Recent comments


  • Bin sofort dafür! So würde diese von mir schon als Kind als solche empfundene an sich trostlose "Schauspielhaus-Neue Burg-Gegend" wieder ansprechend!
    Ich kann mir gut vorstellen, dass dann Touristen nicht mehr nur die Doppelwendeltreppe auf und ab geschleift werden müssen, um auch in dieser Gegend der Altstadt ein Gefühl von Erlebnis zu haben.

    Autor: Anonymous

  • Peter Lauckhardt macht am 18.01.2022 im Hinblick auf das vermeindliche 1000-Jahr-Jubiläum der Stadt Graz im Jahre 2025 zwei bemerkenswerte Vorschläge:
    (1) Wiedererrichtung bzw. teilweiser Nachbau der 1854 wegen Baufälligkeit abgebrochenen kaiserlichen Residenz Friedrichs III und
    (2) darin ein AEIOV-Museum einrichten.

    Ich empfehle diese beiden Ziele sauber zu trennen und derzeit mit Nachdruck nur Ziel (1) zu verfolgen, um Widerstände gegenüber (2) zu vermeiden. Es ist eh schwierig genug und allerhöchste Eile geboten, damit zu beginnen, Ziel (1) zu erreichen. Die Begründung von Ziel (1) sollte nicht durch Ziel (2) erfolgen, sondern sich darauf stützen, dass ein derart wohlhabendes Land wie Österreich in der Lage sein sollte, die damaligen (1854) Versäumnisse zu korrigieren und das historische Ensemble von Burg, Dom, Mausoleum, Burgtor und Alte Universität zumindest teilweise wieder herzustellen, nicht zuletzt aus touristischen Gründen.
    Die Nutzung der dadurch wieder entstehenden Räumlichkeiten kann zu einemn späteren Zeitpunkt entschieden werden.

    Autor: Dr. Dietrich Albert

  • Ich ersuche um eine kurze kritische Selbstbefragung: Hätte man diese Entscheidung (keine Einzelpersonen zu nennen) auch getroffen, wenn ein Otto Kapfinger oder Christian Kühn dieses Thema durch Publikmachen initiiert hätte, oder hätte man diese als bekannte, prominente "Flaggschiffe" der Petition sehr wohl vorangestellt - um dieser mehr Gewicht zu verleihen? Beide sind Freunde (ersterer) und Kollegen (in der Presse) von mir und ich sehe mich nicht in einer Kategorie unter ihnen, was mein jahrzehntelanges Engagement für die Architektur und mein Können als Architekturkritikerin und Publizistin betrifft. Ich erlebe und empfinde jedoch subjektiv seit langem, dass meine Tätigkeit und mein Können hierorts nicht gleich (wert-)geschätzt werden. Warum?
    Bin gerne bereit, darüber auch ein offenes, öffentliches Gespräch zu führen, möchte gerne selbst wissen, warum, bevor ich mich ganz als Architekturkritikerin verabschiede. Vielleicht würde dies meine Enttäuschung und meinen Frust darüber mildern, dass mein Schreiben gar keine Resonanz findet hierorts, nie Anlass war, Strukturen und Handlungen kritisch zu hinterfragen und/oder von Amts wegen neu zu bewerten. Dass selbst den Architektenkollegen (immer männlichen) lieber gewesen wäre, wenn ich nicht kritisch berichtet hätte über Verfahren, die nicht gut gelaufen sind - siehe Androschs erstes Hotel in Altaussee - und offenes Anschreiben gegen politische/amtliche Versäumnisse, die zu diesem Ergebnis geführt haben, die ich gar nicht den Architekten angekreidet habe, mir von diesen übel genommen wurden. Oder: recherchiert mal selbst nach, wie meine Kritik am geplanten Billa-Neubau in Eisenerz gelaufen ist. Das lässt sich alles, auch auf GAT nachlesen.
    Reden wir darüber, damit nicht nach mir gar niemand mehr Lust hat, die aus der Steiermark kommende Architektur, etwaige Besonderheiten und Qualitäten, überregional bekannt zu machen. Meine diesbezügliche Schreiblust ist nicht mehr vorhanden, mein Schreiben in der Tageszeitung "Die Presse" habe ich bereits beendet. Ich bin der Meinung, dass auch die Zeit aktuell nicht erfordert, über Architekturqualität und Einzelerfolge zu schreiben, sondern dass andere Themen im Vordergrund stehen müssten, um notwendige gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen (zumindest gedanklich). Nur bin ich dann nicht für Schönschreiberei zu haben, das sehe ich als Verschwendung meiner eh schon kurzen verbleibenden Lebenszeit, und auch nicht für die Abhandlung von Themen in Form von kurzlebigen, wie Feuerwerke verglühenden und absolut nicht nachhaltig angelegten "Schönwetter-Veranstaltungen", zu denen Experten aus weither eingeflogen werden, um dann über Nachhaltiges wie Fasssaden- und Dachbegrünungen in Singapur zu erzählen, bevor sie mit dem nächsten Flugzeug wieder abreisen, zum nächsten Vortragsort. Wenn das die Auseinandersetzung mit brennenden Themen unserer Zeit bleibt, ohne Einbettung in lokale Gegebenheiten und Anforderungen - ok, aber dann ohne mich und ohne mein Anschreiben für ein besseres Morgen und gegen Unzulänglichkeiten und Schwächen des Systems und bestehender, verkrusteter Strukturen (dieses "Berufsethos" (diese Naivität ?) will ich nicht ablegen).
    Sorry für die Länge meiner Suada.

    Autor: Karin Tschavgova

  • Liebe Karin,

    ich verstehe Deinen Groll durchaus, möchte hier allerdings in Bezug auf die Petition kurz Stellung nehmen:

    Auslöser der gesamten Debatte um die Remise Steyrergasse und auch der Petition "„Stopp und Neustart Verfahren Remise Steyrergasse, Graz“ war unbestritten Dein Ende November auf GAT erschienener Artikel „Verbauung der Straßenbahn-Remise Steyrergasse“, der grundlegende Informationen zum Thema versammelt hat. In der Petition wurde jedoch bewusst darauf verzichtet, Namen von Einzelpersonen zu nennen, und zwar sowohl in der Petition selbst als auch bei der Offenlegung der Initiator:innen der Petition. Namentlich genannt wurden nur die Petition unterstützende Institutionen und Plattformen – mit dem Ziel, dadurch eine möglichst breite Öffentlichkeit zu erreichen.

    Dass unterschiedliche Medien - mit Ausnahme der Kronen Zeitung - in ihrer Berichterstattung zum Thema nicht auf Dich als Initiatorin der Debatte zugehen, finde ich ebenfalls nicht nachvollziehbar.

    Autor: Wallmüller Fabian

  • Die Petition konnte wohl maßgeblich deswegen lanciert werden, weil ich als Fachjournalistin und Architekturkritikerin die Sache publik gemacht hatte. Genau deswegen wäre es auch fair gewesen, mich als initiierende Expertin auch bei der Petition zu nennen und/oder mich als eine der Personen zu nennen, die diese Petition unterstützen. Das hätte jedoch vorausgesetzt, dass ich als Architekturkritikerin und Publizistin, die seit mehr als 25 Jahren aufmerksam die Architekturentwicklung und-szene der Steiermark (nicht nur) beobachtet, sich damit kritisch auseinandersetzt und darüber schreibt, auch als Expertin wahrgenommen und geschätzt wird. Das ist aber nicht der Fall, zu sehr scheut man jene, die den Finger auf Wunden legen und Schwächen, Mißstände und Fehler offenlegen. Unruhestifter kann man am besten "treffen", indem man sie ignoriert. Wer's nicht glaubt, kann gerne bei einem tete à tete im Gespräch Handfestes aus meiner eigenen Erfahrung dazu hören.
    Dass sich dann aber Präsidentinnen (im Standard), Vorstände und Instituts-LeiterInnen mit der Initiative zu diesem städtebaulichen Einwand schmücken, obwohl sie vor meinem Artikel gar nicht informiert waren von diesem Vorhaben, und das, ohne mich auch nur zu nennen, stösst mir sauer auf. Denn es ist eine Fortsetzung der mehr als 20-jährigen Geringschätzung meines Wissens, meiner Expertise und meines Engagements für die Qualität steirischer Architektur - nur hierorts übrigens. Und meines Bemühens, sie (im Spectrum, Architekur Aktuell, Bauforum und international im Baumeister, Bauwelt, Oris ect.) bekanntzumachen.

    Autor: Karin Tschavgova

  • Danke für diesen Beitrag, so wunderbar wie alles in dieser Kolumne!
    Ja, die Prangelgasse kenne ich gut. Bekannte von mir haben einmal in einem dieser Häuser gewohnt und der Jugendstil-Dekor ist mir schon früh aufgefallen. Habe da auch Fassaden fotographiert. - Um die Villa von Eggenberger Allee Nr. 10 tut mir heute das Herz noch bluten. Ich hoffe inständig, dass jetzt ein Umdenken im Rathaus einsetzt!!!

    Autor: Anonymous 64

  • Lieber Peter, danke für deinen Beitrag. Deine Arbeit für Graz verdient das Goldene Verdienstabzeichen der "Grazer Bürger". Wer kümmert sich um ein Stadtbild ? Die Altstadtkommission, nein, das machst du, du zeigst auf. Aber Investoren haben das Sagen in Graz. Graz ist schon so verschandelt worden, seiner Identität beraubt, dass es nicht mehr auszuhalten ist. Ich bin auch neugierig, wie sich der neue Gemeinderat zukünftig anstellen wird.

    Autor: Neu

  • Danke für den Beitrag, die Häuser kenne ich ja sehr gut, aber ich habe viel Neues erfahren.

    Autor: Erika Thümmel

  • Danke für den tollen Artikel.
    Wir dürfen seit kurzem das Haus Prangelgasse 3 verwalten, mir ist auch gleich aufgefallen, dass die Häuser hier von der Architektur besonders sind, dass sie gespiegelt sind ist mir nicht aufgefallen.

    Autor: Stefan Jaklitsch

  • Vielen Dank . . sehr spannend ! Frohe Weihnachten und ein weiterhin so produktives 2022 !

    Autor: Erwin Schwentner

  • Lieber Peter Laukhardt,
    diese Gasse kenne ich sehr gut, da ich oft beim Billa Plus in Eggenberg einkaufe und dann durch die Seitengassen zu einem behinderten Freund fahre, um ihm die Einkäufe zu liefern.
    Ich denke oft: lieber Gott, lass die Immo-Haie diese Gasse nicht entdecken, man taucht von der verschlimmbesserten Eggenberger Allee plötzlich in ein Viertel ein, das zeigt, wie ich Graz immer empfunden habe und das man jetzt bald mit der Lupe suchen muss.
    Ich danke für diesen Beitrag und wünsche frohe Feiertage!
    Astrid

    Autor: Astrid Kohlfürst

  • Ich gratuliere den Initiator*innen für diese super Aktion.
    Erschreckend ist, dass die Ziviltechnikerkammer und das HDA fehlen. Noch erschreckender ist, dass sich sowenige an dieser Aktion beteiligen.
    Wo sind die Grazer Architekt*innen? Wo sind die an einer nachhaltigen Stadtplanung interessierten Bürger*innen von Graz?

    Autor: Elisabeth Kabelis-Lechner

  • Ja, da wartet viel Arbeit auf die neue Stadtregierung (in Delegierung an die Stadtbaudirektion ect.) Zu hoffen und wünschen ist, dass das tägliche GAT-Lesen zur Pflicht wird und dass im Sinne von Transparenz und BürgerInnennähe auch direkt auf GAT Stellung bezogen wird von den Herrschaften.

    Autor: Stadtflanierer ganzjährig

  • ...gibt s den eigentlich noch. Schade, das GS Architects immer öfter für derartige Projekte verantwortlich zeichnet. Die wollten doch einmal ambitionierter bauen, oder erinnere ich mich da nicht richtig?

    Autor: Michaela Wambacher

  • Die Kritik an dieser Kreuzung ist wirklich berechtigt und leider nur eines der viele Beispiele, wo der Radwegausbau auf Kosten der Fußgänger*innen und nicht des motorisierten Verkehrs, den man eigentlich reduzieren sollte, erfolgte. Eine Stadt der kurzen Wege braucht attraktive Wege, speziell für Fußgänger*innen. Bleibt zu hoffen, dass die neue Stadtregierung hier ihre Präferenzen anders setzt und endlich das Radfahren im Fahrbahnbereich priorisiert. Die StVO bietet mit Begegnungszonen und Fahrradstraßen dafür gute Möglichkeiten, gerade auch bei beengten Raumverhältnissen. Dass das möglich ist, zeigen Städte wie Rotterdam, Kopenhagen und Wien.

    Autor: Maria Baumgartner

  • Ich freue mich, dass es so bleibt, wie es ist und war, als zur Mitte der 1960-er Jahre im AZ2 wirkte. Ich wundere mich nur, dass das Erhalten des AZ2 überhaupt infrage gestellt wird. Es war damals der Ort, wo Architekturausbildung und -werden stattfand. Möchte das auch dem Zeichensaal und dem Rektorat sagen. Mir fehlen aber die E-Mail Adressen von Ansprechpartnern. Hätte sie gerne, denn ich könnte Sie immer unterstützen, wenn esgewünscht wird.

    (Bernhard Hafner)

    Autor: Bernhard Hafner

  • Die Kleine Zeitung hat bereits am 16.10.2021, S. 24–25, einen größeren Bericht gebracht. Ist allerdings nur für Abonnenten zugänglich:
    https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/6047289/Fachleute-schlagen-...

    Autor: Anselm Wagner

  • Anselm Wagner hat das Thema auch in "Steiermark heute" untergebracht, letzte Woche. Zu der Zeit sitzen halt nur wenige an der Thematik Interessierte vorm Fernseher,

    Autor: Heinz Wondra

  • Ich habe mich mit der Kulturredaktion der Kleinen Zeitung in Verbindung gesetzt. Vielleicht besteht Interesse, einen Beitrag dazu zu veröffentlichen?

    Autor: Bettina Landl

  • Bis gerade eben war mir gar nicht klar, dass mit dem Erbe der Grazer Schule in dieser Weise und damit beschämend umgegangen wird. Es überrascht mich (auch), dass dessen historischer Wert nicht (an)erkannt wird und damit wertvolle Dokumente verschwinden (werden). Dass die Ausgabe frei zugänglich ist, kann sehr dazu beitragen, dass mehr Grazer*innen von diesem Umstand erfahren und sich dagegen aussprechen, dass weiter abgerissen wird! Wie kann man sich gezielt(er) für den Erhalt und den Schutz dieser Baudenkmäler einsetzen? Wie der Vermittlung dienlich sein?

    Autor: Bettina Landl
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