury unter Vorsitz eines norwegischen Architekten den realisierten Entwurf prämierte, ist für mich nicht unerwartet aber verwerflich. Es hat ein besseres Projekt gegeben.
Verantwortung? Sie liegt beim Land, der Stadt, der Architektenkammer, der Jury und bei Architekten, mich eingeschlossen. Teilgenommen hätte ich nicht, aber zu Wort melden hätte auch ich mich sollen, wie so manch anderer/andere. Meine Arbeit zwischen 2007 und 2007 an Vorabzügen zu Rethinking Structures I und II, vor allem an Städtebausimulationen war mir wichtiger. Es ist eine Schuld, die ich im Nachhinein eingelöst habe.
Wollen Sie ein Gedicht? Wenn es das ist, schreib ich Ihnen eines.

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