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  • Wenn man die Gat-Diskussionsbeiträge um die Halle B liest, so gibt es ein klares Votum für eine Gedenktafel. Gut so.
    Aber was passiert nun mit diesen Anregungen, oder Forderungen?
    Die Messedirektion ist jetzt am Zug, aber auch die Architekten.
    Deren Schweigen ist nicht ganz nachvollziehbar. Lesen die das Gat nicht?
    Ich rege an, dass die Gat Redaktion, bei der Messedirektion anfragt, ob und wann die Gedenktafel angebracht wird.
    Traurig wäre jedenfalls, wenn auf Bürgerwunsch mit unterstützung der Kleinen Zeitung und der Politik der Messeplatz umgestaltet wird (auch hier wäre übrigens die Meinung der Architekten gefragt), aber nicht das Problem um den kontextlosen Wiederaufbau der Halle B.

    Autor: winfrid sallinger

  • Nachdem ich als Vorsitzender des Vereines „Baukultur STEIERMARK“ in einem Brief vom 03.11.08 an 43 Verantwortungsträger im Land wohlbegründet appelliert habe, den REVITALISIERUNGS-FOND nicht einzustellen und sich diesbezüglich nichts geändert hat, werde ich die Auswirkungen einer solchen Fehlentscheidung am Beispiel der „niederfahrenden“ Stadtgemeinde EISENERZ erläutern.

    Ich bin dort seit Jahren mit der Koordinierung der Umbruch/Aufbruch-Bemühungen unter der Überschrift „redesign EISENERZ“ beauftragt. Mit dem verantwortlichen KernTeam von EISENERZ werden dazu 3 Kern-Strategien verfolgt:

    K1 Aufbau einer ansprechenden LebensQualität durch STADTERNEUERUNG und WOHNVERBESSERUNG incl. ALTSTADT-REVITALISIERUNG!
    Seit 1991 hat sich die Wohnbevölkerung halbiert – und das nicht nur wegen des Industrialisierungs-Fortschritts am ERZBERG!

    K2 Fokussierung auf eine forschungs- und werkstofforientierte ARBEITS-WELT EISENERZ + ERZBERG mit REGIONALER SPEZIFIZIERUNG !
    Unter Letzterem ist im Bildungsgang „Lehre mit Matura“ eine Spezialisierung im Revitalisierungs-Handwerk geplant. Die Lehrwerkstätten des JEB(Jugend- und ErwachsenenBildungs-Zentrums) und leere montanhistorische Baujuwele laden dazu ein!

    K3 Entwicklung einer in Naturraum und MontanHistorie unverwechselbaren TOURISMUS-ZUKUNFT „RUND UM DEN ERZBERG“
    Die potentiellen Tourismus-Investoren verlangen eine revitalisierte Altstadt – die Inhaber der Altstadt-Häuser und die Stadt können dies alleine nie schaffen!

    Die Einstellung des REVI-Fonds mit seiner 3-fachen Wirksamkeit(Kultur-Arbeitsplätze-Tourismus) bedeutet für unsere Bemühungen um „redesign EISENERZ“ einen schweren Rückschlag.

    Es ist unverständlich und auch keinem Menschen erklärbar (nicht nur in EISENERZ!), warum einerseits so genannte „Konjunktur-Spritzen“ im Landesbudget angesetzt werden, bei manchen Positionen sicher sinnvoll oder berechtigt und andererseits der gleichgerichtete REVI- Fond gestrichen wird!

    Einen solchen Rückschritt kann sich die STEIERMARK als Zukunfts-Region für Umwelt-Qualität, Neue Kopf-Arbeit, Forschung, Kultur und Tourismus nicht leisten!

    Autor: DI Gunther Hasewend

  • ...mit verlaub:..radfahrer haben im stadtpark angesichts der möglichkeiten der umfahrungen aber schon gar nichts verloren!
    ..wenn es um die höchstmögliche abkürzung geht, ...ja dann würde ich ja gleich eine absolute gerade für die biker von ort A zu ort B quer durch den stadtpark konstruieren!..ich dachte, beim radfahren geht es um`s entschleunigen....??..habe mich offensichtlich geirrt!

    Autor: Jung

  • Mir ist unverständlich, warum sich Frau Vzbgm. Rücker so vehement und fachlich unnotwenig für ein bekannt rücksichtsloses Klientel im Grazer Stadtpark einsetzt und konsequenzlos aufspielt. Mit Frau Vzbgm.Rückers Tatkraft wird kräftig mitgeholfen, dass in Zukunft auf Rücksichtslose noch mehr Rücksicht genommen werden soll als auf die jetzt schon stark bedrängten Ruhe-, Erholungs- und Schutz-bedürftigen Stadtparkbesucher und damit der vielfach notwendige Damm gegen Radfahren im Stadtark endlich gebrochen wird. Wenig Glück! sei deshalb diesem "emotionalen" Stadtpark-Devastierungsstück beschieden.
    Vielleicht könnte aber ein halbjähriger "Sommer-Modell-Versuch" mit seinen tatsächlichen Folgen und Konseuqenzen der Überwachung eine vorübergehende Kompromisslösung sein?

    Autor: Eder Johann

  • Sehr geehrter herr Swoboda!
    Ich habe vom Gat ihre Frage weitergeleitet bekommen, bin Gartenarchitektin und kann folgende Antwort geben:
    Diese Begrünung hat sicher schon 10 Jahre gedauert, bis sie so toll (mit Überhang) angewachsen ist. Die Pflanze ist eine Mauerkatze, die sehr schnell wächst und innerhalb von 5 Jahren ein 3-stöckiges Gebäude begrünen kann. Voraussetzung ist ein gutes Pflanzbett (Humus plus Dünger und Wasserversorgung). Bewilligung braucht man meines Wissens keine.
    Herzliche Grüße
    DI Isabell Bayer-Lueger

    bellabayer-das Gartenatelier
    Ring 111-Sonnleitenweg
    8230 Hartberg
    03332/66164
    0676/6083089

    Autor: e.mil

  • Der 1996 für die Steiermark eingerichtete Revitalisierungsfonds der Abteilung Wohnbauförderung ist eine für die Steiermark ausgesprochen wichtige Akzentsetzung zu Gunsten der Erhaltung wertvoller Bausubstanz. Die Revitalisierung ist in vielfacher Hinsicht für Österreich und besonders auch für die steirische Kulturlandschaft wichtig.

    Der Tourismus ist eine der wichtigsten Einnahmequellen für Österreich. Laut internationalem Ranking steht Graz an 5. Stelle der weltweiten Kulturtourismusziele – das Internationale Städteforum Graz arbeitet seit über 30 Jahren wesentlich am Erhalt der historischen Bausubstanz in Stadt und Land für diese Ziele mit! Touristen erwarten eine harmonische, intakte Natur- und Kulturlandschaft. Insbesondere der Städtetourismus ist fast ausschließlich von gepflegten historischen Architektur-Ensembles abhängig. Der Revitalisierungsfonds ist ein wichtiges Mittel, um das zu ermöglichen. Durch eine Abschaffung des Fonds entzöge sich die Steiermark eine wichtige Wirtschaftsstütze.

    Im Gegensatz zum Neubau von Wohnungen, bei dem vor allem Maschinen "beschäftigt" und Materialien verbraucht werden, kommen bei der Revitalisierung Menschen, vor allem Facharbeiter zum Einsatz. Durch die Revitalisierung - und damit Hilfe des Revitalisierungsfonds - werden sinnvolle Arbeitsplätze geschaffen – ein sehr wichtiger beschäftigungspolitischer Aspekt in einer Zeit drohender massiver Arbeitslosigkeit angesichts der Weltwirtschaftskrise. Außerdem werden Materialien wieder verwendet und Energie eingespart, was zu geringeren Energieimporten führt.

    Durch die Revitalisierung werden auch kulturelle Werte für uns selbst, ein Stück unserer eigenen Geschichte, erhalten. Nur die Adaptierung von historischen Bauten für neue Funktionen kann den Bestand von Altbauensembles auf lange Frist erhalten helfen. Hier ist der Revitalisierungsfonds von ganz besonderer Bedeutung.

    Fast alle Grazer wohnen außerhalb des historischen Zentrums der Stadt. Dennoch sprechen alle davon, dass sie in die Stadt fahren, wenn sie eigentlich nur innerhalb der Stadt in deren Zentrum fahren. Das belegt sehr augenfällig, wie sehr praktisch alle die Stadt Graz mit gerade diesem historischen Zentrum identifizieren. Der Kern der Stadt schafft Identität. Der Revitalisierungsfonds schafft Identität. Selbst in viel kleineren Städten kann man ein ähnliches Phänomen beobachten. Deshalb wäre die Einstellung oder Stilllegung des Revitalisierungsfonds eine massive Einschränkung im Sinne der Identitätsstiftung für die Bewohner des Landes und ein negatives Signal für die Tourismusentwicklung in der Steiermark.

    Hasso Hohmann

    Autor: Univ.Doz. DI Dr. Hasso Hohmann

  • dauert es bis zu diesem Zustand und ist dafür eine Bewilligung notwendig ?

    Autor: Werner Swoboda

  • this way ( by the way)

    Our Grate Masta Mracek,

    had topped the bill....

    (winke- winke syndrom)

    Autor: janoschmojner

  • Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin,

    Radwege im Stadtpark hin oder her, die sind mir wirklich egal.
    Umweltschutz kann schon unbequem sein.
    Aber das Leben ist für manche schon so unbequem und existenzbedrohend, dass es dann vielleicht schlichtweg unterträglich wird.
    Grüne Umweltpolitik, die die Schere zwischen Reichen und Ärmeren noch weiter auf macht, wird keine Akzeptanz bei den jetzt schon Benachteilgten finden. Wie bitte erklären Sie einer Alleinerzieherin, die nur dann ihrem prekären job überhaupt nachgehen kann, wenn sie mit ihrem (leider den normen nicht entsprechenden) Auto,( - das Pickerl hat sie schon und dafür muss sie auch schön blechen- neues Auto anschaffen keine rede davon-) den job, den Einkauf und das Abliefern der Kinder bei der jeweiligen betreuungsstelle-( die natürlich nicht der städtische kindergarten oder Hort ist, denn die schließeb früher als ihr job endet also muss sie noch zu einer freundin).... straffest organisiert.
    eine Poltikerin, die selbst Sozialarbeiterin ist und Kinder hat, sollte das eigentlich mitbedenken bevor sie den Zeigefinger erhebt.

    Autor: Tanja Maschutznig

  • Die Diskussion über die geplante Öffnung der Radverbindung im Stadtpark ist emotional so heftig wie die über die Umweltzonen. Schön, wenn Mobilitätspolitik bewegt! Zu diesen 100 Metern im Stadtpark: Der Stadtpark muss weiterhin Erholungsraum sein. Die Querung von der Zinzendorfgasse zur Kreuzung am Café Promenade ist schon immer eine Durchgangsstrecke und kaum für den Aufenthalt genutzt. Deshalb haben wir uns vorgenommen, diese Querung zu öffnen. FÜR RÜCKSICHTSVOLLE RADLERiNNEN. Die anderen Wege werden auch weiterhin für das Rad verboten sein. Ein Wort zu den Umweltzonen - alle sind wir für die Umwelt, nur unbeqeum darf es bitte nicht werden.

    Autor: lisa ruecker

  • Der Grazer Stadtpark ist ausreichend mit Radwegen umsäumt.Zwischen Zinzendorfgasse am Radweg enlang ist die Strecke durch den Stadtpark bis zur Fußgängerampel Wilh. Fischer Alle/Erzherzog Johann Allee um 45 bis 50 m kürzer. Hanebüchen und dumme Provokation ist es, für 50 m!! Abkürzung durch den Stadtpark fürzusätzlich Rücksichtslose fteizugeben.Außer von parteipolitischen Bestemm-undZementhaltungen gibt es keinen vernüftigen Grund für Radfahren durch den Grazer Stadpark. Für 50 m Abkürzung werden "gutes Gefühl","Risiko eingegangen", "wertvoller Beitrag zum Umweltschutz" argumentiert,"Masterplan" und unabhängige Gutachter"aktiviert und gut bezahlt.
    Vernunft ist bekanntlich keine politische Kategorie. Es regen sich ja angeblich die Radfahrerlobbisten für diese 50 m Radfahrwegverkürzung auf. Präpotenz und Dummheit sind bekanntlich grenzenlos, sie machen ja deshalb auch bei Stadtparkgrenzen nicht halt.

    Autor: Eder Johann

  • ... für diesen Kommentar.

    Ich erinnere mich an ein Interview, dass Dietmar Pflegerl einst im Radio gegeben hat. Er erzählte, dass als er das Haus übernahm es überall nach Scheisse roch. Ich frage mich ob diese Gerüche inzwischen wieder hochgekommen sind (nicht nur im Stadttheater).

    Autor: Martin Krammer

  • Ich ersuche sehr, die bestehenden Spielregeln zu beachten. Auch wenn wir darüber nachdenken, EINE Radroute durch den Stadtpark zu öffnen, so gilt doch im Moment ein absolutes Fahrverbot im Stadtpark, welches einzuhalten ist. Ich bin selbst Radfahrerin. Den Stadtpark durchquere ich nicht, weil es meines Erachtens zumutbar ist, den Radweg außen herum zu nehmen. Für einen Radfahrer/eine Radfahrerin ergibt sich daraus keinesfalls eine unzumutbare Verzögerung. Auch bei einer Öffnung EINER Radroute wird ganz entscheidend sein, dass die NutzerInnen dies nicht als Rad-Autobahn ansehen, sondern sehr wohl berücksichtigen, dass ein Park in erster Linie den kleinen und großen FußgängerInnen zur Verfügung stehen soll. Ich ersuche da wirklich eindringlich um entsprechende gegenseitige Rücksicht.

    Autor: Eva Maria Fluch

  • Ich bin selbst einer,der immer wieder die schräge Abkürzung vom Promenade zur Zinzendorfgasse durch den Stadtpark nimmt, weil ich einfach viel und oft und auch zügig mit dem Rad im Alltag fahre. Dies werde ich noch mehr tun müssen, da ich bald mein Auto in Graz nicht mehr verwenden werde können auf grund der Umweltzonen. Ich kann mir kein umweltgerechtes teures neues Auto leisten, daher bleibt mir nur das Rad und ich schätze das wird vielen so ergehen. also rufe ich alle mit nicht umweltgerechten Autos auf, den Stadtpark mit dem Radl zu befahren, dann werden wir ja sehen.
    Es ist schon traurig wie diePolitik am Bürger vorbeiplant. Teure SUV können in Graz dann spazieren fahren und der Mittelstand darf zu Fuss gehen. Denn die Övis sind noch lange kein brauchbarer Ersatz. Auch im Stadtpark wird der Fokus auf Nebensächlichkeiten gelegt, denn die paar Radfaher sind ja wohl nicht wirklich das Problem.
    Vielmehr hat mich und auch viele andere gestört, dass die Passamtswiese durch das public viewing völlig zerstört werden durfte. Die Sanierung düfen jetzt auch wieder wir zahlen.

    Autor: winfrid sallinger

  • soviel dumme ansagen öffentlicher seite zu diesem thema hört man selten zu einem thema. wenn die drei hauptachsen die tatsächlich eine abkürzung im innerstädtischen verkehr darstellen von radfahreren befahren werden dann ist der erholungswert mi stadtpark nicht beeinträchtigt - wenn am glacis keine autos mehr fahren würden dann würde der erholungswert im stadtpark sprunghaft in die höhe schnellen und das "denkmal" stadtpark wäre dadurch auch besser geschützt. radfahren ja radrennfahren nein - wozu man da wieder einen workshop braucht ist ja schon fast unfassbar.

    Autor: feyferlik

  • "Landesrat Seitinger war eines jener Regierungsmitglieder, die sich bei der Abgabe des Budgetentwurfs nicht an die vorgegebenen Regeln gehalten haben. Die ihm vom Budgetverhandlungsteam daraufhin erstellte Einsparungsvorgabe war ausschließlich quantitativer Natur ohne inhaltliche Faktoren. Der von Landesrat Seitinger als Reaktion darauf eingebrachte Vorschlag enthielt keine Dotierung des Förderungsprogramms Revitalisierungsfonds mehr. Aus meiner langjährigen Kenntnis der steirischen Landesbudgets kann ich mit Sicherheit sagen, dass Landesrat Seitinger innerhalb seines Ressortbudgets andere Einsparungsmöglichkeiten in erheblichem Ausmaß hätte nützen können. Die Einstellung der Dotierung des Revitalisierungsfonds ist einzig und allein politische Entscheidung des Ressortverantwortlichen Landesrat Seitinger. Sollte dieser sich weigern, den Revitalisierungsfonds zu bedecken, könnte innerhalb der Geschäftsverteilung der Landesregierung am ehesten noch LH-Stv. Schützenhöfer in seiner Zuständigkeit für die Agenden der Denkmalpflege einspringen. Aus dem Kulturbudget ist die Subventionierung von Infrastruktur, Adaptions- und Baumaßnahmen nach dem – einstimmig beschlossenen – Steiermärkischen Kunst- und Kulturfördergesetz 2005 ausgeschlossen."

    Autor: LH .Stv. Dr. Kurt Flecker

  • Die Einstellung des Revitalisierungsfonds ist aus Grüner Sicht auch hinsichtlich der aktuellen Wirtschaftslage mehr als hinterfragenswert: Gerade jetzt ist die Zeit für Investitionen, um die Wirtschaft anzukurbeln – aber anscheinend setzen SPÖ und ÖVP lieber auf den Bau neuer Straßen, als auf wirklich sinnvolle Maßnahmen. Vom Straßenbau profitieren nur große Unternehmen und Konzerne, von Revitalisierungen hingegen direkt die regionale Wirtschaft. Die Projekte aus dem Revitaliserungsfond sind echte ,Vitaminspritzen’ für die Klein- und Mittelbetriebe der Region. Die steirischen Orte werden durch das Aus der Erhaltung historischer Bauten weniger attraktiv für den Tourismus, weniger attraktiv als Standort von Firmen und damit schlussendlich auch weniger attraktiv für die Menschen, die hier wohnen.

    Autor: Ingrid Lechner-Sonnek

  • Selbstverständlich hat uns die Nachricht über die Einstellung des Revi-Fonds schwer getroffen und legt diese Maßnahme leider sehr deutlich dar, wie tief der Pfeil in der kulturellen Wellenbewegung heute nach unten zeigt.
    Durch diese Maßnahme wäre der Basis der steirischen Baukultur, unserem historischen Erbe in Form von baukulturell bedeutender Bausubstanz, eine wirksame und wertvolle Stütze für die Erhaltung entzogen. Der Schutz und die Erhaltung der historischen Bauten als ein prägender Teil der für die einheimische Bevölkerung und den Tourismusstandort Steiermark so bedeutenden und wertvollen steirischen Kulturlandschaften, könnte nicht mehr gewährleistet werden.
    Jährlich wurden bisher an die 120 baukulturell bedeutende Objekte in Form eines Direktzuschusses oder eines Darlehens aus dem Revitalisierungsfond in Ihrer Erhaltung und fachgerechten Sanierung unterstützt und damit nachhaltig vor dem Verfall bewahrt. Durch die fachtechnisch genau geprüften und gerecht verteilten – vergleichsweise knappen - Finanzmittel konnten durch Initialzündung ein baukultureller Mehrwert bei unzähligen Projekten erzielt und darüber hinaus handwerkliche Randsparten unterstützt und historische Handwerkskunst erhalten und weiter getragen werden.
    Der Revitalisierungsfond war auch bislang immer eine Möglichkeit, der Spekulation mit historischer Bausubstanz einen Riegel vorzuschieben, indem die Ausnahmebestimmungen in Denkmalschutzgesetz und Ortsbildgesetz hinsichtlich einer wirtschaftlichen Unzumutbarkeit der Erhaltung durch Übernahme von bis zu 50% der Sanierungskosten durch die öffentliche Hand relativiert werden konnten.
    Bei der Präsentation des Baukulturreports, veranstaltet von AIK und HDA am 29.10.2008 im Palais Thinnfeld, wurde im Beisein von Landeshauptmann Voves – und auch von diesem selbst - mehrmals auf die Vorreiterrolle der Steiermark in baukulturellen und architektonischen Belangen hingewiesen. Durch die Einstellung des Revitalisierungsfonds würde dahingehend ein deutliches Zeichen in die gegenteilige Richtung gesetzt und es würden die steirischen Bemühungen in diesem Bereich ad absurdum geführt. (DI Georg Kanhäuser, GF Verein BauKultur Steiermark)

    Autor: DI Georg Kanhäuser
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