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  • Die Exkursion diente neben dem Besichtigen von Architektur, vor allem dem Austausch, der Vernetzung und war außerdem unheimlich kurzweilig und lustig - eine Leistung des ZV-Teams. Highlight war der Besuch bei Peter Lorenz (und das Abendessen, Dank an die Sponsoren). Es wäre, so glaube ich, im Interesse vieler, dass die ZV mindestens 1x im Jahr kurze Architekturexkursionen veranstaltet, für die man kurzfristig Zeit hat. Vorschlag für die nächste Reise: eine Region in Ungarn.

    Autor: Michaela Wambacher

  • ..ein dankeschön an die organisatoren!
    ..war eine tolle fahrt!

    beste grüsse
    arch di viktor jung

    Autor: Viktor Jung

  • ich wohne selbst seit kurzem in der gegend und geniesse den großen grünraum, der sich durch diese parzellenanordnung ergibt. freundInnen und bekannte, auf meinen neuen wohnort angesprochen,äußern sich zuerst immer etwas mitleidig, 'du wohnst im südlichen gries, bei der triester siedlung, hast du nichts besseres gefunden?' wenn sie mich allerdings das erste mal besucht haben, sind sie völlig überrascht, was für eine hohe wohnqualität im 'armenbezirk' gries möglich ist. eine nachverdichtung würde dieses 'dorf in der stadt' langsam aber sicher zerstören und dem restlichen ambiente des bezirks angleichen.
    eines muss man auf jeden fall wissen: sechs wohnungen und ebenso viele carports/garagenplätze mögen im vergleich zu anderen gegenden nicht viel erscheinen, wären hier aber fatal. diese grundstücke wurden nicht nur für wohnzwecke geschaffen, sondern jede familie sollte sich soweit wie möglich selbst versorgen können (die siedlung wurde in der zeit der schlimmsten weltwirtschaftskrise mit arbeitslosigkeit, armut und hunger erbaut), dazu brauchte man größere obst- und gemüseanbauflächen, desgleichen flächen für die kleintierhaltung. daher wurden sehr lange, aber auch sehr schmale parzellen angelegt, denn gemüse und kleintiere brauchten schon damals nicht soviel platz wie menschen. hätte man damals vorgehabt, hier mehr leute wohnen zu lassen, hätte man die parzellen anders angeordnet: nicht so lange, dafür aber breiter, denn die grundstücke sind durchschnittlich nur ca. 15 meter breit. natürlich könnten hier mehrere familien wohnen, dann aber wie sardinen in der dose, denn unser platzbedarf ist bis heute ja exponentiell gestiegen (freizeitverhalten, autos, swimmingpools u.v.a.m.). alles, was sie auf so einem grundstück tun, tun sie direkt vor den augen und ohren ihrer nachbarInnen. das geht gut, solange die anzahl der hier wohnenden nicht zu groß wird, ansonsten beginnt man sich rasch gegenseitig auf die zehen zu steigen, mit all den sozialen folgen, die eine zu große dichte von menschen mit sich bringt.
    eine hälfte der parzellenbreite nimmt im straßenseitigen teil die jeweilige haushälfte ein, dazu kommen der zufahrtsweg und ein grünstreifen. wird nun wie geplant gebaut, kommen im vorderen teil das mehrparteienhaus, anschließend im gartenteil die garagen/carports zu stehen, letztere nur durch die zufahrtsstraße zu erreichen, die direkt an der grundstücksgrenze und damit nur wenige meter von der eingangstüre des nachbarhauses entfernt ist. man kann sich vorstellen, was das an lärm-, staub- und sonstiger belästigung für den/die nachbarIn darstellen würde, ganz abgesehen, davon, dass eine solche bebauung das nördliche grundstück stundenweise vollkommen beschatten würde.
    mein appell an die verantwortlichen menschen in der baubehörde: beurteilen sie die bauvorhaben nicht nur vom schreibtisch aus, sehen sie sich die spezifischen verhältnisse vor ort an und entscheiden sie dann!

    Autor: Gerhard Schwarz

  • Ich ernenne hiermit in Anlehnung an die Homepage des BDA dieses Gebäude zum "DENKmal des Monats" April 2009.

    Autor: DI Petra Kickenweitz

  • es geht hier nicht nur um geschichte - wichtig ist, dass in dieser zeit, ohne nur auf den profit zu achten, sozial leistbare und lebenswerte siedlungen mit grossen freiräumen und gemeinschaftsbereichen entstanden, die auf die bedürfnisse der wohnungssuchenden wirklich rücksicht nahmen. heute werden diese siedlungen durchwegs 1.privatisiert, 2.dann sofort bis zum maximum nachverdichtet (zb. polizeisiedlung, u.a.). es war eine zeit der krise, unsere derzeitige krise ist noch zu wenig spürbar

    Autor: E.mil

  • Wichtig wäre eine Person, die die Stadt als Ganzes begreift und stadtlanung nicht bloß als Sockenstopferei und Anlassfallplanung für Investorenwünsche betreibt. Eine Person, die sich auch den mächtigen Investoren entgegenzustellen wagt, jemand der eine vision von der stadt hat. Fluch ist über einen formalfehler gestolpert. dahinter steckt aber sicher etwas anderes. sie wurde eigentlich gegangen und das verspricht nichts gutes für bevorhstehende Kür der/des Nachfolger/in.

    Autor: winfrid sallinger

  • Es ist schade, immer wieder zu sehen, wie sehr BürgerInnen der Sinn für die historischen Bezüge, in denen wir leben, abgeht. Wir haben ja unsere Städte nicht auf "der grünen Wiese" einfach aus dem Boden gestampft, sondern haben ein Erbe übergeben bekommen - und geben es leider nicht mehr weiter.

    Es trifft freilich zu, daß die Bewohner der Städte in jeder Zeit das übernommene Erbe verändert und somit der jeweiligen Gegenwart ihren Stempel aufgedrückt haben. Aus romanischen Siedlungen wurden gothische, wieder später prägten Renaissance, Barock usw. das Stadtbild. Aber heute sind wir doch froh, wenn wir Altes oder gar sehr Altes noch erhalten vorfinden (wie z.B. romanische Wohnhäuser in Regensburg). Auch sind wir dankbar für die Vielfalt der Stile, wie wir sie z.B. in Prag vorfinden können.

    Allerdings haben wir ein bewußteres Verhältnis zur Geschichte. Wir wissen mehr über das Gestern als unsere Vorfahren, wir sehen uns bewußter als einen Punkt im Strom der Zeit. Unsere Zeit und unsere Bedürfnisse sind nicht mehr das Maß dafür, wie wir mit unserem Erbe umgehen sollten. Denn was wir heute zerstören, ist für künftige Generationen für alle Zeiten verloren.

    Völlig egal? Hauptsache, daß der heute erreichbare Wohnkomfort realisiert wird?
    Warum verbringen wir im Urlaub unsere Zeit an Orten wie Athen, Rom, Florenz oder Paris? Touristen in Stockholm suchen zielstrebig "Gamla Stan", die Altstadt auf. Die Besucherströme ergießen sich nicht in Stadtteile wie das Hasenbergel in München oder Mümmelmannsberg und Steilshoop in Hamburg.

    Die beschriebene Stadtrandsiedlung hat sicherlich nicht die historische Stellung wie z.B. die Akropolis in Athen, keine Frage, aber dennoch: Hier wurde Stadtgeschichte geschrieben (bzw. gebaut), nun wird sie sanft Stück für Stück entsorgt. Dabei ist ja gerade das Besondere an Europäischen Städten gegenüber US-amerikanischen oder australischen, daß sie soviel Geschichte "atmen".

    Autor: peter kaiser

  • Hallo nach dem Grundlsee!

    Ich hätte was anderes:
    Die Homepage http://www.parcourstest.eu beschreibt Parcoursanlagen in Österreich und bei den Nachbarn.
    Nun gibt es für euren Parcours sehr wenig Information.
    Gerne wüsste ich mehr darüber. Betreibt ihr einen privaten Parcours? Wo ihr zu finden seid? Seid Ihr ein Verein? Ich habe versucht anzurufen, die mir bekannte Telefonnummer +43/3861/252 existiert nicht.
    Bitte bringt etwas Licht in mein Dunkel
    Helmut Schürer
    Tel: +43/650/7248737

    Autor: Helmut Schürer (Österreich)

  • und wie wird man weiter damit umgehen?
    wer wird nachfolgen?
    wird derdiejenige die interessen der grazer bürger oder der partei berücksichtigen? wird sich irgendetwas ändern?

    Autor: E.mil

  • so das Gescher, sagt ein steirisches Sprichwort. oder der Fisch stinkt immer zuerst am Kopf

    Autor: winfrid sallinger

  • Wer ist die „Stadt Graz“ ?
    Ist Vertrauensverlust in die Politik kein Schaden ?
    in der Privatwirtschaft habe ich zumindest gelernt, dass bei Fehlern von einzelnen Mitarbeitern nach außen das Unternehmen einzustehen hat,und das nicht nur moralisch.

    Autor: Emil Gruber

  • "sonnTAG" , das war hier eine zeitlang ein journalistisches Format mit hohem Anspruch. Die wöchentliche Sonntags-Geschichte folgte einem stringenten Konzept. Es wurden Texte und Essays ausgewählt oder beauftragt, die Architektur/Stadt/gebaute Umwelt in literarischer Qualität thematisieren oder ArchitekturTheorie in essayistischer Form gesucht, die spannende Themen originell und anregend denken/behandeln. Leider, nichts mehr davon zu sehen und zu lesen - kein Format mehr zu erkennen, nur "Kraut und Rüben-Mischmasch"

    Autor: Tschavgova

  • Man darf, wenn man die Veröffentlichung der Stellungnahme Fluchs auf GAT in Frage stellt, nicht außer Acht lassen, dass der Stadträtin die Magistratsabteilungen Stadtbaudirektion und Bau- und Anlagenbehörde unterstellt sind und deshalb ihr "politisches Fehlverhalten", wie sie die Auftragsvergabe an ihren Freund ein paar Tage nach dieser Stellungnahme bezeichnet hat, sehr wohl auch für GAT interessant ist, trifft Fluch doch seit einem Jahr wichtige Entscheidungen die Grazer Stadtgestalt betreffend. Die Gründe für Fluchs Vision von einem Casino am Andreas Hofer Platz etwa oder ihre zögerliche Vorgehensweise beim Thema Gestaltungsbeirat geben nun jedenfalls zu diversen Vermutungen Anlass, weitere „Fehlverhalten“ sind zu befürchten. Nur ihr Rücktritt hätte Fluchs Integrität wiederhergestellt.

    Autor: michaela-wambacher@gmx.at

  • wusste garnicht, dass hier neuerdings eine kolumne politik gefuehrt wird?!
    oder zaehlt nun eine beauftragung zur verwaltungsvereinfachung ('Erhöhung der Verfahrensperformance' - schoene bezeichnung btw ;) schon zur architektur?

    Autor: w

  • liebe frau tschavgova,
    wer architekten "menschenverachtung" vorwirft, sie aber gleichzeitig dem standrecht überantworten möchte, richtet sich selbst. da geht die "übertreibungskunst" in schieren widersinn über.
    le corbusier kommt übrigens in meiner vorherigen glosse zur thalia vor. ansonsten gilt wie immer: "wohl weiß ich nichts, doch möcht ich weniger noch wissen."
    die formulierung von thomas bernhards "unerreichbarem reich" sollten Sie sich patentieren lassen.
    mit besten grüßen
    günter eichberger

    Autor: günter eichberger

  • in jedem Fall eine schiefe Optik. Stichwort: Preisabsprache.

    Autor: gabi

  • ...und ist ihnen jetzt leichter um `s herz?-herr eichberger...nach diesem lauen+ flachem geschreibsel!

    Autor: Viktor Jung

  • Lieber Günter Eichberger,
    Robert Menasse schimpfte über die seiner Meinung nach menschenverachtende Auffassung von Oscar Niemeyer (das war der, der Brasilia geplant hat) und Le Corbusier von Stadt und Stadtplanung. Abgesehen davon, dass diese beiden Architekten Teil des Allgemeinwissens auch von Schriftstellern sein sollten wie Brecht, Hemmingway, Martin Walser oder Thomas Bernhard einer von Architekten, wird - wer Menasse kennt - diese seine "Suada" als Teil einer Strategie erkennen, die die wortreiche Übertreibung zur schriftstellerischen Methode macht und das Werk so als einzigartig charakterisieren will. Da hat Menasse natürlich gegen unsichtbare, schier unbezwingbare Windmühlen zu kämpfen, die Bernhards Reich abschirmen und unerreichbar machen - aber immerhin lebt M. noch und kann "life" seine Wirtshaustisch-Gegenüber unterhalten mit Suaden und Schrullen zu so vielen Themen, dass es mitunter nicht nur interessant und streitanregend, sondern auch sehr amüsant ist. Menschen mit umfassendem Wissen und breit gefächerten Interessen sterben leider eh aus.

    Autor: Tschavgova

  • Sie haben recht, das dachte ich mir auch, als ich das Schild fotografierte. Es gehört zu den Dingen, die man über Hedy Lamarr wissen muss. Bei den Politikerinnen, nach denen auch Wege im Kabelwerk benannt sind, wird ja auch nicht auf die politischen Funktionen vergessen...
    LG
    Alexandra Bader
    www.ceiberweiber.at

    Autor: Alexandra Bader
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