Geladener Realisierungswettbewerb Erweiterung Volksschule Graz-St. Peter entschieden

Die Jury unter dem Vorsitz von Architekt Moßhammer wählte das Projekt von Arch. DI Werner Wratschko aus Graz zum Sieger.

2. Rang: Arch. DI Susanne Fritzer, Graz (Feyferlik / Fritzer)
3. Rang: Arch. DI Hans Mesnaritsch, Graz

Nachrücker: Arch. DI Andreas Mikula + Partner, Graz

Weitere Teilnehmer waren:
Arch. o. Univ. Prof. DI Dr. Heiner Hierzegger, Graz
Johannes Kaufmann Architektur, Dornbirn / Wien
Arch. DI Ralph Jurak, Wartberg (Stmk.)
Arch. DI. Michael Rieper + DI Siegfried Frank, Wien

Ausloberin war die Stadt Graz / StadtbaudirektionBESCHREIBUNG DES SIEGERPROJEKTS
(Auszug aus dem Juryprotokoll)

Der Neubau stellt sich selbstbewusst und selbstständig zum Altbau. Es entsteht ein interessantes Spannungsfeld zum bestehenden Baukörper. Das Bestandsgebäude wird in seiner Prägnanz nicht beeinträchtigt. Durch die Lage des Zubaus sind die Freibereiche (Eingangs- und Pausenbereiche) eindeutig definiert und liegen richtig zur Erschließung und zu den inneren Funktionen. Durch die Situierung des Neubaues am südöstlichen Bereich des Grundstückes entsteht ein großzügig einladender und gut bespielbarer Vorplatz.

Baukunst
Der Entwurf überzeugt durch eine klare, eindeutige und zurückhaltende Architektur, die ein respektvolles Nebeneinander zwischen Altbestand und Neubau ermöglicht. Die Anbindung an den Bestand ist in Form einer transparenten Schattennut überzeugend gelöst. Die vielschichtigen Beziehungen zwischen Innenraum- und Freiflächenangebot bieten eine besonders hohe Nutzungsqualität sowohl für Schulfunktion als auch für externe Veranstaltungen. Der klar ausformulierte Eingangsbereich führt einladend in die Schule. Durch die Absenkung des Eingangsbereiches auf das Niveau des bestehenden Untergeschosses ergibt sich eine optimale Höhensituierung des Neubaues gegenüber dem Bestand.
Der Neubau ist aus Sicht des Bundesdenkmalamtes gut realisierbar. Er antwortet sensibel auf den Altbestand und belässt diesen durch die relativ geringe Höhe seine Eigenständigkeit. Durch die klare und überzeugend gelöste Gliederung behauptet er sich dennoch gegenüber der bestehenden Schule, sodass ein architektonisch gleichwertiges Nebeneinander erzielt wird.

Funktion
In der Summe sind die geforderten Funktionen gut gelöst. Die horizontale Anbindung zwischen Neu und Alt ist optimal gelöst. Die Beziehung zwischen dem Veranstaltungssaal und dem Freibereich ermöglicht eine beidseitige Bespielung der Bühne. Die Ausspeisung bietet ebenfalls eine Direktverbindung zum Freiraum. Die Organisation der Anlieferung über eine Rampe im Südosten wird positiv bewertet. Die zentrale Positionierung der Direktion im Zwischenbereich von Erschließung und Terrasse im 1. OG. Ist gut gelöst. Die Nutzbarkeit der Dachterrasse als zusätzliches Freiflächenangebot erweitert das Angebot.
Die zentrale Anordnung der Gruppenräume in einem Geschoss sowie der Werkraum im KG-Bestand werden problematisch gesehen.

Ökonomie / Ökologie
Das Projekt liegt im Kostenrahmen. Die kompakte Bauweise ist ökonomisch gut umsetzbar. Die Begrünung des Flachdaches und das gesamte Freiflächenangebot werden als besonders ökologisch gesehen.

AUSSTELLUNG:
Den Termin für die Ausstellung des Siegerprojektes und aller eingereichten Arbeiten finden Sie demnächst auf www.gat.st!

Verfasser/in:
Redaktion GAT Graz Architektur Täglich

Datum:

Thu 15/05/2008

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