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Wen vertritt die ZT-Kammer da eigentlich?

Auszug aus der Aussendung an die Mitglieder:innen der ZT-Kammer:
"Da wir uns durchaus der weitreichenden Bedeutung dieser Problematik bewusst sind, haben wir uns gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Steiermark sowie dem Verband der Gemeinnützigen Bauvereinigungen gegenüber Politik und Verwaltung für eine rasche Klarstellung und entsprechende Änderungen in den gesetzlichen Bestimmungen ausgesprochen. So könnte zunächst in der Bebauungsdichteverordnung eine Regelung getroffen werden, wonach jedenfalls Erschließungsflächen und Balkone nicht in die Dichteberechnung einzubeziehen sind. Eine solche Novelle der Bebauungsdichteverordnung würde die Rechts- und Planungssicherheit für die Planer:innen und Projektwerber:innen wiederherstellen. Außerdem könnten dadurch umfangreiche Nachberechnungen und zusätzliche Behördenverfahren entfallen."
Wenn man das u.a. liest, stellt sich die Frage, wenn vertritt die ZT-Kammer, da eigentlich?
Als Interessensvertretung nur jenen Teil der Mitglileder:Innen die der Investorenlobby dienstbar sind? Oder als Körperschaft öffentlichen Rechts die öffentlichen Interessen?
Ist hier das "Packeln" mit der Wirtschaftskammer und dem Verband der Gemeinnützigen Bauvereinigungen "Standes konform"?
Und für wenn lobbyieren jene Ziviltechniker/Architekten, wenn sie dem ZT-Kammer Aufruf folgen, sich bei dieser zu melden, wenn sie "konkrete Probleme" haben, um "gemeinsam mögliche Lösungsansätze" zu finden? Ist dies der "Wahrung des Standesansehens" wirklich förderlich und ist dies der "Achtung und des Vertrauens der Öffentlichkeit gegenüber ihrem Stand" würdig?

mM nach nicht (sic!) ... Es sei der ZT-Kammer und jenen Kolleg:innen empfohlen, in sich zu gehen, Ziviltechnikergesetz, Ziviltechnikerkammergesetz und Standesregeln eingehend zu studieren und darüber nachzudenken, wo hier das öffentliche Interesse und die (soziale) Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit liegt!

Zur Erinnerung: Der freie Beruf des Ziviltechnikers wurden zur Entlastung der Verwaltung als Verwaltungshelfer für Aufgaben der öffentlichen Verwaltung und damit der öffentlichen Interessen gegründet. Sie haben daher ihre Arbeiten unter Beachtung der Gesetze, Rechtsvorschriften, Normen und des Standes der
Technik gewissenhaft und sorgfältig zu erbringen.

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