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Heumarkt Plan "B", Ansicht vom Garten des Belvedere aus.
©: ÖGFA - Österreichische Gesellschaft für Architektur

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Bericht
OFFENER BRIEF – Heumarktprojekt

Die Publikmachung des seit Dezember 2019 geheim gehaltenen "Plan B" in den letzten Tagen und die Meldungen von einer weiteren Überarbeitung veranlasst die Österreichische Gesellschaft für Architektur (ÖGFA), neuerlich dazu Stellung zu nehmen.
Das fortgesetzte Verschieben und Umschichten von Bauvolumen macht das Projekt weder eher verträglich mit den Auflagen aus dem Weltkulturerbestatus, noch erhöht es seine stadträumliche, soziale oder ökologische Tragfähigkeit. Im Gegenteil: Es zeichnet sich ein zweites Wien-Mitte ab, diesmal aber mitten in der Ring-Zone und genau in der Sichtachse des Belvederegartens. Das schiere Übermaß an spekulativer Baumasse, die mit jeder Überarbeitung anwächst – mittlerweile auf mehr als das Doppelte der bestehenden Bebauung inklusive Intercont-Hochhausscheibe – droht jeden Rahmen zu sprengen.
Das Projekt braucht keine x-te Überarbeitung, sondern einen kompletten Neustart unter adäquaten Rahmenbedingungen, mit substanzieller Reduktion der Baumasse und unter strikter Einhaltung der Vorgaben der UNESCO.
Übrigens: Diese Vorgaben beziehen sich seit 2012 konstant auf die Bestandshöhe des Hotels Intercontinental, und die beträgt vom Nullniveau des Projekts aus gemessen 38 Meter (und keineswegs 43, wie trotz gegenteiliger Evidenz immer wieder behauptet wird)!

Die ÖGFA hat aus diesem Grunde am 14. April 2021 einen OFFENEN BRIEF mitverfasst und unterzeichnet. Sie finden diesen auf der ÖGFA-Website, siehe weiterführender Link oegfa.at.

Verfasser / in:

ÖGFA - Österreichische Gesellschaft für Architektur

Datum:

Thu 15/04/2021

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Infobox

OFFENER BRIEF – Heumarktprojekt

Das Projekt am Wiener Heumarkt braucht keinen Plan X, sondern einen kompletten Neustart.

Das fordert u.a. die ÖGFA am 14. April 2021 in einem Offenen Brief, den sie mitverfasst und unterzeichnet hat – siehe Link > oegfa.at

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