Recent comments


  • ... und ist banal... gibt man die paar grünen Stricherln weg, dann bleibt eine simple Lochfassade mit Fensterformaten aus den 50iger Jahren übrig...
    und diese alten Muster finden sich auch sonst wieder...
    und irgendwie ist das schon ein merkwürdiger Zufall, wenn jemand aus dem WB-Ausschuß Hauptjuror ist und ein Mitglied des WB-Ausschuß gewinnt
    ... war da nicht mal irgendwas seitens der IG Architektur? Ach ja, der Slogan "Kammer ändern!"... mit mehr "Planungskultur" ... man wollte und hat anfänglich die Jurien seitens der Kammer mit Preisrichtern aus anderen Bundesländern beschicken ... was wurde daraus? und was blieb von den ursprünglichen Wahlversprechungen? ... naja die politische Kultur ist derzeit in Österreich sowieso nicht vorhanden ...

    Autor: Anonymous

  • Die Altstadtkommission hat völlig versagt. Eigentlich ist sie umsonst. Die Politiker in Graz sehen nur wie und wo man Geld machen kann. Altbauten werden abgerissen weil den Erben die Erhaltung des Erbgutes nicht interessiert und es werden ineinander geschachtelte Neubauten auf engsten Raum gebaut, damit ja viele Leute in die Häuser hineinkommen und viel Miete herauskommt.

    Denkt dabei jemand an Kinder? Wie sollen Kinder glücklich aufwachsen wenn sie keine grüne Wiese beim Haus zum herumtollen und spielen haben?

    Hätte man nicht aus den Reininghausgründen einen zweiten Stadtpark mit Freizeitpark und Spielanlagen machen können für die vielen Menschen, die ja seit einiger Zeit schon dort wohnen und es kommen ständig neue dazu.

    Die Planer unserer Stadt sind ökonomischen Zwängen unterworfen und Helden gibt es leider keine mehr.

    Autor: Anonymous

  • wenn man sehen will, wie Graz einmal ausgesehen hat - dann muss man nach Ljubljana. Ganze Straßenzüge stehen dort noch im authentischen Erscheinungsbild - noch, muss man leider sagen. Denn auch dort gibt es sehr viel Leerstand und vieles verfällt. Wann begreifen unsere Städteplaner endlich, dass diese alten Straßenzüge etwas Besonderes sind, auf das man gut acht geben muss?

    Autor: Anonymous 64

  • Die Art und Weise wie man mit dem Altstadtschutz umgeht - und über die Gutachten der ASVK sich hinwegsetzt. Das ist nur mehr einfach-drüberfahren. Das Altstadt-Erhaltungs-Gesetz gehört dringend novelliert!

    Autor: Anonymous 64

  • Ich habe nicht nur alle hervorragenden Beiträge mit Begeisterung gelesen, sondern auch alle Kommentare und freue mich, dass es so viele vernünftige und weitsichtige Menschen in Graz gibt, die über ein großes Verständnis für Architektur, Kultur und Natur verfügen, aber auch den Mut aufbringen, Wertvolles gegen Zerstörung zu verteidigen.
    Für die großartige Recherche gebührt dem Autor ein "ganz besonderer Orden der Stadt Graz". Weiterhin alles Gute - ich freue mich auf den nächsten Beitrag.

    Autor: Anonymous

  • lieber Peter, wieder einmal ein wunderbarer äußerst informativer und durchaus kritischer Beitrag.
    Ich schlage dich als Ehrenbürger der Stadt Graz vor.

    Autor: gatabonent

  • Droht dem Dietrichsteinplatz nun das Zukunftserscheinungsbild der Lendplatz-Nordostseite? Diese Fassadengestaltungen sind durchwegs "geistlos". Dort waren einmal kleine Vorstadthäuser, obwohl herabgekommen...dennoch würdige Kaufhäuser, vielleicht wären sie integrierbar gewesen.
    Die gelungene Sanierung des Hauses Lendplatz 41 zeigt uns, wie es hätte sein können.
    Der Stadt Graz mit ihren wenigen Bereichen alter Bausubstanz, werden früher oder später alle romantischen Ecken abhandenkommen, dort wo die Vielfalt an Häusern uns bereichert, dort wo man gerne verweilt, sich ein Eis kauft mit der Seele baumeln kann und am besten unter einem Baum im Schatten ein Bankerl vorfindet.
    Es keine schwammigen Gutachten geben, das wird immer auf schlechte Kompromisse rauslaufen.
    Das letzte „gebastelte Foto“ in diesem Beitrag zeigt ja eine entsetzliche Unstimmigkeit. Satteldach um jeden Preis mit ungeordneten Fassadenöffnungen??? Da lobe ich mir die wenigstens „ruhigen“ Fassaden des Lendplatzes. (s.o)

    Autor: Flâneuse

  • Bürgermeister Nagl hat von mir den Spitznamen "der Mann mit der Säge" (ein Leserbrief von mir im Grazer mit diesem Namen wurde letztes Jahr veröffentlicht), er brüstet sich mit Baumpflanzungen, aber verschwiegen wird, wie viele täglich fallen! Ich habe jahrelang in der Sporgasse gewohnt, da finde ich eine Baumpflanzung seltsam und unangebracht - er will sich dadurch nur beliebt machen und alles andere verschleiern! Ich wohne nun in Gösting und da (und angrenzend in Lend und Eggenberg) wird nicht nur geschlägert wie wild, auch die schönsten Häuser, ob denkmalgeschützt oder nicht, fallen seinem Bauwahn zum Opfer. Er ist nicht zu stoppen.....

    Autor: Astrid Kohlfürst

  • Diese Rezension macht wirklich Lust auf einen Besuch des neubenannten Hauses und auf Studium der beabsichtigten Wirkung.

    Autor: Laukhardt

  • Danke für diesen treffenden Kommentar. Ich habe mich schon sehr gewundert, dass das UMJ diesen groben Unfug mitmacht, der nichts mit Kunst, sondern nur etwas mit Finanzspekulation zu tun hat (wenngleich damit die negative Seite des Kunstmarktes schön zur Kenntlichkeit gebracht wird).

    Autor: Anselm Wagner

  • Danke für den tollen Kommentar (wie immer, aber nun besonders auch und auch die Zusammenfassung für die jüngeren Kollegen)- ohne Dreibholz würde es in der Steiermark wohl ganz anders ausschauen

    Autor: Sepp Szedonja

  • Kapistran-Pieller-Platz:
    Zu diesem Platz gab es 2004/2005 nach einem Bürger*innen – Beteiligungsverfahren (übrigens dem 1. in Graz) sehr sorgfältige Planungsideen unserseits. Pergola, Sitznischen, integrierter Spielplatz, „Murbalkon“ etc. Vieles auf Wunsch der Bürger*innen. Umgesetzt wurde davon die Erweiterung der Überplattung der MIV-Unterführung am Kai und eine halbe! Sitzbank. Wenigstens diese hätte man in der langen Zeitspanne einmal fertigstellen können und den Trompetenbaum in deren Mitte auch etwas mehr pflegen, düngen und gießen sollen.
    siehe Beitrag:
    https://arch-urb.at/obere-neutorgasse/

    Diese "Diskotreppe" siehe letztes Foto zur Mur haben wir nicht zu verantworten - sie ist einfach nur scheußlich.

    Jördis Tornquist

    Autor: fiedler.tornquist

  • Kann diese Pfauengartenendlosstory endlich beendet werden? Jetzt kommen zu den ewiglangen Beiträgen auch noch ewiglange Kommentare des Autors. Very boring

    Autor: gatabonent

  • Ich kenne diesen guten Beitrag. Der für mich wesentliche Punkt war die Aufarbeitung des Geschehens am Pfauengarten vom Trigon Museum zur Bebauung und eine fundierte, stichhaltige Kritik sowohl der Vorgangsweise als auch ihres Ergebnisses.
    Das ist mir nur teilweise gelungen. Zum Beispiel habe ich trotz vielerlei Versuchens - darunter sind Telefonate mit damals tätigen Beamten des Landes - nicht herausfinden können, wofür das für kulturelle Einrichtungen gewidmete Grundstück vom Land verkauft wurde. Wozu also der Erlös verwendet wurde. Etwa ganz einfach zur Aufbesserung des Budgets oder etwa um die Gemeindezusammenlegung in der Oststeiermark zu finanzieren?
    Wohl gelungen ist mir, die Verantwortung für das Versagen klar darzulegen. Einmal dafür, den großartigen und bis weit in den Planungsablauf gediehenen Entwurf für das Trigon Museum nicht zu realisieren. Das liegt an persönlichen Eitelkeiten in der Landespolitik und tatsächlich meiner Meinung nach kulturschädlichem Verhalten, denn wir haben zwar ein Kunsthaus, aber kein Museum bekommen, bis heute nicht: nämlich eines, wie es der Entwurf von Schöffauer-Tschapeller war. Es liegt dann auch an der Bereitschaft des Landes, das Grundstück an die Stadt zu verkaufen. An dieser liegt es, ohne Umwidmungsverfahren eine Bebauung zu bewilligen, die nicht kultureller Nutzung dient, sondern Ivestoreninteressen und dem, was ich für Gewinnmaximierung halte. Ob die Ingenieurkammer den Wettbewerb für die endgültige Bebauung freigegeben hat, wir noch untersucht. Dass die Jury unter Vorsitz eines norwegischen Architekten den realisierten Entwurf prämierte, ist für mich nicht unerwartet aber verwerflich. Es hat ein besseres Projekt gegeben.
    Verantwortung? Sie liegt beim Land, der Stadt, der Architektenkammer, der Jury und bei Architekten, mich eingeschlossen. Teilgenommen hätte ich nicht, aber zu Wort melden hätte auch ich mich sollen, wie so manch anderer/andere. Meine Arbeit zwischen 2007 und 2007 an Vorabzügen zu Rethinking Structures I und II, vor allem an Städtebausimulationen war mir wichtiger. Es ist eine Schuld, die ich im Nachhinein eingelöst habe.
    Wollen Sie ein Gedicht? Wenn es das ist, schreib ich Ihnen eines.

    Autor: Bernhard Hafner

  • Frau Landl, ich frage mich, ob Ihre Gedanken zur Ausstellung "Die Stadt als Datenfeld" in der Ausstellung in der Form zum Thema gemacht werden? Wenn ja, wäre das sehr interessant und sehenswert. Eine Möbelausstellung ist es weniger.
    Jedenfalls danke für Ihre Denkdinge, BH

    Autor: Bernhard Hafner

  • Letzten Endes hat nur das erbetene, freiwillige Zurücksetzen der Absperrung durch den Bauträger es ermöglicht, dass man nach dem Durchlass durch die Stadtmauer und dem Stiegenaufgang von oben auch die freigelegten zwei Schießluken der Renaissance-Befestigung zu sehen bekommt. Der Stadt war das kein Anliegen. Und mangels weiterer Hinweise ist dieser wichtige Durchgang auch nur ein Geheimtip geblieben. Armselig.

    Autor: Laukhardt

  • Danke für den Beitrag. Habe gerade unseren Wettbewerbsbeitrag zur Neugestaltung Karmeliterplatz 2002 rekapituliert und festgestellt, dass all diese Problemstellungen, die uns heute noch beschäftigen vor bereits fast 20! Jahren auch schon bekannt waren.
    https://arch-urb.at/karmeliterplatz-graz/

    Autor: Jördis

  • Würde hierorts nur halb so viel Energie wie in vollmundige Ankündigungen in ernsthafte Realisierungsabsicht - also vorausschauende Planung und Umsetzung - gesteckt, "Stadtväter" wären wählbarer, Verwalter*innen wären glaubhafter und , Bürger*innen wären nicht so oft frustriert über Versäumnisse und Fehler. Ein Beispiel: die großspurig angekündigte "Kulturachse" vom Schlossberg über den Karmeliterplatz in den Stadtpark - ein Mauseloch in der Stadtmauer, das jahrelang in eine unbefestigte Abgrabung der Wiese geführt hat, die nach Regenfällen zur rutschigen Schlammlacke wurde. Nun ist der Durchstich halbwegs saniert, doch das Ergebnis ist never ever eine Kulturachse.
    Die Ursachen für solche Missstände, die sich in langen Listen fortsetzen ließen, sind meiner Meinung nach. Ankündigungspolitik als kurzfristiges und kurzlebiges Pop Up (für "politisches Kleingeld"), fehlende Masterpläne und Weitsicht, fehlende fachliche Kompetenz und keine bis äußerst "zache" Kooperation aller Abteilungen und Ämter, die für urbane Eingriffe zusammenarbeiten müssten (hört man immer wieder von Insidern).

    Autor: Olga, Graz Liebhaberin
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