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RESANITA & Sergey Kishchenko, Observation Journal, 2015, Mettersdorf bei Stainz
©: resanita

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Bericht
Offene Felder: Kunst und Landwirtschaft
Ausschreibung für Landwirt*innen

Das Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark plant für 2022/23 ein Projekt, in dem die beiden wesentlichen Bereiche Kunst und Landwirtschaft aufeinandertreffen. Dazu möchten sie Künstler*innen aus verschiedenen Sparten wie Musik, Literatur, Performance, bildende Kunst, Film, digitale Medien etc. einladen, bis zu einem Monat auf Bauernhöfen zu verbringen, um dort temporäre Kunstwerke zu entwickeln. Dies soll in einer ernsthaften, kritischen Auseinandersetzung und in gegenseitigem Respekt passieren.

Wenn Sie sich für zeitgenössische Kunst interessieren und offen für einen Austausch sind, werden Sie gebeten, sich mit einer Kurzdarstellung Ihres Hofes sowie der Unterbringungsmöglichkeit (Text und Bilder) und Ihrer Motivation, an dem Projekt teilzuhaben, zu melden. 1) 2)

Einreichschluss: 28. Februar 2022, 12 Uhr

Informationen und Einreichung unter: 0699/133 47 111 oder kioer@museum-joanneum.at

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Näheres zum Projekt "Offene Felder"

Reflexionen über die sensible und vielfältige Wechselwirkung zwischen Mensch und Natur gibt es seit der Urgeschichte in Form von Kunst und alltäglichen sowie rituellen Handlungen. Heute prägt diese Thematik natur- und geisteswissenschaftliche Diskurse, zumal wir durch die (Aus-)Nutzung natürlicher Ressourcen mithilfe turbokapitalistischen Wirtschaftswachstums immer weiter an den Rand der Kapazitäten unseres Planeten geraten. Die ungebremste Beschleunigung von Industrie und Wirtschaft seit der industriellen Revolution – höher, weiter, schneller – ignoriert das komplexe Verhältnis von Natur und Mensch und unsere Abhängigkeit von einem begrenzten Lebensraum. Erst die globale Katastrophe des Klimawandels lässt die Verletzlichkeit von Nehmen und Geben evident werden und stellt die Frage nach den Notwendigkeiten für unsere Existenz.

Landwirtschaft, die seit Sesshaftwerdung in der Jungsteinzeit unsere Grundbedürfnisse erfüllt bzw. reglementiert, und Kunst, die die Gesellschaft reflektiert und mit neuen Möglichkeiten konfrontiert, werden bei diesen Überlegungen zu spannungsreichen Bezugsfeldern. Das Projekt Offene Felder. Kunst und Landwirtschaft stellt diese menschlichen Grundbedürfnisse nach körperlicher und geistiger Nahrung in den Vordergrund. Gleichzeitig geht es um geschichtliche, politische und gesellschaftliche Zusammenhänge, neue Impulse und aktuelle Ansätze. Durch das Zusammentreffen zweier scheinbarer Gegensätze wird Neuem Platz gegeben.

In einem ersten Schritt sind Landwirt*innen, die sich für zeitgenössische Kunst interessieren, dazu eingeladen, ihre Höfe für internationale Künstler*innen aus verschiedenen Sparten wie Musik, Literatur, Performance, Film, digitale Medien, bildende Kunst etc. zu öffnen. Diese werden in weiterer Folge dazu eingeladen, bis zu einem Monat auf ausgewählten Bauernhöfen zu verbringen, um dort temporäre Kunstwerke zu entwickeln. Dadurch soll einer ernsthaften und kritischen Auseinandersetzung mit den Themenfeldern Kunst und Landwirtschaft in gegenseitigem Respekt Raum und Zeit gegeben werden.

Die Ausschreibung für Landwirt*innen läuft bis 28. Februar 2022, 12 Uhr. Über die Ausschreibung für Künstler*innen wir das Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark zeitnah genauer informieren. Die Realisierung der Arbeiten ist 2022 bzw. 2023 angedacht, der Zeitraum kann gegebenenfalls erweitert werden.

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1) Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Auswahl der Künstler*innen ausschließlich dem Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark in Absprache mit den landwirtschaftlichen Betrieben obliegt.

2) Es besteht kein Anspruch auf eine Projektteilnahme.

 

 

Verfasser / in:

Redaktion GAT

Datum:

Wed 02/02/2022

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AUSSCHREIBUNG

Das Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark plant das Projekt Offene Felder: Kunst und Landwirtschaft und lädt, als ersten Schritt, kunstinteressierte Landwirt*innen ein, sich bei dieser Ausschreibung zu bewerben.

Einreichschluss: 28. Februar 2022, 12 Uhr

Die Ausschreibung für Künstler*innen aus unterschiedlichsten Sparten wird als nächster Schritt vorgesehen.

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