Recent comments


  • und nicht Teil eines Bauwerkes - möglicherweise des einzigen Baukunstwerkes in Graz das von Rampe bis Attersee konsequent durchgezogen war und nicht ein missglückter Architekturversuch wie die "transluzente Blase" (lt.Wettbewerb) Kunsthaus & co...
    PS: wer hat eigendlich den Provinzbetonbatzen (Zubau) an der Kasemattenbühne verbrochen und wer zu verantworten?

    Autor: Werner Swoboda

  • Der §19(7) Stmk. BauG wurde vollkommen richtig zitiert. Die Rampe war Bestandteil der Genehmigungsplanung, somit Teil des Gebäudes, und deren Abbruch genehmigungspflichtig.

    Bzgl. §21(1) UrhRG ist anzumerken, dass eine Änderung durch die Werknutzung nicht gefordert ist, was durch die jahrzehntelange lange Nutzung des Gesamtgebäudes bewiesen ist.
    Die angeführten geänderten Nutzungswünsche sind aus juristischer Sicht nicht darstellbar, da es sich nach wie vor um ein Bildungsgebäude im öffentlichen Interesse handelt.

    Zutreffend ist auch §21(3) UrhRG: Die Erteilung der Einwilligung zu nicht näher bezeichneten Änderungen hindert den Urheber nicht, sich Entstellungen, Verstümmelungen und anderen Änderungen des Werkes zu widersetzen, die seine geistigen Interessen am schwer beeinträchtigen.
    Einen Architekten muss man sicher nicht erklären, dass die Gesamtheit einer Gestaltung geistiges Interesse darstellt.

    Die Frage um die es hier geht, ist nicht ob dieser Abbruch einen Verlust darstellt, sondern ob die Vorgehensweise rechtens ist.

    Schön, dass einigen die Rampe nicht abgehen wird, trozdem steht sie im öffentlichen Interesse und muss somit einen entsprechenden Umgang erfahren.

    Autor: M.Mack

  • Ich empfehle, jene Gesetze, auf die man sich empört beruft, auch einmal zu lesen. Denn bewilligungspflichtig gem. §19(7) Stmk. BauG ist dieser Abbruch wohl kaum, sondern nach §21(2)4. bewilligungsfrei. Auch das Urheberrecht wird umsonst bemüht, denn §21(1) UrhRG erlaubt ausdrücklich "Änderungen, die durch die Art oder den Zweck der erlaubten Werknutzung gefordert werden" worunter Umbauten, die geänderten Nutzungswünschen entspringen, sicherlich zu subsummieren sind. Dies ist auch gut so, denn wäre es anders, würde sich jeder Bauherr zu Recht hüten, ein "Werk" zu beauftragen, von dessen ihm später sinnvoll erscheinenden Nutzungsänderungen er später durch den Urheber enteignet werden könnte. Das hätte Konsequenzen auf die Baukultur, die sich sicher niemand hier im Forum wünschen wird. Bleibt die unaufgeregt diskutierbare Frage, ob dieser Abbruch wirklich ein Verlust ist. Der formalen Stringenz, die diese Rampe als Verbindung der Erschließungssysteme von Alter Technik und Neubau dargestellt hat stehen die Unbenutzbarkeit im Winter und die geringe Nutzung im Sommer, sowie die tatsächlich stark zerteilende Wirkung auf den Park gegenüber. Die Funktion ist der Form hier nicht gefolgt. Mir wird sie nicht abgehen.

    Autor: Matthias Kahlert

  • Was heisst das "die Rampe hat nie funktioniert"? Alles was nicht funktioniert muss entfernt werden?? Und dem nach gibt es in Architektur nur funktionierende und nichtfunktionierende Elemente? Das ist mir zu pragmatisch.

    Die Lösung ist ganz pragmatisch: die engagierten Pragmatiker sollen die Rampe wieder im Original wieder einbauen wo sie war.

    Autor: Ivan Redi

  • Sehr geehrter Herr Kollege! Über die Initiative der AIK freue ich mich und bin auch der Meinung, dass der Anlassfall Hafnerrriegel dazu genutzt werden soll, die Verbindung von Planern mit IHREM Projekt im Sinne der baukulturellen Anerkennung und des Urheberrrechtes gerade bei der in nächster Zeit anstehenden Renovierung und Sanierung von Bauten der letzten 50 Jahre anzuerkennen. Das wäre für die Erhaltung von Zeitzeugnissen wie der Beachtung von Architekturqualität ein großer Schritt, da bisher darauf kaum geachtet wurde. In allen anderen künstlerischen Bereichen spielt das Urheberrecht eine wichtige Rolle, nur bei der Architektur kehrt man es unter den Tisch und lässt die Bauherren machen, was sie wollen. Dann aber beklagt man sich, dass das Stadtbild sich zum Schlechten verändert, ohne rechtzeitig das Bewusstsein und die Mittel - auch rechtlicher Art - einzusetzen.
    Zum Hafnerriegel kann ich Ihnen berichten, dass mit dem beauftragten Planungsbüro Architekturconsult schon Vorgespräche stattgefunden haben, wie eine Einbindung der Werkgruppe in den Planungsprozess erfolgen kann. Von Seiten des Stadtplanungsamtes wurde eine Sachbearbeiterin genannt, die diesen Prozess begleiten soll. Mit kollegialem Gruß, Arch. DI Eugen Gross. (P.S. der Falter wird Mittwoch nächster Woche über Grazer Architektur berichten, auch das Problerm Hafnerriegel aufgreifen - bezugnehmend auf ein Interview mit mir vom heutigen Tage)

    Autor: Eugen Gross

  • Das Einbeziehen der Architekten oder ein öffentlicher Meinungsfindungsprozess würde mehr Rechtsverständnis und weniger Selbstverliebtheit erfordern. Beides ist offensichtlich nicht vorhanden.

    Autor: Fritz Franz

  • eine rampe die nie funktioniert hat sollte man verändern können, aber selbstverständlich mit den architekten des gebäudes, so hätte ein lösung aussehen können.

    Autor: christian andexer architekt

  • ----oder vielleicht besser: sind die verantwortlichen und befürworter dieser lösung etwas aus der Spur geraten?
    wenn solche seltsamen Argumente- wie die Spur eines abzubrechenden oder bereits abgebrochenen Bauwerkes zu erhalten, und als Sitzboden wiederkommen zu lassen- (Grazer)Schule machen, gibt es in Graz vielleicht bald eine Menge Spuren und Sitzböden anstelle "unliebsamer, vielleicht auch unrentabler, und deshalb abgebrochener Gebäude".
    So kann Baukultur auch verschwinden- aber eben nicht spurlos. Auf jeden Fall wären solche "Spuren" viel einfacher und billiger zu erhalten als die Bauten in der "Luft". Nur die "Sitzböden" könnten zum Problem werden, wenn darauf unliebsame Subjekte wie Sandler, Punks oder sonstige, ihre Spuren hinterlassen.

    Dass diese Spur erhalten bleibt und „dieses Element als Sitzboden zum Gebäude hin wiederkommt“, dafür engagierte sich auch der heutige Leiter des Instituts für Gebäudelehre und Studiendekan der Architekturfakultät der TU Graz, Arch. DI Hans Gangoly.

    Autor: Elisabeth Lechner

  • Da kann ich mich nur anschließen! Wo verstecken sich die großen Architekten und selbsternannten Parkplaner? Baukultur findet nicht nur auf großen Vorträgen statt!

    Autor: j.klein

  • Was will Herr Kelz uns damit sagen, etwa, dass nun alles seine Ordnung hat? Vielleicht eh, aber eine anlassbezogene Bewilligung vom 28.10. – wie peinlich für die TU Graz! Die Rampe wurde doch schon Mitte September 2010 abgebrochen und wie dem auch sei, Fakt ist: ohne Abbruchbescheid. Wenn dieses schlampige Vorgehen keine Konsequenzen hat, ist die Bahn frei für weitere Schandtaten. Ein Statement des Studiendekans Hans Gangoly ist übrigens längst überfällig.

    Autor: b.bertold

  • Die Redaktion GAT gibt bekannt, dass laut Mitteilung von Herrn DI Gerhard Kelz, Leiter der Organisationseinheit Gebäude & Technik der TU Graz (am 05.11.2010), mit 28.10.2010 eine rechtsgültige Vereinbarung zwischen der BIG (grundbücherlicher Eigentümer) und der TU Graz (Mieter) zur Genehmigung und Durchführung von folgenden Änderungen abgeschlossen wurde: Umgestaltung des „Lessingparks“ (Abbruch einer Rampe, Neuerrichtung von Wegen, Müllplatz, etc. Möblierung mit Bänken, Sesseln) gemäß vorliegender Planskizze. Die Genehmigung seitens der BIG erfolgte unter anderem unter der Bedingung, dass die „Beschaffung allfällig notwendiger verwaltungsbehördlicher Bewilligungen für die geplante Umgestaltung“ nicht der BIG, sondern ausschließlich der TU Graz obliegt.

    Autor: Redaktion GAT

  • mit einiger verwunderung habe ich den kommentar gelesen, der mehr angriffe auf die autorin enthält als substantielle erkenntnisse bringt. grundsätzlich finde ich es gut, wenn es diskussionen gibt und andere meinungen, jedoch sollten diese auf einer fachlichen ebene stattfinden und nicht auf der persönlichen. petra kickenweitz hat sehr wohl richtig recherchiert, denn definitiv hätte die wegnahme der rampe als integraler bestandteil des gebäudes einer bewilligung bedurft. ob diese vom eigentümer oder bauwerber einzubringen gewesen wäre ist diesem falle weniger relevant als die tatsache, dass es sich bei der rampe nicht um einen „künstlerischen wurmfortsatz“ eines gebäudes handelt, sondern eben um ein wesentliches Element des entwurfes dieses bauwerkes. ich weiss nicht, was mit „nebengebäude“ gemeint ist – die rampe oder das gesamte gebäude? beides sind keine nebengebäude.
    und wer sind eigentlich die „selbsternannten götter der der zunft?“ etwa auch jene, die sich auf wissenschaftlicher ebene mit solchen fragen beschäftigen wie kommenden freitag und samstag im rahmen des internationalen symposiums „Was bleibt von der Grazer Schule?“, zu deren wegbereitern günther domenig zählt?

    Autor: ute angeringer-mmadu

  • antreten/amtieren dürfen. Die alte Lösung mit zweijährigen Perioden wie früher an der KFU war wesentlich besser und weiser. Inzwischen sind leider überall Despoten mit riesigen Bürokratien und x Vizerektoren an der Macht, die wie in der Politik nur daran denken, ihre Schäfchen zu versorgen. Und danach sich selbst.

    Autor: Anonym

  • Als kritischer Beobachter dessen, was und wie sich in Graz die Stadt entwickelt, bin ich ja schon einiges gewohnt, insbesondere von Seiten derer, die meinen, sich unter dem Deckmantel des Architekturschaffens über gute Sitten und die Vorgaben der Rechtslandschaft hinwegsetzen meinen zu können. Nunmehr bin ich aber im Rahmen von GAT über diesen Artikel gestolpert, der doch einiges an Peinlichkeiten enthält. Wie kommt die Verfasserin des Berichts, Petra Kickenweitz, eigentlich dazu zu behaupten, dass der Gebäudeigentümer (BIG) eine Abbruchbewilligung einholen hätte müssen? Wenn, dann ist das Aufgabe des Bauwerbers, sofern überhaupt eine Abbruchbewilligung erforderlich ist – Nebengebäude und entsprechende bauliche Anlagen bedürfen gemäß Steiermärkischer Bauordnung keiner Abbruchbewilligung, noch dazu, wenn es sich quasi um einen künstlerischen Gebäudewurmfortsatz handelt.

    Und wieso soll die ASVK dem Abbruch einer baulichen Anlage zustimmen, die einem (einst strenger) geschützten Bestand angefügt wurde? Wenn dann müsste höchstens eine Zustimmung auf Änderung derselben bzw. dem neu zu errichtenden „Sitzbankbereich“ erteilt werden. Da es sich aber im gegenständlichen Fall um die Schutzzone III handelt, sind die Kompetenzen der ASVK doch stark eingeschränkt, einem allfälligen Bescheid könnte nicht entgegengewirkt werden. Wer nach der ASVK schreit sollte schon wissen, welchen Handlungsspielraum diese eigentlich hat.
    Das Gebäude selbst ist jedenfalls als geschütztes Baudenkmal offenbar nicht mehr existent, sofern man sich halt daran erinnert, dass mit Ausgliederung der BIG dieses Schicksal so manch ein ehemaliges(!) öffentliches Gebäude ereilte, wovon die meisten - wie gegenständliches Objekt - eben keine Ausweisung als Baudenkmal per Bescheid hatten, sondern nur wegen des Status als Bundesbesitz Denkmal waren.

    Zum Anspruch auf ein Copyright des Architekten äußere ich mich nicht, da die negativen Erfahrungen mit dem Beharren auf Fehlplanungen, wie dem klimatischen Overkill in einem gewissen Gebäude unter dem Copyright des Herrn Domenig, zumindest mir bekannt sind.

    Es ist jedenfalls immer wieder aufs Neue für mich erschütternd mit welcher Abgehobenheit und Ignoranz die Frage von Architektur, Stadtgestaltung und -Entwicklung von den selbsternannten Göttern der Zunft und ihren Handlangern behandelt wird und wie weit entrückt der Realität das Geschäft betrieben wird. Verfasserin: Sabine Rechberger, Sprecherin der BI ALS / B-A-G, Bürgerinitiative ALS - Anrainer der Liebenauer Stadionanlagen

    Autor: Sabine Rechberger

  • Bezeichnend und verständlich, dass die Kritiker anonym bleiben wollen – bei so viel Machtdemonstration und so wenig Demokratieverständnis der Agierenden! Es lebe die Kultur!

    Autor: Anonym

  • um das geile Teil - ich glaube es wurde aus Eifersucht der Unfähigen gekillt - das Verschwinden des Tulpenbeetes vor der Kadahütte in der Schubertstraße war auch so eine Sache.....

    Autor: Werner Swoboda

  • fast alle historischen schmiedeisentore des parks sind unlaengst auch verschwunden... (liegt wohl am steigenden schrottpreis)

    Autor: w
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