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Im letzten Punkt unter

Im letzten Punkt unter "Kostenwahrheit für den Versand" habe ich einige der allgemein gültigen Probleme des Online-Versands aufgelistet. Die sind meiner Meinung nach allerdings nicht in unmittelbarem Zusammenhang, auch dem zeitlichen, mit dem jetzigen Bauansuchen und Bauvorhaben von Amazon in Graz zu lösen. dafür gibt es andere Kompetenz- und Lösungsebenen, die wohl EU-weit zu klären und zu lösen sind. Für dieses konkrete Projekt scheint mir die Lösung, innerstädtisch die Verteilung selbst in die Hand zu nehmen und das mit E-Fahrzeugen, kurz- und mittelfristig die bessere, weil sparsamere. Außerdem glaube ich nicht, dass ein einiger Adressat auf eine Online-Bestellung verzichtet, weil die Lieferung jetzt vielleicht noch nicht "stabil" und immer verlässlich ist. Online-Bestellungen sind unglaublich bequem Tag und Nacht von zu Hause aus zu tätigen.
Steuerung kann also nur durch eine Kostenwahrheit des Versands geschehen, denke ich, denn wenn das Zurücksenden nicht mehr gratis ist und das ohne Ende, dann überlegen sich die Konsumenten das vielleicht 2x, bevor sie hemmungslos drauflos bestellen. Dann würde sich die Menge der Sattelzüge (zum jetzigen Zeitpunkt wären es 36 in 24 Stunden laut Amazon-Pressestelle) verringern und eben weniger Waren ausgeliefert.
Außerdem: Das Szenario im Falle einer Ablehnung des Verteilerlagers in Graz habe ich, denke ich, deutlich gemacht.
Den Protest der Anrainer kann ich nachvollziehen, aber da wäre auch noch anzumerken, dass sich vermutlich doch einige auch dort angesiedelt haben, nachdem der Autobahnzubringer gebaut wurde und der Beschluss, dieses 5.7 ha große Areal als Gewerbegebiet zu widmen, getroffen wurde - vielleicht sogar nach dem Bau des Einkaufszentrums. Während die beklagen, dass ihre Nachtruhe gestört und die Lustgüte reduziert werden wird, erteilt die Stadtplanung für das Brauquartier nach dem "Grazer Modell" eine Baugenehmigung eines Wohnungsbaus, der auf einfachste und primitivste Weise Wohnungen in 2-hüftiger Anlage genehmigt, wo die Hälfte der vorderen Stange NUR zur Triesterstraße hin orientiert ist. 1. Westlage, 2. kein Querlüften möglich 3. Lärm und Luftverschmutzung durch ca. 27.000 Fahrzeuge, die täglich dort vorbeifahren (2008 waren es mehr als 23.000) Nimmt man nur an, dass davon 7 % LKW sind, die mit Diesel fahren und mehr Lärm verursachen, so sind dies in der Stunde 79 LKWs, tagsüber vielleicht etwas mehr, nachts etwas weniger. Tja, da hätten wir protestieren sollen und uns laut gegen so eine Wohnpolitik wehren. Niemand (außer mir) hat nur ein Wort darüber geschrieben, Werle lächelt weiter freundlich, wenn er mich begrüßt und - schau, schon ist der nächste Wohnbau von C&P Immobilien in der Triesterstraße in Bau, sogar genehmigt, obwohl zur Zeit des Wettbewerbsentscheids (und jetzt?) nicht einmal ein öffentliches Taktverkehrsmittel dorthin geführt hat. Einzige Auflage des Wettbewerbs war, dass der Immobilienentwickler auf seine Kosten einen Busshuttle einsetzen muss. Beobachten wir doch diese Entwicklung und engagieren wir uns gegen solche unkorrektheiten, die nicht einmal dem Entwicklungsprogramm der Stadt entsprechen und trotzdem nicht abgelehnt werden.
Amazon steht so sehr unter Beschuss und unter Beobachtung, dass die von sich aus Anstrengungen unternehmen könnten (Programmatik und Entwicklungspläne existieren, kann man abrufen) Konjunktiv, zum Vorreiter zu werden in Sachen Klimaschutz. Geld wäre ja genug vorhanden.

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