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Geladener Wettbewerb Ortskern Harrt bei Graz

Projekt 2 - Arch. DI Hans Purkarthofer, Hartberg mit DI Georg Keler, DI Herwig Langmaier und DI Bernd Pürstl

Die städtebauliche Situation des Entwurfes stellt sich als gassen- bzw. Vorplatz bildend dar. Auf Querverbindungen wurde bewusst Wert gelegt. Die Platzgestaltung wurde in Verbindung mit den bestehenden Vorbereichen Mehrzweckhalle und Vorplatz Schule abgestimmt. Ein hohes Maß an Parkmöglichkeiten ist unter- und überirdisch garantiert. Die Orientierung sowie die Mehrgeschossigkeit der Baukörper versteht sich als Raum bildend in Bezug auf die bestehenden und neu gestalteten Vorbereiche und die querende Landesstraße.

Die vorgeschlagene Gestaltung folgt einer einfachen und klaren Formensprache. Die Transparenz der Fassaden und auskragende Bauteile sollen Außen mit Innen verbinden und eine Leichtigkeit der Gesamtanlage vermitteln. Trotz des hohen Angebotes verschiedenster Funktionen soll durch gemeinsame Nutzungen, das Zusammenfassen dieser Funktionen und das Freihalten der Vorbereiche ein vorstädtischer Eindruck erhalten bleiben

Grundsätzlich wurde im Entwurf auf vielfältige Erschließungsmöglichkeiten Wert gelegt. Gehverbindungen Schule – Supermarkt - Veranstaltungshalle, die Verbindung von bestehenden Parkplätzen und neu geplante PKW-Stellplätzen, aber auch externen Verweilplätzen und eine Marktgasse als „Spielwiese“, Einkaufszone und zwischenzeitlicher Bauernmarkt wurden im vorliegenden Projekt eingeplant.
Auf die topografische Situation wurde im Zuge der einzelnen Erschließungen bewusst eingegangen.

Eine Neugestaltung der gesamten Platzsituation wird vorgeschlagen. Bepflanzung und allgemeines Grün (Baubestand, Rasenteile, Erdwall und Kinderspielplatz im Bereich Vorplatz Schule, Rasensteine bei der Oberflächenparkierung) sind dabei wichtige Bestandteile.

Funktionen

Seniorenbetreutes Wohnen und Tagesheimstätte:
Das Erdgeschoss wird als Tagesheim genutzt (Aufenthalt, Bastelraum, Verwaltung, Küche, Nebenräume). Ein südseitiger Vorbereich bietet Freiraum sowie einen Ausblick auf die vorgelagerte Einkaufspassage.
Die in den Obergeschossen angeordneten Kleinwohnungen werden als 8 Kleinwohnungen für 1 Person und 2 Garconnieren für Paare angeboten.
Der Standort befindet sich am Rande einer bestehenden Wohnumgebung, ist sonnseitig ausgerichtet und fördert auch eine soziale Integration alter Menschen durch die vorgelagerte Marktgasse.

Supermarkt
Ein Zusammenhang mit dem bestehenden Supermarkt besteht diesbezüglich auch aus städtebaulichen Gesichtspunkten. Die Ausformung des Baukörpers nimmt Bezug auf die niederen Nebenräumlichkeiten und eine erhöhten Verkaufsbereich. Dies steht im Zusammenhang mit dem Hauptbaukörper und dem Objekt der Tagesheimstätte.

Hauptbaukörper (Hotel, Restaurant, Ärzte, etc.)
Dieser Baukörper stellt sich bewusst kompakt als multifunktionaler Komplex dar.
Die Anordnung der Verkaufsflächen bzw. der Zugänge Drogerie und Apotheke unterstreicht den Charakter der Einkaufspassage. Nebenräume werden ostseitig angeordnet und sind teils getrennt erschlossen.
Die Erschließung der von Hotel und Restaurant erfolgt platzseitig.
Eine zentrale Erschließung (Stiegenhaus + Lift) sowie Gehverbindungen über die Passage und über eine ostseitige Rampe bei der Mehrzweckhalle gewährleisten den Zugang zu den übereinander liegenden Praxen von Zahnarzt und Tierarzt. Die Behandlungsräume sind westseitig die Nebenräume ostseitig orientiert.
Das Restaurant in Folge im Obergeschoss wurde als auskragender Bauteil über dem Vorplatz dargestellt.
Die Möglichkeit den jenseits der Landesstraße befindlichen Fitness- und Wellnessbereich fußläufig zu erreichen wurde mittels verglaster Brücke ermöglicht.

Wellness- und Fitnessbereich mit zentralem Cafe:
Eine zentrale Anlage für Sport wurde als zusammenhängender Baukörper gewählt.
Die Überlegung einen Kopfbau für eine multifunktionale Sportstätte zu schaffen ist Grundlage der vorliegenden Planung in diesem Bereich. Eine städtebaulich bewusste Zentralisierung, sowie eine später Erweiterungsmöglichkeit ist damit gewährleistet. Trotzdem versteht sich der geplante Bau äußerlich und funktionell auch als Gelenk zwischen Ort und Sport.

Verfasser/in:
Hans Purkarthofer, Georg Keler, Herwig Langmaier und Bernd Pürstl

Datum:

Sun 09/05/2004
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