1_erste_stadtmobel_in_reininghaus.jpeg
Im Kreuzungsbereich der neugestalteten Alten Poststraße mit der Wetzelsdorfer Straße ist einiges schief gelaufen ....
©: Elisabeth Kabelis-Lechner

_Rubrik: 

Kommentar
MINUS – Stromverteilerkästen

Die Alte Poststraße als wichtige Verkehrsader im neuen Stadtteil Reininghaus wurde erst kürzlich neu gestaltet und eröffnet. Die 28 Meter breite Straße ist großzügig angelegt, mit Baumreihen – insgesamt 160 Bäume – auf beiden Seiten und getrennten Geh-und Radwegen, die leider im Kreuzungsbereich mit der Wetzelsdorfer Straße zusammengelegt werden. Warum? Hier steht eine Tankstelle im Weg. Schade, dass man dieses Manko nicht irgendwie beheben konnte. Aber dennoch verdient dieser Straßenausbau Lob.

Das große MINUS stellen an dieser neu gestalteten Straße die frei aufgestellten Verteilerschränke dar. Zwei Anlagen mit 8 bzw. 10 Stück unterschiedlicher aneinander gereihter Verteilerkästen an den Kreuzungen Alte Poststraße / Wetzelsdorfer Straße und Alte Poststraße / Kratkystraße machen keinen guten Eindruck. Schade, dass dies bei der übergeordneten Planung nicht berücksichtigt wurde.

Aber vielleicht ist ja noch eine künstlerische Gestaltung dieser unattraktiven Verteilerkästen möglich, das wäre doch wirklich smart in der Smart City Reininghaus. Andere Städte zeigen dies bereits vor, beispielsweise Berlin, Köln Hamburg, Porto. Hamburg  macht daraus ein Nachbarschaftsprojekt und die Deutsche Telekom gibt ihre Verteilerkästen für künstlerische Gestaltung frei. (siehe Links)

Verfasser / in:

Elisabeth Kabelis-Lechner

Datum:

Thu 05/03/2020

Terminempfehlungen

Artikelempfehlungen der Redaktion

Kommentare

traurig

Ja traurig - ansprechende Gestaltung ist offenbar (leider nicht nur in Graz) selten ein Thema - die verantwortlichen "Entscheidungsträger" interessiert es offenbar nicht. Die in den Links dargestellte Behübschung ist auch keine Lösung. Interessant wären Bilder von positiven Beispielen In Laibach ...

... und in Ljubljana, ohne

... und in Ljubljana, ohne Auszeichnung als City of Design, werden solche notwendigen infrastrukturellen Maßnahmen immer mitgedacht, auch was das Citydesign, die Stadtmöblierung im weitesten Sinn, betrifft. Das wird offen sichtlich, wenn man die neue Fußgängerzone an der Slovenska durchwandert. Von der Pflasterung über die Sitzmöbel bis zu den Müllbehältern durchgestaltet, sehr gut gestaltet.

... ohne Worte ...

… das ist ziemlich "hardcore", muss man mit etwas Sinn und Gespür für Ästhetik konstatieren …

Im unmittelbaren Zufahrts-/Zugangsbereich eines architektonisch hochwertigen Objekts, das auch nach nahezu 20 Jahren Nutzungsdauer wirkliche Qualitäten erkennen lässt, eine Barriere aus Verteilerkästen hinzupflanzen … >> Kopf schüttel!!

Generell ist zu hinterfragen, ob es hier technisch keine anderen Lösungsansätze geben könnte -
auch die "künstlerische Gestaltung" löst das Problem nicht wirklich - ausser, "Spaceone" lässt sich gleich das Firmenlogo über die Kästen pinseln ...

Infobox

MINUS – Stromverteilerkästen

Hässliche Ansammlung von E-Kästen im neuen Stadtteil Reininghaus

In den Kreuzungsbereichen der neugestalteten Alten Poststraße mit der Wetzelsdorfer Straße und der Kratkystraße ist einiges schief gelaufen ....

.

In der Kommentar-Reihe PLUS / MINUS werden kurz und bündig positive wie negative Gestaltungen und Details aufgezeigt, die das Auge erfreuen oder beleidigen.

Sollten Sie, werte Leserin und werter Leser, auch bemerkenswerte Entdeckungen im öffentlichen Raum machen, so laden wir Sie ein, diese abzulichten und im jpg-Format mit einem kurzen Text und Ihrem Namen per eMail an redaktion@gat.st zu senden.

Kontakt:

Kommentar antworten