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  • Danke.
    Sehr schön geschrieben.

    Was ist denn da nun geplant, bzw was soll nun mit diesem Stadtkulturgut werden?

    Gibt es da mittlerweile ein Nutzungskonzept oder einen Plan für die nahe Zukunft?

    Autor: Mark Hellgoth

  • Hallo Herr Maier,

    Sind diese Ideen , oder ähnliche Gedanken, eingeschlafen oder etwas in Vergessenheit geraten?
    Was ist denn da nun geplant?
    Wohnen und Arbeiten,
    Kunst und Kultur,
    Schaffen, Spielen oder ist das wieder mal alles Spekulation?

    Autor: Mark Hellgoth

  • Ja ich hab das letzte Woche (aber das geht ja schon viel länger) auch wieder beobachtet. Zum Teil war ich mir nicht sicher: Lebt das noch oder ist es schon tot?

    Autor: Johannes Haberl

  • Der geplante Tunnel im Zentrum bedeutet allein sehr wenig für die Verkehrsproblematik der Stadt Graz! Einige Gründe dafür:

    1. Zeitplan: Jetzt einen Baubeginn wenig ambitioniert für 2030 anzukündigen, bedeutet eine Wirksamkeit der Maßnahme kaum vor 2040. Somit ist klar, dass alle kleinen aber sofort greifenden Maßnahmen mehr Effekt erzielen würden. Gerade in einer Zeit mit immer kürzeren Zyklen der technischen Entwicklung sind Langzeitprojekte überhaupt nicht sinnvoll (die Digitalisierung verändert ja gerade den Verkehr). Und leider stimmt es, dass innerstädtischer Tunnelbau in jenen Städten besonders langsam vorangeht, wo überhaupt keine Übung in solchen Dingen vorhanden ist.
    2. Umstieg auf öffentlichen Verkehr: Ein einzelner Tunnel unter einem bereits vorhandenen System wird nicht zum großen Umstieg motivieren. Der Trigger ist die Wechselzone von der morgendlichen Auto- oder Rad - Fahrt zur nächstgelegenen Station auf das erste öffentliche Verkehrsmittel. Das ist eine Bahn- oder Busstation im Umland von Graz. Ein 5 km KURZER Tunnel wird die Beurteilung der Gesamtstrecke nicht revolutionieren.
    3. Sinnhaftigkeit von Autofahrten und Radfahrten: Die angebotenen Systeme sollten eine mehrheitsfähige Unterscheidung zwischen sinnvollen und mehrwertlosen Autofahrten nahelegen. Wenn die Parkmöglichkeiten an den möglichst weit außen liegenden Übergabestellen nicht klar als Vorteil erkennbar sind, wird keine Lenkung erfolgen.
    4. Graz leidet unter dem Grundproblem, dass radiale Hauptverbindungen nicht durch Ringverbindungen ergänzt werden. Vorranging wäre ein Straßenring zu sehen und danach erst die öffentliche Spange. Damit könnte auch die Zahl der übergabestellen an den öffentlichen Verkehr reduziert werden, weil "ein Tal weiter" der große Parkplatz und die Schnellbahn winken (Beispiel Zufahrt von Mariatrost zu den Autobahnen, Erreichen des LKH von Straßgang usw.).
    5. Das HINAUSEKELN des Individualverkehrs aus der Stadt durch möglichst aufreibende Rahmenbedingungen hat mittelfristig den Effekt des Aushungerns der Betriebe im weiteren Zentrum. Das führt zum Nachrücken einer minderwertigen Nutzung, wie sie in Graz gerade im Gange ist. Das Wesentliche am Flair einer Stadt geht damit verloren - das Verkehrsproblem ist damit aber nicht gelöst.
    6. GROSSE LÖSUNG: Es gibt sogar zwei große Lösungen. Beide erfordern jedoch politischen Mut. Mit der Erkenntnis, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit von Autos in einem weiten Bereich der Stadt nicht mehr als 20 km/h beträgt, sind beide Lösungen im Rennen: a) Eine auf weite Bereiche der Stadt ausgedehnte BEGEGNUNGSZONE. b) Die ENTFLECHTUNG der Verkehrsmittel.
    7. Begegnungszone: Ist in vielen Straßen schon verwirklicht, aber nicht als solche gekennzeichnet. Mit der Kennzeichnung würde sich der Anspruch der Realität annähern. Die Kosten dieser Maßnahme liegen nur in den Parkmöglichkeiten, die das Fahren von Autos auf einem großen Prozentsatz der vorhandenen Verkehrsflächen reduzieren würde. Es geht um ein Netz von Stützpunkten, zwischen denen zu Fuß gehen automatisch die beste Lösung ist. Und falls das utopisch klingt: Die faktische Besetzung der Gehsteige durch Radfahrer ist schon Tatsache, aber keine gute Lösung.
    8. Entflechtung: Radwege funktionieren nur, wenn sie breit genug und durchgängig sind. Wir haben uns an ein völlig kleinkartiertes und gefährliches System von Radwegen gewöhnt, das jedoch viele Strecken wenig attraktiv macht. Abstellplätze fehlen. Öffentliche Verkehrsmittel funktionieren nur, wenn ihnen Korridore zur Verfügung stehen. Kleinstmaschiger Mischverkehr wie in Graz ist ein brutales Missverständnis öffentlicher Verbindungen. Dafür müssten Straßen für eine vorrangige Nutzung definiert werden. Das gilt auch für den Autoverkehr. Viel zu schmale Straßen mit Parkenden auf beiden Seiten und Radverkehr zwischen Autos und Bussen sind die Karikatur eines modernen Verkehrs! Aber ohne die Grätzelgaragen und mehr für zusammenhängende Verbindungen (egal ob Rad, Auto oder Bus) zur Verfügung stehende Straßenzüge wird das nicht gehen. Auch nicht ohne ideelle Kreis - Systeme, die ampelfrei um ganze Plätze oder Häuserblocks geführt werden.
    9. RESPEKT: Die Verfechter von Lenkungsmaßnahmen aller Art vergessen allzu gern, dass es unterschiedliche Lebensmodelle und Lebensphasen gibt - die jedoch fast alle ihre volle Berechtigung haben. Zwei Wochen in der Stadt Parken für einen Halbtagsausflug am Wochenende. Autofahrt durch die Innenstadt auf dem Weg zu einem Arbeitsplatz in 30 km Entfernung ohne Bahnanschluss. Eine Innenstadt voll sich drängender Zusteller, weil ihnen die Flächen absichtlich eng gemacht wurden usw. usw.
    10. VOLKSWIRTSCHAFT: Die einzige sofort wirkende Maßnahme ist der Verzicht auf Konsum! Keine Ausflüge, keine Einkäufe, keine Lokalbesuche. Kein zweiter und dritter Wohnsitz und mehrere Firmenstandorte. LEBEN MIT LEICHTEM GEPÄCK! Klingt auch utopisch, aber nur wegen der auf sinnlosen Konsum und Pseudo - Effizienz ausgerichteten Marketing - Maschinerie. Die Armutsschwelle liegt viel zu nahe am übertriebenen Konsum: Mit wenig Geld lassen sich in unserer inflationären Warenwelt noch immer Unmengen an wertlosen und sinnarmen Dingen kaufen, die auf einer Spur der wenig nachhaltigen Produktion und Logistik zu uns kommen.
    FAZIT: Ohne eine ganze Reihe von Begleitmaßnahmen und politischen Bekenntnissen ist dieser GRAZER SBAHNTUNNEL SINNLOS.

    Autor: Eduard Falk

  • Sehr geehrte Damen & Herren,

    ich wohne in Sigmundstadl 47, also im Gebäude wo der Kindergarten untergebracht ist. So wie es aussieht ist der Zug abgefahren für eine Änderung des Straßenverlaufes aufgrund des überhängendes Gebäudes. Mir persönlich ist die Straßenführung so wie sie jetzt ist auch recht und denke man sollte das Beste daraus machen. Die Aussage "der Sigmundstadl mündet nun wieder im gefährlich spitzen Winkel in die Keplerstraße" wie es im Artikel beschrieben ist stimmt nicht. Nach der Kurve mündet die Straße spitz zum Radweg am Ende jedoch im rechten Winkel zur Keplerstraße. Die jetzt abgesperrte Straße mündet im spitzen Winkel zum Radweg sowie zur Keplerstraße und ist somit gefährlicher. Dass sich die Straße für die Kindergartenkinder etwas verschlechtert hat stimmt. Man muss jedoch dazu sagen, dass hier früher im abgesperrten Bereich Kindergartenkinder nie gespielt haben. Zu den LKWs: diese verirren sich zum Glück ganz selten in unsere Gasse und sind somit sekundär zu betrachten. Die Lösung die Straße in der Einbahnrichtung umzudrehen und durchgehend zu machen finde ich charmant. Somit könnten wir weiterhin direkt in die Tiefgarage fahren und der Grünbereich könnte vergrößert werden durch die schmälere Straße. Links oben im Artikel ist ein Plan für die Grünfläche verlinkt. Sieht doch super aus. Bitte umsetzen.

    Schöne Grüße,

    Markus Rumpold

    Autor: Markus Rumpold

  • Einige Korrekturen erscheinen mir hier angebracht: Tesla hat keineswegs den Wechselstrom erfunden! Über Wechselstrom lernte er bereits bei seinen Studien in Graz. Er hat freilich das erste wirklich große Wechselstrom-Mehrphasennetz realisiert. Durch seinen Induktionsmotor (siehe Bildunterschrift Niagara-Kraftwerk) wurde das aber nicht ermöglicht, denn Kraftwerke verwenden Generatoren und keine Motoren.

    Dass Edison die Annahme des Nobelpreises verweigert hat, um zu verhindern, dass Tesla diesen bekommt, stimmt auch nicht. Tatsächlich waren beide für den Nobelpreis nominiert, aber auch Edison wurde dieser nie zuerkannt, und er konnte damit seine Annahme auch nicht verweigern. Trotz aller Feindseligkeiten, die im "Stromkrieg" gipfelten, hatten die beiden Männer doch auch gegenseitige Achtung und Tesla hat nach einigem Zögern die "Edison-Medaille" angenommen, die damals die höchste Auszeichnung des Ingenieursvereines für Elektrotechnik war.

    Dass Tesla seltener in Schulbüchern vorkommt als andere, liegt daran, dass von ihm viele Erfindungen stammen, er aber keine grundlegenden neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse gefunden hat. Immerhin wurde eine physikalische Einheit posthum nach Tesla benannt, eine Ehre, die nur wenigen widerfährt.

    Autor: Heinrich Pangratz

  • Etwas, das absolut weh tut, das ist das "Verschwinden" des sogenannten Napoleonsaals in der Herrengasse 13:

    http://app.luis.steiermark.at/agis/baukultur/altstadtgraz/web/asvk_graz.htm

    Bis vor wenigen Jahren war er zugänglich - erreichbar über das Treppenhaus des Bankgebäudes nebenan und unversperrt. Offenbar gab es einen Besitzerwechsel bei Nr. 13 und der Zugang ist jetzt gesperrt...sehr schade.

    Autor: Anonymous 64

  • Wunsch an den kümmerer von trofaiach, die s-Bahn wieder nach trofaiach und weiter auf den präbichl zu führen, so wie noch vor 40 Jahren

    Autor: Abc

  • LINK: LINK zur umfassenden Dokumentation im WB Portal der ZT Kammer:
    https://www.architekturwettbewerb.at/competition/wohnbau-ilz-hauptstrass...

    Beste Grüße
    M. Wambacher
    WB-Einpflege Stmk + K

    Autor: Michaela Wambacher

  • Aber:
    „Stadtentwicklung und Raumplanungsziele“ stehen im Widerspruch zu „Grünräume und Freiflächen“
    1.)
    Rot gefärbt in der Karte: STÄDTSCHE WÄRMEINSELN und GRÜNDERZEITGÜRTEL MIT NOCH STARKER ÜBERHITZUNG

    Das spüren wir doch jeden Sommer am eigenen Leib, wie werden die Verantwortlichen dem „NOCH“ entgegenwirken?
    Man darf in diesen rot gefärbten Gebieten einfach nicht ständig verdichten (siehe die unzähligen BBPL und BBPL im Entwurf auf der Seite der Stadt Graz)
    Auch gesunde Bäume fällen, aufgrund von Neubau, kann es dort nicht mehr geben. Da muss eben schleunigst ein Landesgesetz geändert werden oder auf Graz angepasst werden!
    ALSO: in den Roten Gebieten auf der Karte:
    Bausperre und ein Verbot gesunde Bäume zu fällen.
    Weiters müssen dort täglich Entsiegelungen stattfinden.
    2.)
    Winde

    Abends kommen von den Hängen spürbar Winde herunter, diese finde ich in der Karte nicht. Oder sind die GELBEN PFEILE verlorengegangen?

    Danke Elisabeth K.-Lechner für das gute Resumée und den guten Kommentar
    Ja, unterirdischen Versieglung stoppen (z.B. UNI-Tiefgarage vor Hauptgebäude KF Uni)
    Ja der öffentliche Raum, auch jener im Bestand !!!, kann nicht vom Straßenamt gestaltet werden.
    Ja Bebauungspläne müssen großflächig und auf diese klimarelevanten Ziele abgestimmt, erstellt werden.
    Ja Durchwegungen und Gehsteigbreiten sind doch eigentlich selbstverständlich.

    Weiters: Es kann nicht sein, dass die Holding Naherholungsgebiete vernichtet (Ferdinandshöhe am Rosenberg), dass Förster über die Parks entscheiden (falsche Widmunsgkategorien im FLÄWI). Die Stadt Graz muss sich für ihren Grünraum im Stadtgebiet zuständig fühlen und die Kompetenzen neu verteilen.

    Wir wissen das und Vieles mehr alle schon lange, es muss sich endlich etwas verbessern, vielleicht ist dieser Wille nun da?

    Wir hoffen...

    Autor: Anonymos

  • Vizebürgermeisterstellvertreterin Judith Schwentner?
    Redaktion bitte richtigstellen!

    Autor: Tschavgova

  • Unter den Teilzielen vermisse ich: Schutzmechanismen für das Identität stiftende Bauerbe in allen Bezirken.
    Beispiele aus Tirol und Salzburg zeigen, dass es möglich ist. Wenn das Land entsprechende Gesetze verweigert, kann und muss die Stadt selbst handeln!

    Autor: Peter Laukhardt

  • Mich als Bezirksvorsteher würde eine unabhängige Studie zum Thema "Wie intensiv verschlechtert sich der Verkehrsfluss durch massives Verbauen von zusammenhängenden Grundstücken, die sehr schlecht verkehrstechnisch (Öffis, Radwege, Straßen) erschlossen sind. Beispiel: Puntigam Ackerngrundstück/Herrgottwiesgasse, Grenzgasse, Rudersdorfer Straße
    Weshalb nimmt das Baugesetz so wenig Rücksicht darauf und weshalb wird das "Ortsbild" in kleinstrukturierten Wohngebieten so großzügig ausgelegt. Beispiel: Mehrgeschoßige Wohnanlagen in Mitten von ein bis zweigeschoßigen Häusern?

    Autor: BV RgR Helmuth Scheuch

  • komisch warum gerade eine grüne Vizebürgermeisterin die erste Möglichkeit einer sauberen Tätigkeitsvergabe einfach sausen lässt. Herr Inninger hätte sich ja mit Vision und Ideen in einem Bewerbungsschreiben bewerben können. Einfach nur unverständlich so eine Gelegenheit, nämlich politisch, auszulassen. Vielleicht gibt es aber Gründe, rein fachliche können es nicht sein, es so zu machen, dann aber bitte transparent und offen erklären.

    Autor: anonymus

  • Dem wirklich unermüdlichen Peter Laukhardt ist wohl der ganz besondere Ehrentitel
    zu verleihen: "Grazer Altstadtgewissen".
    Herr Prof. Kubinzky als "Altstadtwissen" und Herr Peter Laukhardt als "Altstadtgewissen" sind zusammen eine ungemeine Bereicherung für
    die Landeshauptstadt Graz. Aufrichtiger Dank dafür!!

    Autor: "Janos" Johann Eder

  • Herzlichen Dank für diesen wieder einmal hervorragend verfassten und gestalteten Beitrag! Leider geht das "alte" Graz allmählich zugrunde. Was der Bombenkrieg nicht geschafft hat (erinnere mich noch als Schulbub an die vielen Ruinen in diesem ganzen Viertel!), das wird jetzt von Spekulanten, "Planern" bzw. Abrissfirmen besorgt. Umso wichtiger ist es, ein neues Bewusstsein für Geschichtlichkeit, Ästhetik und letztlich vor allem Bauqualität aufrecht zu erhalten!

    Autor: Dr. Harald Vetter

  • Wenige Grazer bezeichnen die Gegend rund um das Sigmundstadl als "schön", die Häuser schauen ja auch ärmlich aus, und doch sind sie Zeugen des alten Graz, wie es einmal war. Deshalb auch schützenswert, da diese ja auch fast noch in der Innenstadt liegen, wo so Vieles verschwunden ist. Auch weiter südlich, hinunter zum Südtiroler Platz, gibt es noch ein ähnliches Ensemble, möge all dies erhalten bleiben!
    Ich höre in Gedanken schon den Lärm der Abrissbirne, aber auch eine "Verschönerung" oder "Behübschung" braucht es nicht!

    Autor: Astrid Kohlfürst
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