Das Industriedenkmal Rösselmühle – wie lange noch?

Foto

Liebe Elisabeth,
vielen Dank für diese Recherche. Wolfgang Reinisch und ich haben das kleine Grundstück (Club der Nichtschwimmer im Jahr 2003) direkt zwischen Mühlgang und Postgarage seit vielen Jahren gemietet. Daher kenne ich das Gebiet auch aus einem etwas anderen Blickwinkel.
http://peanutz.at/projekte/zwischenraum/club-der-nichtschwimmer/
Zu dem Foto kann man übrigens recht flott herausfinden, dass es sich um ein kostenfrei verwendbares Stock Foto handelt das ausgesprochen häufig von Immobilienunternehmen verwendet wird:
https://www.pexels.com/de-de/foto/gebaude-architektur-blauer-himmel-balk...
Das Areal zwischen Oeversee- und Rösselmühlpark als zusammenhängendes und sehr sensibles Entwicklungsgebiet zu betrachten wäre tatsächlich sehr wichtig.

zusammenhängendes entwicklungsgebiet

lieber Markus,
danke für deinen Kommentar. Deine Meinung ist mir sehr wichtig, da du ja beruflich mit Baukultur befasst bist. Vielleicht kannst du dich ja aktiv unterstützend einbringen. Zu allererst müssen wir die Politik und die Eigentümer ins Boot holen.

Vielleicht sollten Sie zu

Vielleicht sollten Sie zu allererst einmal den Eigentümer fragen.

Industriegeschichte - wozu?

Für die Geschichte von Handel, Gewerbe und Industrie, wie sie sich vielerorts im Grazer Stadtbild zeigt oder besser, gezeigt hat, fehlt leider das Verständnis von Stadtregierung und Stadtplanung. Und dabei sind diese Zeichen für die Identifikation der Bewohner mit ihrem Umfeld von größter Wichtigkeit: wieso heißt es "Rösselmühlgasse"? Aber wenn schon die akademische Ausbildung auf vertiefende Baugeschichte zu verzichten glaubt, was soll man dann von Planern verlangen? Sie orientieren sich in erster Linie nach den Vorstellungen der Immobilienbranche, es entstehen Bebauungspläne, weil aktuelle Projekte das verlangen. Eigene, unabhängig von Investorenwünschen erarbeitete Entwicklungskonzepten fehlen völlig. Auch wenn es 5 vor 12 ist - wie hier.
Das Areal - und die nähere Umgebung - der ältesten Grazer Mühle wäre ein ideales Beispiel dafür, wie Elisabeth Lechner deutlich gemacht hat. Hier geht es um die älteste Industriegeschichte von Graz. Das Luftbild zeigt z. B., dass das L-förmige, niedrige Gebäude am Mühlgang in seinem Kern schon 1657 bestanden hat (ich verweise auf den ältesten Stadtplan von Martin Stier). Damit müsste die künftige Gestaltung des Baukomplexes auch denkmalschützerische Belange einbeziehen. In Zusammenhang mit der inzwischen dankenswerterweise unter Schutz gestellten „Postgarage“ (ehem. Reithalle) könnte hier eine einzigartige städtebauliche Kernzelle mit kulturellem Fokus entstehen.

wäre doch eine Überlegung wert...

Kommentar antworten